Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 48 (1884)
- Issue
- Heft 30 (22.7.1884)
- Date
- 1884-07-22
- Page
- Seite 473 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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w 473 größten Raum ein. Die Verhandlungen über die reiche' richtig sein wollten, unter ihrem eigenen Titelblatt das Wort Tagesordnung bieten über die Gegenstände derselben vielfach! „schacherjüdisch" als Characteristicum anbringen, da ein geintereffante Gesichtspunkte und bezeugen allseitig den Eifer, wisier Umschlag, eine Umkehr, die sich auf Grund einer der die Mitglieder beseelt, ein Eifer, drr in seiner Verbin- Ueberzeugung nicht definiren läßt, das Motiv gar zu deutdung mit Einsicht und Erfahrung aufs Wohlthuendste wirkt, lich erkennen läßt. Den Bericht, den wir seiner Zeit in dieser Zeit, gegeben, Leipzig, 8. Juli. (Berichtigung.) Die Correspondenz in wollen wir nur durch einen Ueberblick über das sehr günstige Nr. 25 der Allg. Ztg. d. Judenth., in welcher der Bericht finanzielle Gebühren des Bundes vervollständigen. Der der hiesigen israelitischen Religionsgemeinde für das Jahr Rechnungsbericht befaßt die Zeit vom 1. April 1883 bis zum 1883 besprochen wird, enthält bezüglich der Religionsschule 1. April 1884. Was bei den Einnahmen angenehm aufmehrere Jncorrektheiten, die einer Berichtigung bedürfen, fällt, ist, daß der Bund jetzt so viele „außerordentliche Mit-^ Dem Gemeindebericht lag zwar der Lectionsaber nicht glieder" (d. i. zahlender Individuen) zählt, daß deren Bei-! der Lehrplan bei, ein Umstand, der vielleicht den Corresponträge (Mark 2447) schon mehr als die Hälfte der Beiträge j dcnten zu den von ihm ausgesprochenen irrigen Ansichten von Gemeinden (M. 4516) beträgt. Die Bilanz der Ein- | über die Leistungen der hiesigen wohlorganisirten Religionsnahmen und Ausgaben betrug Mark 27591, mit einem schule verleitet haben mag.') Saldo von M. 2604 und einschließlich angekauster Effekten Wenn derselbe meint, daß die eigentliche Religionslehre Mark 14694. Das Gesammtvermögen des Bundes betrug kein Lehrobjekt bildet, so befindet er sich in einem Jrrthum, am 1. April M. 53198. Vermehren sich somit sichtbar die da dieser wichtige Gegenstand zwar nicht in sogenannter Mittel des Bundes, so vermag derselbe auch seine Wirksam-! systematischer Form2), wohl aber in Verbindung mit der keit immer mehr auszudehnen und namentlich durch Unter-; biblischen Geschichte gelehrt wird, d. h. bei jeder nur geeignet stützung bedürftiger und Heranbildung junger Lehrer den; scheinenden Stelle werden die religiösen Lehren und Gebote, segensreichsten Einfluß auf die Entwickelung der Intelligenz die Sitten- und Moral-Gesetze zum vollen Verständniß der und des religiösen Sinnes bei unseren Glaubensgenossen im! Schüler gebracht^). Daß hierbei „die Lehre von den Festen deutschen Reiche zu üben. Urlt so mehr ist es zu bedauern,; und deren Bedeutung", welche der Herr Berichterstatter seltdaß die Zahl der Gemeinden, welche dem Bunde sich an-! samer Weise in das Gebiet der Liturgie verlegtihre volle schließen, wenig wächst. Neuerdings traten vier Gemeinden! Beachtung finden, ist selbstverständlich. Außerdem wird aber bei, unter welchen Tilsit eine größere ist, dagegen zwei! noch vor dem jedesmaligen Eintritt eines Festes dessen Be- (Braunsberg und Schminheim) aus. Man sieht, daß der? deutung in eingehender Weise und nach allen Seiten hin Gemeinsinn für höhere jüdische Zwecke noch immer nicht die! erklärt und den Schülern zu eigen gemacht. Auch läßt sich wünschenswerthe Krästignng erlangt hat. Den Schluß der! aus Schulprogrammen Nachweisen, daß die nachbiblische Ge- Nummer bildet „Erbauliches" von Dr. S. Krysteller, met-! schichte, im Gegensätze zu der Behauptung in beregter Correrischer Uecersetzungen Bibel- und Talmudstellen. Berlin, 11. Juli. (Privatmitth.) Es ist dem Leser spondenz, gelehrt wird; dies geschieht allerdings nur in solchen Jahrgängen, in welchen reifere Schüler hierzu vorhanden Wohl hinlänglich bekannt, welchen Unwillen in gewissen sind. — Kreisen die Rede hervorgerufen hat, welche der Abgeordnete > Was aber den Unterzeichneten am meisten überrascht hat, Dr. Ludwig Bamberger gegen die Forderung von Sub-!ist, daß der Correspondent auch das übersehen hat, was deutventionen für neue Dampferlinien gehalten hat. Ohne irgend > lich auf dem Lectionsplan angegeben ist und zwar ist es der ein Urtheil über diese Rede abgeben zu wollen, scheint es j seit zehn Jahren mit ganz besonderer Liebe gepflegte Unteruns doch, als ob sie von großer Bedeutung sein mußte, da richtsgestand „Liturgie und liturgischer Chorgesang", wobei sie von einem großen Theile der Tagespresse mit einer; das Bestreben, unsere Jugend mit dem Cultus völlig verunerhörten Wuth angegriffen wurde. Wir wollen hier nur! traut zu machen, die Hauptsache ist, ein Streben, das sich bemerken, welche niedrige Mittel man anwandte, um den in demselben Gemeindebericht (S. 5) der besonderen Beach- Redner und seine Rede herabzuwürdigen. Tic „Preuß. Jahrbücher" gingen darin mit edlem Beispiele voran. Sie erklärten die Rede für „schacherjüdisch" und fügten eine Definition dieses Wortes hinzu, die wir hier nicht wiederzugeben brauchen. Das war ein Fund, den sich eine große Anzahl Blätter nicht entgehen ließen und den sie mit Glanz auszubeuten strebten. Nun könnte aber ein nicht geringer Theil der Tagesblätter, der großen wie der kleinen, wenn sie auftung seitens des Vorstandes zu erfreuen hat. Diese litur- 1) Und wonach soll man denn urtheilen. wenn nicht nach dem offiziellen Lectionsplan? Corresp. von Nr. 25. 2) Ta gesteht ja die ..Berichtigung" selbst;u. was wir gerügt haben, wo steckt also der Jrrthum? Corresp. 3) „Zum vollen Verständniß". das ist es. wa; wir durchaus bezweifeln, da bei dieser Methode alle Vorstellungen nur ein p«le-m«\e bleiben. Corresp. 4) Das versteht man auch unter dem Gesammtwort „Liturgie". Corresp.