Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 48 (1884)
- Issue
- Heft 37 (9.9.1884)
- Date
- 1884-09-09
- Page
- Seite 587 (sequence 7)
- Language
- German
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'587 gesellt werden, um so vollständig den materiellen Zustand des religiösen Sinnes, der religiösen Begeisterung, des relides Menschen zu zeichnen. Gerade weil aber Sünd- und giösen Bedürfnisses erklärt werden kann. Aber im großen Schuldopfer es speciell nur mit dem Nephesch, als der rein Ganzen und sobald wir den Blick vom Einzelnen auf die animalischen Natur, zu thun hatten, mußte die vegetabilische Allgemeinheit richten, glauben wir diese Klagen über den Zugabe bei diesen fehlen. Und indem das Opfer seinem eigentreligiösen Jndifferentismus der Juden ungerecht und ungelichen Inhalte nach, nur das Aufgehen des materiellen ' rechtfertigt. Wir wollen hier nicht einmal auf das hochan- Lebens in das Unsichtbare forderte, konnte von der vegetabizuschlagende, aber an sich negative Moment, auf die außerlischen Zuthat nur eine Handvoll mit im Feuer aufgehen,! ordentliche Widerstandskraft uns berufen, welche die Masten als Repräsentant des Ganzen, welches dem Priester ver-! des jüdischen Stammes in den östlichen Staaten Europas blieb. — So stellt sich uns der mosaische Opfercultus als jetzt wieder den drückendsten und heftigsten Verfolungen entein integrirender Theil der ganzen Offenbarung hin. Wurgegenstellen und diese zu Märtyrern ihrer Religion zu Tänzelnd auf der Anschauung des damaligen Menschen, in den! senden und Hunderttausenden macht. Wir sehen heute viel- Bedingnisten seiner Gottesverehrung» wird er zu der äußern mehr auf eine positive Seite, die sich uns durch einen Blick Darstellung des Inhalts der Offenbarung: die Bermitteauf Andere so recht bemerklich macht, lung des Menschen zu Gott. Das heilige Zelt ist die! Wir lesen in der „Magdeburgischen Zeitung" vom 21. Offenbarungsstätte Gottes, der Altar die Bermittelungsstatte Aug. einen Artikel: „Die evangelischen Deutschen im Reichsdes Menschen, der Priester die Aussührung des göttlichenI lande." Nun, Niemand, wes Glaubens und Standes er ist, Rechts, das Opfer die Heiligung des Menschen. Heiligthum! hält sich für nicht berechtigt, einen kritischen Blick auf Juden- und Priester, Altar und Opfer bilden zusammen ein konsethum und Juden zu werfen, selbst wenn er die Gelegenheit quentes Ganze, desten Inhalt und Zweck: die Heiligung, die! dazu mit den Haaren herbeiziehen muß. Man wird es uns Heranführung des Menschen zu Gott ist. Werfen wir, tiefer daher nicht verargen dürfen, wenn wir auch einmal auf Andere erhabenen Institution gegenüber, einen Blick auf die Opferungen der anderen Völker, so fallen uns die Zusammenhanglosigkeit, der Mangel an einiger Idee, der Aberglauben und der Jrrthum bald in die Augen, welche diese charakterisiren. Der maßlosen Berschiedenartigkeit der heidnischen Opfer in Material und Form steht die Einfachheit der vier Thierarten und vier Opferformen des mos. Cultus gegenüber; den unzähligen Allegorien, wie sie namentlich in den ostasiatischen Opfern erkünstelt waren, die einfache, göttliche Idee des mos. Cultus; Menschenopfer, die in Borderasien eine so große Rolle spielen, sind ihm ein Gräuel; die Weistagungen aus und die bei ihnen obwaltenden Zustände ausschauen. Fm beregten Artikel der „M. Z." wird ein Schmerzensruf über die kirchlichen Berhältniffe der Protestanten in Elsaß-Lothringen, namentlich im Kreise Diedenhofen, der äußersten Nordwestseite von Lothringen ausgestoßen. Es ist dies nicht bloß ein Zeitungsartikel, sondern stützt sich auf eine Schrift des Militär-Pfarrers Carstadt in Diedenhofen, der zu diesem Zwecke eine Reise durch den Kreis gemacht. Er sindet „Hunderte von gänzlich verlassenen Evangelischen, um die sich kein Kirchenregiment, kein Pfarrer, kein Lehrer bisher gekümmert hat." Ohne in das Einzelne einzugehen ergiebt sich, daß 1771 Evangelische in zerstreuten den Eingeweiden der Opferthiere, wie von Hinterindien bis Gruppen leben, mitten in einer katholischen Bevölkerung, und nach Rom es insonders die Leber war, aus der man den Willen der Gottheit zu erfahren glaubte, in jeder Beziehung entfernt; von allem, was an das Magische streifte, keine Spur. Nichts sollte das Opfer sein, als das äußere symbolische Mittel, den Menschen zu Gott zu führen, und in ihm das Bewußtsein der Heiligung zu wecken und zu nähren.- Ern Llick aus uns und auf Ändere. Nichts häufiger als Klagen über den religiösen Judifferentismus bei den Juden zu begegnen. Wir haben nun! ein' diese 1771 Protestanten haben „keinen evangelischen Geistlichen, keine evangelische Kirche, keinen evangelischen Lehrer, keine evangelische Schule." Selbst in Diedenhofen hat der evangelische Theil der Garnison nur einen Saal der Mairie zum Gottesdienste, an welchem dann einige Protestanten aus der Umgegend im engbegrenzten Raume theilnehmen — und doch wohnen in der Stadt Diedenhofen 657 Evangelische also 10 Proz. der Einwohnerschaft. Der Artikel klagt: „Den Katholiken werden prächtige Kirchen gebaut, selbst von Privatleuten, aber um die Protestanten kümmert sich ausreichend kein evangelisches Kirchenregiment, keine Synode, kein Ver- — In der That, um die Juden kümmert sich kein durchaus nicht die Absicht, das Vorhandensein desselben wegleugnen zu wollen. In der That giebt es unter unseren Glaubensgenossen gewisse Schichten, in welchen die Religionslosigkeit in bedauernswerthem Maße überhand genommen. Kirchenregiment und kein Konsistorium; man baut ihnen aus Staatsmitteln keine Synagoge, und unterhält ihnen keinen Geistlichen und keinen Lehrer. Und nun gehe man von der Ostküste Sibiriens und Südafrikas bis zur Westküste von Auch giebt es ja Gründe genug, aus welchen die Abnahme Amerika, Neuseeland und Australien, ob man die kleinsten