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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1884-09-30 · Heft 40 (30.9.1884) · p. Seite 637

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
48 (1884)
Issue
Heft 40 (30.9.1884)
Date
1884-09-30
Page
Seite 637 (sequence 9)
Language
German
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637 Ancona findet sich im Theil S. 144b—148 die der bekannte Wanderprcdiger David Dispek, s. tt, :;*s Trauerrede auf R. Hiskia Raphael I. Asulai (st. 9. Schwat 275—277. Eine Trauerrede auf Rabbiner Jacob Cohn in 5586), welche hier fehlt. Von den vielen von Herrn vr. I. Frankfurt a. M. (st. Januar 1770) hielt Jakob Berlin, nicht angeführten Trauerreden erwähnen wir noch: Trauer-I zpv' V~-7 16a ff. und Moses Katzenellenbogen auf Anselm rede auf den am 14. Teweth 5460 jung verstorbenen Gerson Rothschild, Frankfurt 5611. Die Zahl der hebräischen Trauer- Chefez, Verf. des Reimwörterbuchs avr.n t, von Salomo und Gedächtnisreden ist eine sehr große, zu deren Biblio- Jesaia Niza in Venedig, am Ende des eben genannten Werkgraphie das hier angezeigte „Kontres", das ein Separatabchens S. 69b—72, die von R. Jakob Emden auf seinen druck aus der „Jubelschrift zum 90. Geburtstag des vr. Zunz" Vater Z'wi Hirsch Aschkenasi, welche u. d. Titel ist, einen schätzbaren Beitrag bildet. Herr vr. Jellinek beerst 1740 (Altona) gedruckt wurde. Die Trauerrede, welche ] absichtigt eine 2. Abtheilung, wahrscheinlich die Trauer- und H. Wideslaw auf den Berliner Rabbiner Hirschel gehalten! Gedächtnisreden in nichthebräischer Sprache, folgen zu lassen, hat, findet sich rr&'j 38 ff. Den Rabbinern: Arje In dieser Sammlung sind nur einige deutsche Leichen- und Löb, Verf. der Rechtsgutachten Schaagath Arje, Saul im > Gedächtnisreden des Herausgebers angeführt. Daß Moses Haag, Abraham Chelm in Hildesheim, Jacob Schameß in! Mendelssohn nicht den 4. Tebeth, sondern den 5. Schwat Frankfurt a. M., Jehuda Löb Raschwitz in Pilsen, Berusch! 5546 gestorben ist, wollen wir schließlich noch bemerken, in Groß-Glogau, allen zusammen hielt eine Gedächtnißrede' vr. Kayserling. \\<XC Deutschland. Berlin, 18. September. Die „Stat. Corr." daß sie sich die Aufgabe gestellt haben, die Macht und Einig- I kcit des Fortschrittsringes zu brechen. Kräftiger, wie Herr enthält Stöcker es gethan habe, könne kein Mensch reden, dies aber sei eine Art der Rede, wo die Kühnheit anfange, ihren ancine Personalstatistik der im Jahre 1882/83 in Preußische Zuchthäuser eingelieserten Verbrecher. Im genannten Jahre ständigen Namen zu verlieren und einem anderen Namen wurden 8693 Personen internirt, gegen 9168 im Vorjahre, Platz zu machen. (Lebhafter Beifall.) Ties machen wir nicht also eine Abnahme von 9,3"/». Ter Religion nach waren mit! Die Methode, sich in Schimpfereien zu ergehen, kennen unter den neu eingetretenen Zuchthausgefangenen 5141 Evanwir von vor drei Jahren. Wir haben unter unfern conscrgelische, 3417 Katholiken, 130 Juden und 5 Andersgläubige, vativen Gegnern sicherlich hochanständige Männer, cs ist aber Auf 100000 evangelische Einwohner kommen 29 neu interein seltsames Geschick, daß wir in Berlin sehr wenig davon nirte Zuchthausgefangene, im Vorjahre 32; auf 100 090 zu sehen bekommen. So viel Ueberhebung haben wir unter katholische Einwohner 37, im Vorjahre 41; auf 100 000 unfern Gegnern selbst vor drei Jahren noch nicht gehabt, jüdische 36, im Vorjahre 29. Die Juden zählen also im Herr Professor Wagner hat sich selbst dazu aufgeschwungen, genannten Jahre mehr als im vorigen, und während sic im! Herrn Profeffor Virchow der Lächerlichkeit preiszugeben und Vorjahre nach Berhältniß der Bevölkerung die geringste Zahl zu behaupten, daß Alle diejenigen, die Deutschlands Ehre hatten, kamen sie in diesem Jahre fast den Katholischen nahe, und Größe wünschen, für Stöcker stimmen müßten. (Heiter- Man kann aus dieser Erscheinung also keine allgemeine Folkeit.) Man scheint zu glauben, daß man in Berlin ernstgerung ziehen, da bei einem so geringen Zeiträume, wie 1! haften Männern derartige Phantasien vormalen kann, im Aus- Jahr, die Zufälligkeiten zur Herstellung des Resultates bedeu-! lande würde man keinen Augenblick darüber im Zweifel sein, tend beitragen.!wen, wenn man zwischen Stöcker und Birchow die Wahl hat, — Auch im dritten Reichstagswahlkreise Berlins hat! man zur Ehre Deutschlands und zum Ruhme Berlins zu wählen die Wahlbewegung begonnen und die deutschfreisinnige Partei' hat." (Lebhafter Beifall.) hat gestern Abend eine große Wählerversammlung gehalten,! Schließlich wurde Herr Munckel von der Versammlung in welcher Rechtsanwalt Munckel in einem längeren Vortrage! einstimmig zum Candidaten gewählt, sprach. Es war natürlich, daß der Redner auf die absonder-! — Stöcker scheint an Prof. Wagner doch nicht Stütze liche Weise, mit welcher Stöcker und Wagner in ihren Re-! genug zu haben, und so ist vr. Henrici zu seiner Hülfe mieden ihre Gegner bekämpfen, einige Streiflichter warf. Er sagte unter anderem: „Aus der Art und Weise, wie die Herren in den beiden Wahlkreisen ihre Thätigkeit begonnen haben, gehe hervor, der aus der Vergessenheit aufgetaucht. Er redete eine Rede in einer conservativen Versammlung, und erwies sofort wieder jene Eleganz, jenen Geschmack und Witz, wegen derer er so oft bewundert worden. Er nannte u. A. den „Freisinn 40

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