Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 49 (1885)
- Issue
- Heft 5 (27.1.1885)
- Date
- 1885-01-27
- Page
- Seite 67 (sequence 3)
- Language
- German
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67 thum als eine» seiner ersten Glieder würdig ein. Es ist ein die Unsterblichkeit. Mit beredten Worten führt er die Gottabermaliges Zeugniß, daß das Judenthum in allen seinen losen (Kap. 2) redend ein: Phasen auf den Höhen der Gotteslehre und der Sittlichkeit,! „Kurz und mühselig ist unser Leben und es ist keine welche durch den Mosaismus für identisch erklärt worden,! Heilung für den Tod des Menschen und man kennt keinen, stand. Seinem Inhalte nach liegt das Buch gerade den Tender aus der Unterwelt befreiete". denzen unsrer Zeit nicht fern und empfiehlt sich so um so! „Denn durch Zufall sind wir geboren, und nach diesem mehr der Beachtung und der Kenntnrßnahme. j werden wir sein, als wären wir nicht gewesen." Die ersten sechs Kapitel bilden den ersten Abschnitt des! „Denn Dunst ist der Hauch in unserer Nase, und der Buches. Der Verfafier redet alle Gewalthaber der Erde an,! Geist verfliegt wie dünne Luft." die er Koivovtsg t^v yip, ßuaüeig, dixctaral tc£qkt(ov „Ist er erloschen, so wird der Leib Asche, und der Gey^c, rigavvoi rwv?.ctü>v, die „Luft haben an Thronen und danke ein Funke im Schlage unseres Herzens." Sceptern" (1,1. 6,1. 9. 21.) nennt, also Beherrscher, welche! Man sieht, daß der Materialismus unserer Zeit nichts die Angelegenheiten der Völker aus der ganzen Erde leiten * Neues vorzubringen weiß, und daß. wenn man jetzt so gern und entscheiden und die höchste Gewalt ausüben. Man kann | von einer „neuen Weltanschauung" spricht, diese keine andehierbei nicht an bestimmte Personen, sondern nur an die ganze! ren Züge auszuweisen bat, als ihre Vorgängerin vor Jahr- Hierarchie derer denken, welche berusen waren, an der Spitze , tausenden. — Aus diesem Unglauben entspringt eine unbeder Völker und in größeren oder kleineren Kreisen die Herr-; schränkte Genußsucht, die alle Begierden die Zügel schießen schermacht zu vollziehen. [lötst. Die Gottlosen rufen sich deshalb zu: „So kommt denn. Er spricht nun vor Allem die Anschauungen aus, auf und laßt uns genießen der gegenwärtigen Güter", „wir wollen welchen sein Werk beruht und die ihm die wahre Weisheit uns mit köstlichem Weine und mit Salben sättigen, uns nicht und Gerechtigkeit ausmachen.! entgehen lasten die Blume des Lenzes; wir wollen uns be- „Der Geist des Herrn erfüllet den Weltkreis, und er, der'kränzen mit Rosen, ehe sie welken." „Wohlleben, Fröhlichkeit, Alles umfastet, hat auch Kenntniß von der Rede" des Men-!dies sei unser Theil und unser Loos." Um nun dies auszuschen, unter Rede versteht er zugleich die Gedanken und Nei-!führen und die Mittel zu erlangen, ihrer Genußsucht und gungen des Menschen. (1,7.) „Alles hat Gott zum Sein geschaffen, und heilsam ist Alles, was in der Welt entstanden ist." (V. 1-1.) Nicht von Gott kommt das Böse, sondern der Mensch selbst ist es, der es hervorbringt und thut. In dem, was Gott geschaffen, „liegt kein Gift des Verderbens, noch hat die Unterwelt ihr Reich auf Erden. Denn Gerechtigkeit ist dem Tode nicht unterworfen. Tie Gottlosen rufen ihn aber herbei mit Hand und Wort." (15. 16.) Tenn „über ihren wüsten Leidenschaften zu genügen, tbun sie Unrecht aller Art. Sie rufen aus: „Laßt uns überwältigen den armen Gerechten, nicht verschonen die Wittwen, noch Ehrfurcht haben vor den hochbejahrten grauen Haaren des Greises! In unserer Stärke wollen wir das Gesetz machen nach unserem Belieben!" Sie wenden sich nun insbesondere gegen „den Gerechten". In die Schilderung, welche die Versolguug und Unterdrückung des Gerechten zeichnet und im Allgemeinen die Anschläge und Thaten der Gottlosen wird Untersuchung die in jener Zeit überall obwaltende Ungerechtigkeit und Geangestellt zur Bestrafung der Mistethaten und die strafende walttbärigkeit malt, werden Züge hineinemgemischt, die sehr Vergeltung geht an Niemandem vorüber." ^,5-'.) Gewiß ist! deutlich auf die schwachen und verfolgten Juden deuten. Zuder Lohn der Frömmigkeit und schuldloser Seelen. „Tenn! erst heißt es: „Laß' uns dem Gerechten nachstellen! Tenn er Gott hat den Menschen geschaffen zur Unvergänglichkeit und! fällt uns beschwerlich, ist unserem Thun entgegen, rückt uns ihn gemacht zum Bilde seines eigenen Wesens." (2,23.)') Woher; die Versündigungen gegen das Gesetz vor und macht uns kommt nun das Böse im Menschen? Als erste Quelle desüblen Ruf wegen unserer Uebertretnngen der Zucht." Dann selben betrachtet der Verfasser den Unglauben an Gott, Gottes' aber heißt es weiter (V. 1'.): „Er rühmet sich, die Erkennt- Vorsehung und Vergeltung, an die Existenz der Seele und! niß Gottes zu besitzen uud nennet sich selbst Kind des Herrn." -! „Sein Leben ist unähnlich den anderen und seine Wege sind i) W>r haben schon bemerkt, daß das geraume Zeit^vor bem! abnjcictjenfc: er prahlet, daß Gott sein Vater sei." „Wenn Entsle e» des Ch> islemhum» verfaßte Buch ..äveisheil LalomoS"j , ... - . . .. , von der ch ifiticheu Kirche vieliach - cwiirdigt uns benutz! wurde. Utn j der Gerechte Gotte» Lohn ist, so wird er ihm Helsen und ihn so erklai Ircher ist es, wenn wir in dessen Texte Glossen finden, welche erretten aus der Hand seiner Widersacher." Unterdeß wollen eine christliche Hand hiilcinqesüai hat. Hierzu gehört rer dem vbl-> aeu Cuare hinzugefügl. B. 24 am -chluste des Kap. „Aber durch den ste rhn mit Lchmach und Qual peintgen und zum Tode ver- Neid .es aeui'ls lfl der Tod IN die W'lt gekommen und ihn erfahien. die kommen. Aber sie irren gänzlich. Denn (Kap. 3) „Die lenem ai'mhvren." TieS steht in offenbarem Liiceripruchezu dem wa» - /t, => s. v SJ. 16 btiuV; vom .,T.ufel" kommt in dem ganzen Buche Nichts wieder Leelen der Gerechten stnd in Gottes Hand und teme ^ual vor. und die Boistellung von der w-.ltbcherlschenden Mact.t des Teurühret sie an." „Hält man ihr Hinscheiden für fplÄ tnnr iti hi*r vipit tn vnoTrfior miü*r -VUCf) ClbjJCfCtfct tDOrbCtl, 1100) fei» war in der Zeit, in welcher unser gar nicht vorhanden. Untergang, so stnd sie im Frieden. — Haben sie „vor den Augen der 5*