Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 48 (1884)
- Issue
- Heft 22 (27.5.1884)
- Date
- 1884-05-27
- Page
- Seite 349 (sequence 9)
- Language
- German
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349 erste Trauung eines solchen Konvertiten statt. Es ist dies» Bonn, 18. Mai. (Notizen.) Am 11. d.wurde in P arider in den Budapester Werkstätten der ungarischen Staats-unter großer Theilnahme der rühmlich bekannte Hebraist bahnen beschäftigte, einer achtbaren hiesigen katholischen Baer Goldberg, verstorben im 85. Lebensjahre, bestattet. Familie entstammende taubstumme Maschinenschlosser Franz,! In Polen geboren, bewohnte er Paris seit vielen Jahren, nunmehr Franz Jakob Wagner, welcher, nachdem er am 13. j (Seine meisten Schriften sind jedoch in Königsberg und April in Wien nach aller Form Rechtens zum Judenthum > Berlin erschienen. So seine „Chronologischen Tafeln" seine übergetreten ist, mit der gleichfalls taubstummen Näherin! Kalenderkunde der Israeliten", Berlin, 1842. 1844, seine Fanny Schulhof aus Ofen das Ehebündniß einging. Ober-^ Ausgabe des Iesod Olam von Jisraeli aus Toledo, Berlin rabbiner Dr. Spitzer vollzog die Trauung, indem er die ge-! 1848 und sein Hauptwerk 2^r.ouo t?srt, eine Sammlung ver» bräuchliche hebräische Benediktion in lateinischen Lettern auf-! schiedener alter, aus seltenen Handschriften entlehnter Aufsätze schrieb und dieselbe vom Bräutigam, so gut besten Mangel-!von Raschi, Scherira u. s. w. Berlin 1845.) Haftes Sprechorgan es eben vermochte, ablesen ließ. In allernächster Zeit schon wird — ob hier oder in Wien, das ist noch nicht entschieden — ein zweites ähnliches Ehe- Bonn, 11. Mai.. (Literarische Notizen.) In Prag erscheinen jährlich zwei „Jllustrirte israelitische Volkskalender". Des einen von Jakob Brandeis haben wir bereits er- Frankreich. bündniß geschlossen werden. Ein Jude, ein hierher zu-> wähnt. Der zweite von Jakob W. Pascheles ist für das ständiger, in Neu-Gradiska ansässiger Arzt, heirathet die! Jahr 5645 ebenfalls erschienen und unterscheidet er sich von zum Judenthum übergetretene Tochter eines dortigen höheren dem anderen nur durch den verschiedenen Inhalt der ange- Militärs. fügten „Gallerie von jüdischen Denkwürdigkeiten". Eine j historische Skizze „die Juden in Böhmen" von G. Klemperer I stellt in einem ersten Artikel die interessanten Nachrichten von Paris, im Mai. Man klagt hier, daß seit mehreren'der ältesten Zeit bis zum Beginn des 15. Jahrhunderts zu- Jahren von der israel. Gemeinde kein Rechenschaftsbericht über' sammen. Hierauf folgen „Prager Ghettogeschichten" von die finanzielle Lage derselben veröffentlicht worden, wozu sie;Bernard Auerbach und allerhand Notizen. — Das Aprilum so mehr verpflichtet wäre, als für die Anleihe für den! Heft der von W. Bacher und I. Banoczi herausgegebenen Bau der Tempel seit langer Zeit keine Zinsen bezahlt werden.! Ungarisch-Jüdischen Revue enthält folgende Beiträge: A. Jedenfalls müßten die Inhaber der Obligationen vom je-iAstruc, Der Ursprung und die geschichtlichen Ursachen des weiligen Stand der Dinge und von den Ursachen dieses! Antisemitismus. I. — M. Güdemann, Die Juden Italiens Ausfalls der Zinszahlung unterrichtet werden. — Ein Borim 13. Jahrhundert. (Schluß.) — M. Kayserling, Jüdische gang in der letzten Zeit hat Aufsehen und Unzufriedenheit! Grabschristen (über das Werk von Henriquez de Castro: Auswahl geweckt. Die sehr bekannte Operettensängerin Judic, Katho-i von Grabsteinen rc.). — I. Steinherz, Ein Talmudjude. — likin, hat einen Israeliten zum Ehemann und die beiden! Metrische Uebersetzung aus dem Hohenliede. — I. Gold- Kinder aus dieser Ehe, ein Knabe und ein Mädchen, werden! ziher. Ein volksthümliches literarische» Unternehmen. — zu Israeliten erzogen. Der Mann verstarb und wurde in M. Szalardi, Die Populationsverhältnisse der Hauptstadt israelitischer Weise begraben, jedoch nach dem Wunsche der nach Confessionen. — D. Kaufmann, Die Goldschmiede- Frau Judic in ihrer Familiengruft auf dem katholischen ausstellung. — Russische Briefe. I. — S. Maybaum, Kirchhof von Montmartre. Dem Begräbniß wohnte der Rabbinerversammlung in Berlin. — M. Karman, Principien mit dem derartigen religiösen Dienste beauftragte Rabbiner und System des Religionsunterrichtes. I. — Ein Brief Raphael L«vy und das Synagogenchor bei und wurden Arany's an die Pester isr. Gemeinde (aus dem Jahre 1866). alle rituellen Gebete und Gesänge rituell vollzogen. Man — Verschiedenes. — Ter Stadt- und Conferenz-Rabbiner hat dies nun von vielen Seiten verübelt, weil diese israeli- Dr. Adolf Schwarz in Karlsruhe hat seinen Sabbathtischen Ceremonien in einem Raume stattgefunden, welcher predigten jetzt einen Band von Festpredigten für die Hauptdem katholischen Ritus geweiht und mit den Emblemen der feiertage des Jahres (Karlsruhe, Bielefeld 1884) folgen lassen, katholischen Kirche reichlich versehen ist. Man meint, daß nämlich für Neujahrsfest, Bersöhnungstag, Laubhütten- und der Rabbiner und die übrigen Funktionaire den Sarg bis Schlußfest, Ueberschreitungsfest und Wochenfest. Alles Rühmzum Eingang des katholischen Kirchhofs hätten begleiten und liche, das wir von den Sabbathpredigten des Verf. hinsichtlich hier die Gebete und Gesänge vollziehen sollen, nicht aber des Inhalts und der Form in unseren früheren Referaten im Inneren des Kirchhofes und in der Mitte der katholischen zu sagen Beranlaffung hatten, gilt auch für diese Festpredigten, Embleme. Wahrscheinlich wird in Zukunst, wenn ein solcher die durch Sinnigkeit der Gedanken, Klarheit und Gemüthlich- Fall sich wiederholen sollte, die eben angegebene Weise befeit des Ausdrucks sich auszeichnen. — Herr B. Hause, der vbachtet werden. sich schon früher durch belletristische Arbeiten aus dem jü-