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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1884-12-16 · Heft 51 (16.12.1884) · p. Seite 817

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
48 (1884)
Issue
Heft 51 (16.12.1884)
Date
1884-12-16
Page
Seite 817 (sequence 13)
Language
German
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817 wärmeren Wunsch, als von dieser „Nikolajew'schen" wohlgemeinten Plage befreit zu werden. Dies dürfte hoffentlich dann eintreten, wenn sie der Führung der Matrikel, der außergewöhnlich verlängert worden. Wir haben schon bemerkt, daß uns aus Chicago eine Anzahl Zeitungsausschnitte aus verschiedenen Orten überschickt worden. Jetzt liegen uns einzigen Funktion, welche sie bis jetzt glücklicher Weise in Berichte vor ausNew-Orleans, wo der „Daily Picaynne" fünf Händen halten, beraubt werden. Damit soll nicht gesagt sein, daß die russische Polizei die Matrikel gewissenhafter führen wird. Daß diese verschiedenen „Aufmerksamkeiten" nicht unzugänglich ist, darf wohl kaum erwähnt werden, allein die Schuld an etwaigen Mißbräuchen wird wenigstens nicht den Juden zur Last fallen. Der bekannte jüd.-ruff. Bildhauer Antokolski weilt gegenwärtig in Rußland. Nach einer Meldung der „N. W." hat der Kaiser bei der Audienz in Petersburg von ihm eine Mephistopheles-Statue für 50,000 Frk. gekauft. Dieser Künst-! Bonn, 7. Dez. (Notizen.) Man schreibt uns aus ler arbeitet jetzt an Büsten der Grafen Woronzow Daschkow Memel: Das 25 jährige Amtsjubiläum des Rabbiners Dr. seiner Riesenspalten dem Berichte über die dortige Feier widmete, aus Montgomery Ala., New-2)ork, Memphis Tenn., Baltimore, Richmond Ba., Pittsburg Pa., Cleveland O., Springfield Jll., Boston, Philadelphia, Providence, New- Port, New-Haven, St. Louis, Cincinnati. Jedenfalls giebt dies auch einen Beweis, wie lebhaft die jüdische Empfindung auch in den Herzen der amerikanischen Glaubensgenossen schlägt. und Tolstoi (Minister des Innern), worauf er die des Kaisers selbst anfangen wird. Der Schulinspektor und jüdische Religionslehrer Herr Dakowszyk in Petersburg hat eine Medaille am Bande des Stanislausordens wegen seiner Verdienste um den Jngendunterricht erhalten. — Im Ackerbauministerium liegt ein Fonds für jüdische Ackerbauer, der nächstens zu Gunsten der Rülf wurde unter großer Theilnahme gefeiert. Aus Deutschland, Rußland, England, Frankreich u. s. w. waren mehr als 200 Briefe und 10t) Depeschen eingelaufen. Aber auch seitens der hiesigen christlichen Bevölkerung, der städtischen Civil- und Militärbehörden bethätigte sich die dem Jubilar gezollte Anerkennung. Selbst der Gouverneur von Kowno beglückwünschte ihn mit folgendem Telegramme: „Ihrer nothleidenden Kolonisten verwendet werden soll. — Wie der > Verdienste auf dem Gebiete der Wohlthätigkeit für das All- „Woschod" meldet, hat der Generalgouverneur von Wilna j gemeine und besonders für das Kowno'sche Gouvernement alle prägen, welche sich an die „Jgnaticw scheu Gesetze" gUt gedenkend, erfülle die mir angenehme Pflicht, Sie zu knüpfen, dem Senat vorzulegen befohlen. Kein Kreischef Ihrem Rabbinats-Jubiläum zu beglückwünschen. Möge Ihnen sollees wagen, sie selbst zu entscheiden. — In ganz Podoljen vergönnt sein, noch viele Jahre zum Wohle der Menschheit ist am 13. d. ein Erlaß ergangen, alle jüdischen Gotteshäuser ,u erleben. Gouverneur Melnitzky. und Klausen zu schließen, für welche die Gemeinden keinen Schon Freitag den 14. 'November erschienen Deputirte staatlichen Besitztitel aufzuweisen vermögen.—Dem „Woschod" mehrerer russischer Grenzstädte mit Adressen und Geschenken schreibt man aus Batum: Die hiesige Polizei nahm Unter- UIIt> £Cr hiesigen russischen Gemeinde mit einer prächtigen schriften, von der jüd. Einwohner ausgeschlossen sind, die ein silbernen Menorah. Am folgenden Tage predigte Di-. Rülf, Handwerk betreiben, daß sie binnen 14 Tagen Batum ver-i auj Wunsch der Polen, in der polnischen Synagoge und lassen werden. Wieder hunderte jüd. Familien sind an den brachte durch seine bescheidenen Acußerungen über seine Be- Bettelstab gebracht. Am 7. Novbr. starb zu Berlin der strehungen einen tiefen Einduck hervor. Sonntag fand der jüd.-polnische Professor der Kupferstichkunst Heinrich Redlich, offizielle Festtag statt. Mittags 12 Uhr versammelten sich geboren 1840 in der kleinen Fabrikstadt Last (Gonv. Peiu bcr Wohnung des Jubilars die Vorstände und Repräsentrokow). Am 10. d. fand auf dem israelitischen Kirchhof zu tauten der hiesigen Synagogen-Gemeinde, der Vorstand der Weißensee das Leichenbegängniß statt. Einen Nekrolog des Polnischen Synagoge, der Vorstand der Gemeinde in Ruff, dahingeschiedencn Künstlers werde ich in nächster Nummer eine Deputation des Armen - Unterstützungs - Vereins, eine Moses Feinkind. Deputation des Handwerker-Vereins, Herr Rabbiner Dr. jw , Bamberger aus Königsberg und endlich Herr F. W. Siebcrt ' als Führer einer Deputation des Personals des „Memeler Bonn, 30. Nov. (Privatmitth.) Wir kommen noch ein- Dampfboots." Der Borstand der Polnischen Synagoge übermal auf die Montefiore-Feier in Amerika zurück. Es reichte dem Jubilar eine sehr schön gearbeitete Adresse und ist wahrhaft herzerfreuend, wie allgemein und eintrüchtlich ein äußerst werthvolles Geschenk, bestehend aus einem Kasten diese Feier in allen amerikanischen Gemeinden begangen mit silbernen Tischgeräthen. Hierauf ergriff Herr Dr. Fürst worden ist. Ob orthodox, reformistisch oder radical, ob Oft das Wort und richtete im Namen der Synagogen-Gemeinde oder West, Nord oder Süd, Alle vereinigten sich, der Boran den Jubilar etwa folgende Worte: sehung zu danken, daß das Leben dieses edlen Mannes so An Ihrem heutigen Ehrentage sehen Sie natürlich unter

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