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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1885-02-17 · Heft 8 (17.2.1885) · p. Seite 127

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
49 (1885)
Issue
Heft 8 (17.2.1885)
Date
1885-02-17
Page
Seite 127 (sequence 11)
Language
German
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127 die als Vertreter bedeutender Petroleumfirmen Südrußlands dort wohne», in strengster Art ausgewiesen und damit der Handel schwer geschädigt. Moses Feinkind. Bonn, 8. Febr. (Notizen.) In Teheran, der Hauptstadt Persiens, haben Verbrecher die große Synagoge angezündet, die sammt den Gesetzrollen völlig abgebrannt ist. — neuesten Erscheinungen anderer Wissenschaften und Künste in Wort und Schrift die Schwächen einzelner Gesellschafts - klaffen und ihrer typischen Vertreter außerordentlich treffend, aber nie verletzend, zu charakterifiren. Bis an sein Lebensende war er unaufhörlich bestrebt, nicht nur die schwierigsten Probleme seiner fachmännischen Wiffenschaft zu ergründen, sondern sich auch in unausgesetzter ernster Arbeit mit den Aus Tirnau wird vom 29. v. M. geschrieben: Die hiesige israelitische Gemeinde feierte gestern das 70. Geburtsfest ihres in Amt und Sorgen ergrauten hochgeehrten Rabbiners Simon Sidou, der 40 Jahre in Tirnau segensvoll wirkt. Der Sohn des Jubilars, Herr vr. Adolph Sidon, Rabbiner gründlich vertraut zu machen. Noch in dem letzten Jahre wandte er sich mit regem Eifer dem Studium der Nationalökonomie zu, und ganz im Stillen nahm er thätigen Antheil an der Ausführung verschiedener sozialer und mildthätiger Bestrebungen. Besondere Unterstützung widmete er auch den zu Werschetz, hielt die Festrede, in der er auch das beklagens-! deutschen sogenannten Arbeiterkolonien, derentwegen er in sehr werthe Zerwürsniß hervorhob, das sich in der hiesigen Gemeindej reger Korrespondenz mit dem Herrn Pastor Bodelschwingh durch Trennung der orthodoxen Gemeindemitglieder ergab, j in der Arbeiterkolonie Wilhelmsort stand. Seine außer- — Wie wir aus der „Ostdeutsch. Pr." ersehen, starb am! ordentlichen Kenntnisie der jüdischen Literatur und des Tal- 5. d. M. Abends in Bromberg der Nestor der dortigen Aerzte,! muds brachten ihn in einen steten Briefwechsel mit den her- Sanitätsrath vr. Elias Salomon, geboren 1814 in Heilsberg' vorragenden Orientalisten." — in Ostpreußen. Als Student (Landmannschaft „Normannia" > — Der Synagogenverein Bne Berith in Berlin feierte in Berlin) hatte er das allbekannte Lied gedichtet: „Es hatten am Mitwoch Abend sein fünftes Stiftungsfest in Mohrmanns drei Gesellen ein fein Collegium." Im Jahre 1840 ließ sich der Verstorbene in Schneidemühl als Arzt nieder und kam daun nach mehrjährigem Aufenthalte in Samotschin 1862 nach Bromberg. Das oben citirte Blatt rühmt ihm nach: Salon. Der im Jahre 1880 von wenigen Mitgliedern gegründete Verein zählt heute zu den größten israelitischen Privatgemeinden Berlins und besitzt eine eigene Synagoge und sehr besuchte Religionsschulen, die von den nicht mit ,Bon seltenem tiefsinnigem Gemüth, war der Verstorbenei Glücksgütern gesegneten Mitgliedern mit großen Opfern erden bei ihm Hilfe suchenden stets mit Rath und That zur halten werden. Der neugewählte Prediger Herr vr. Wolff Seite, und in der chm eigenen humorvollen Weise verstand > hielt die mit großem Beifall aufgenommene Festrede. — er, ei« seltener Menschenkenner und trefflicher Gesellschafter,! Feuilleton AuS der Provinz, im Januar. tzalrreologische Krirfe eines Rabbiners. 5. Wrief. Sämmtliche Quellen in Karlsbad haben eine warme Temperatur und unterscheiden sich schon dadurch — Teplitz sprechen, das in balneologischer Hinsicht alle anderen Kurorte weit hinter sich zurückläßt und den Eindruck des Großen und Erhabenen, das den Kurgast beim Gebrauch der Quelle überkommt, am deutlichsten bezeichnet. Wenn ich dort am Fuße mächtiger Granitfelsen, in welchen das Basaltgestein seinen kräftigen Arm hineingebohrt und das Zeugniß nie- -„-genommen. wo jedoch nicht getrunken, sondern nur ge-> d-rg-schri-b-n hat. daß hier ehedem »nlk-nisch- Mächte in badet wird - von ihren Rivalinnen in den Kurorten der j der Tiese gearbeitet und ihre Gebilde in die Höhe geschlendert nähern und serneren R-chbarschaft, wo nur kalte Quellen! haben; - bvrt am Rande des Tehlslnsses dessen eilige und an,-troffen werden. Ueherall, s° viel ich mich entsinne, gi-bt! lärmend- Strömungen d,e Granttmaffe» dnrchbrochen haben es mehr -l- -in- Heilquelle, »nd überall unterscheiden sich l-nd von der nesitnusschen Gewalt K-ndgeben d.° b-.m dieselben «nt-reinandesowohl durch diabweichende T-M.!«ufb°- des Bodens von «ar rbad mch g-sehll hat; - p-ratnr, als auch durch diungleiche» B-Kandth-ile. welche w-nn .ch dort aus der Hand dt-s-r b-.de» Uckaft- ^) dt-^-tße das Waffer enthält. Die Karlsbader Thermen, deren zwölf an Zahl, berühren sich mit diesen in dem Punkte, daß ihre Temperatur unter einander verschieden ist und zwar von 39° bis 59° Warme anfsteigt. Gestatten Sie mir nun, verehrter Freund, Ihnen vorwiegend von den Quellen in Karlsbad zu Fluth strömen sah, von welcher unzähligen Tausenden Jahr, aus Jahrein zur Heilung geschöpft wird: dann war mir als vernehme ich in tiefster Seele das Rauschen des ewigen 1) Nach der Lehre des Thales und des Heraklit.

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