Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 49 (1885)
- Issue
- Heft 1 (1.1.1885)
- Date
- 1885-01-01
- Page
- Seite 3 (sequence 3)
- Language
- German
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ihrer historischen Wichtigkeit erst jetzt zur Erörterung kommt; unter denen, noch Friedrich des Großen Ausdruck, viel „Konnd gegenwärtig sogar als eine besondere Wurzel des Christen-! faken" sind, hernmznstreilen und so statt positiver Resultate thums betrachtet wird, blieb unseren Pätern völlig ntibeim besten Falle mit negativen sich begnügen zu müssen. Allein kannt. Die Apokryphen, diese bedeutende Fortentwicke-! eine Ausgabe, die einmal übernommen worden, muß weiterlung der biblischen Tendenzen, blieben durchaus außerhalb der | geführt werden, selbst wenn das Ende nicht abzusehen ist. jüdischen Kreise: nicht einmal die Bücher der SA'affaLnu'r, die j Wir gedenken in nächster Zeit einmal einen übersichtlichen Bedoch ein so naheliegendes Interesse hatten, waren daselbst be- > richt über alle die Kämpfe zu geben, die wir — die inneren kannt. Selbst der Karäismns, nachdem einige Streitschriften! nehmen wir ans — in dem halben Jahrhundert unserer gewechselt worden, wurde ignorirt, und nur die Kabbala ver^ publizistischen Thätiakeit dnrchznmachen gehabt haben. Man mochte die Ausmerksamkeit zu fesseln, und verbreitete einen wird einwenden, das ist ja eine traurige Geschichte, und wenn düsteren Aberglauben, der noch in unserer Zeit in der chassst ein Kampf den andern ablöst, so könnte inan ja lieber den difchen Secte unselig aufgeschossen. Wie bald dagegen bedeckte ganzen Widerstreit Unterlasten und seine Kräfte nu andere Zwecke der Staub der Vergangenheit die Werke der jüdischen ÄLeliverwenden. Ties ist aber doch anders. Ein solcher Rückgionsphilosophie, wenn man stloro T.-bneliim des Maimoniblick lehrt uns, daß es doch nur zeitweilige Wellenschläge sind, des ausnimmt, das durch den Glanz seines Autors bockigedie kommen, aber auch wieder geben, die eine gewisse Höhe halten und dessen Studium dennoch von den Rabbinen Heftigkeit erreichen, dann aber sich wieder abschwächen ungern gesehen wurde. Desgleichen die nenhcbräischen Poesien, und verlieren, und daß in den Pausen der Gedanke der soweit sie nicht in die Liturgie ausgenommen wurden. Alles Humanitär und Gleichberechtigung immer einigen Fortschritt dies hat die neueste Zeit gewissermaßen wieder entdecken wacht; wir werden ferner belehrt, daß jeder dieser Kämpfe, müssen und es hat sich dadurch erst der Reichtbum und die st-de dieser Kamvwerioden besondere Gedanken und Motive Mannichsaltigkeit der produktiven Kraft des Indeutbnms befassen, die in ihrem Unrecht, ihren Irrtbümetn, ihren Einoffenbart. Statt des einförmigen Stammes stellt sich uns ftft-gkeilen nachgewiesen werden müssen, um an Kraft und dasselbe jetzt als ein äste- und zweigereicher Baum dar, Geltung zu verlieren. Diesen feindlichen Gedanken und der ein reiches Laub und eine Menge von Früchten hervor- Motiven völlig freies Feld zu lasten, hieße nichts anderes, gebracht, von denen unsere Pater vor einem Jahrhundert noch keine Ahnung hatten. Das Indenihum in Gegenwart und ( (Sduard von .vSnrrnmiut. IV. Es gereicht weder zur Freude, noch zur Befriedigung, auch beim Beginne eines neuen Jahres in die Noftwenc uv keit versetzt zu sein, sich mit verschiedenen "Arten von Menschen, 1) In der übe ans grüßen *»a"• der Ueberstw-r llst's Vaki::. Italien., Franz, stugl. u d Terusrhe und der r. Ae nde- Ph :v dar. delten, kommt bis zur neuest :: n kein Jude ve> - ll de l agung-u einzelner Schriften in's zstebräst it rühren erü an * den Jahren l - " und iss» v u Is. Frcjch Prag! und Ginzbttlg ls:',7 nWituai her — die Uebe-setzuna einer 'leinen schrill von nwus von Allereo gehört die waren nicht hierher. Ter stnnvaiid. des; die .-ch^riiten P iios. uue ostNi ll>r der önentlicken Meinung, besitzt, sowie in de Apokryphen und ^ibyUiuen, in grn'chticher spräche ge chrieoeu .. . . ... ' , .... . , . kn, i)ä.t nicht stich, wenn u an die auße erdr-mllchr llei erstwe - Prate'.'nonen. nnt welchen er leine schrttt ausgerüstet Hai tust in den Juden erwägt, welche den Arabern und der checill ehe-, PYilosovb objektiv" nrtbeilen , er will zu Welt w große Tieusre geleistet hak rmd so vrelc von dcm Alicen .... , ' s avabifd) gesHrieber.e r?\wTcvtluaii;!): nt'C.’i::' io t*t-:o C*.i- *(iU'C';Ct'liir.‘3 unb «ocviootüliici tuuub tClv (]C als das Unkraut ungestört wuchern zu last-m, bis es die gesunde Saat erstickt hat; inan wird das Unkraut nicht ausrotten, es jedoch in gewissen Schranken zu halten vermögen. Nur wer sich selbst ansgiebr, geht verloren. Ist cs doch auch von größtem Nunen, in uns selbst das Bewußt'ein des Besseren. der Wahrheil und des Rechts wach zu erhalten, was am augemestei-sten durch die Abwehr erzielt wird, die wir unseren Feindei: enlgegenstellen. So müssen wir denn auch in der Besprechung der unter ob'gern Titel; Leipzig. Friedrich. 1**5) erschienenen Schrift Eduard von Hrrtmann's sortrabren. Siebe Nr. 50, 51, 52 vorigen Iahrg.) Die Nötbigung hierzu liegt allerdings viel weniger in der "Bedeutung denen, was Hartmann ans dief .'in Felde vor getragen bat, alio in dem Inhalte der Schrift, als vielmehr in der Bedeutung des Mannes, die er bei en hat: nr finale erst jetzt w cder ciudcekr werden m aste::. 2) stine Bearbeitung, jedoch nur u' weil dao st::u:u:kaü'u ^berührt wird, war in rer Schrift 77 7 rr NN.77 .Man.:::'. tn77.> T:e h bhäische Uel e ictzung der Ma'kabäerbü.ber von gll ll Frauke! er schien iu Leipzig 183". Bon sirach wuße man nur d. rch we im Talurud .eerstreuieu seureuzeu Bru sira's. die jedoch greßten:hri!s im spruchbuch sir.ch's nicht gefunden werden Bo: d>r illhr wi tigeu „Weisheit salomo's" gab Westely die erbe hebräische U brr sctzuug ustt seinen sehr weitläufigen Erläuterungen -- .—,Perll.n 17RO, heraus. rade Gegentbeil. Auf jeder Seite verräth er den Peruichtnngskrieg, den er gegen das Iudenthnm führen möchte — was schon Biele vor ihm erfolglos versuchten — und seine Abneigung — um es gelinde ans.zndrücken — gegen die Juden. Bei der Feindschaft, die er gegen alle positiven Religionen hegt, die er allesammt zu Gunsten seines dialekli scheu Monismus ans dem Wege räumen möchte, ist ihm