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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1884-04-08 · Heft 15 (8.4.1884) · p. Seite 235

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
48 (1884)
Issue
Heft 15 (8.4.1884)
Date
1884-04-08
Page
Seite 235 (sequence 7)
Language
German
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235 darzulegen, daß alle erforderlichen Präventiv- und Repressivmaßregeln seitens der betreffenden Behörden getroffen worden seien. Dem gegenüber sei an ein, seitens des Ministers des Innern vor ungefähr zwei Jahren in Folge in einzelnen Provinzialstädten vorgekommener „ Störungen der öffentlichen Ordnung und gegen die jüdischen Einwohner gerichteter Excesse" erlaffenes Rescript erinnert, durch welches die Oberpräfidenten bezw. Regierungspräsidenten die Weisung erhielten, „die Ortspolizeibehörden und executiven Organe der Sichertig 56 Waisen. Im verfloffenen Jahre wurden 12 Waisen ausgenommen, 4 Zöglinge entlassen. Das Waisenhaus hatte im verfloffenen Jahre die Ehre, sowohl vom Cultusminister Herrn v. Goßler als auch vom Minister des Innern Herrn von Puttkammer und dem Oberpräsidenten Herrn v. Hagemeister besucht zu werden. Ter erstere kam ganz unerwartet; aber alle diese hochgestellten Männer sprachen sich sehr befriedigt mit den Einrichtungen des Hauses und mit der Beschaffenheit der Zöglinge aus. Die Einnahmen gestalteten heitspolizei zu veranlaffen, mit vollstem Nachdruck und mit! sich recht günstig, namentlich auch durch fortgesetzte Einkäufe allen zu Gebote stehenden gesetzlichen Mitteln dafür Sorge! für Jahrzeiten, die bereits die Zahl von 575 erreicht haben, zu tragen, daß einer Wiederholung derartiger Exceffe und! Die Einnahme belief sich auf M. 35,151 (wovon für „geerneuten Versuchen von solchen mit größter Energie entgegen-! stiftete Jahrzeiten M. 13,200), die Ausgabe aus M. 32,966 getreten werden kann." „Als zweckmäßig", heißt es in dem! (worunter für angekauste Werthpapiere M. 7000.) Das Ber- Erlaß, „haben sich in derartigen Fällen die Publikationen der j mögen der Anstalt beträgt jetzt M. 142,853 ohne das Genus dem Landfriedens bruch sowie auf die hierbei in Frage ^bäude. Mag es dem Curatorium und der Vorsteherin verkommenden Verbrechen und Vergehen gegen die öffentliche i gönnt sein, im Laufe der Zeit stets so günstige Berichte er- Ordnung bezüglichen strafrechtlichen Bestimmungen in allen statten zu können und die Wohlthätigkeit der Menschenfreunde Orten, in welchen Unruhen zu befürchten sind, erwiesen." Nun, kommt man dem ministeriellen Rescripte nach? Neustcttin, den 28. März. Dem Deutschen Tageblatt zufolge haben die Behörden in Neustettin den Minister des Jnnnern ersucht, das Militärcommando vorläufig noch dort zu lassen. Neustettin, 30. März. Man schreibt der „Boss. Ztg.": „Der Abg. Stöcker hat bei Besprechung der Interpellation Zelle, die Neustettiner Vorgänge betreffend, behauptet: „Im sich zu erhalten, da ohne dies, bei noch ungenügender Fundirung, die segensreich wirkende Anstalt sich nicht erhalten könnte. Wolfenbüttel, im März. (Privatmitth.) Der diesjährige Bericht der hiesigen Samsonschule für das Schuljahr 1883/84 enthält eine „Gedächtnisrede zu Ehren des verewigten langjährigen Direktors vr. Philipp Ehrenberg", welche der jetzige Direktor, Herr Or. Moritz Rosen stock am 18. März 1883 gehalten und die in beredter Weise das Andenken des verdienten Schulmannes würdigt. Der gegen- Borstande der Neustettiner Synagogengemeinde säßen bestrafte, bärtige Direktor hat diese wohlthätige Anstalt, welche jetzt Subjecte". Aus zuverlässigster Quelle erfahre ich, daß vom Vorstande — 3 Personen gehören dazu — der Vorsitzende, Herr Löwe, nie bestraft und seit 24 Jahren in der Gemeindeverwaltung thätig ist. Herr Freundlich wohnt seit 22 Jahren in Neustettin und hat sich während dieser Zeit nie etwas zu Schulden kommen lassen. Es ist auch nie bekannt geworden, daß er vor dieser Zeit eine Strafe erlitten hat. Das dritte Mitglied des Vorstandes, Herr Rosenberg, ist vor 6 Jahren zu einer Geldstrafe, die aber durchaus nichts Ehrverletzendes an sich hatte, verurtheilt worden." Also abermals eine Verleumdung, die dem Hofprediger Stöckerübel bekommen würde, wenn er nicht von der Immunität des Abgeordneten, der auf der Tribüne sagen kann was 9l Zöglinge zählt, auf die Höhe der Zeit zu bringen verstanden und ein Blick in den Schulplan, den Umfang und die Vertheilung des Lehrstoffes verschafft eine besondere Befriedigung. Oesterreich-Ungarn. Pest, 25. März. Die herannahenden Wahlen veranlaßten auch die „Landes - Antisemitenpartei" ein „Manifest" an die „Wahlbürger Ungarns" zu richten und dieses ist heute erschienen und versendet worden. Unterfertigt ist dasselbe von den bekannten Mitgliedern der Antisemitenpartei, die sechs zählt: Viktor Jstoczy, Geza Onody, Franz Rath, Georg Szell, Ivan Simonyi und Andor Vadnay und den „Auser will, geschützt wäre. Ein großes Uebel ist, daß aus solche1 schußmitgliedern aus der Provinz", einer Anzahl ganz nnbc- Weise die parlamentarische Rednerbühne immer mehr injannter Menschen. Was den Inhalt dieses „Manifestes" bc- Mißachtung gezogen wird, und dies ist ein großer nationaler! trifft, so bewegt sich dasselbe auf dem von Jstoczy und Kon- Schaden! i sorten breit getretenen Geleise: es beginnt mit den Juden Paderborn, im März. iPriuatmitth.i Dihiesige > und hört mit den Juden auf. er will di- Macht der Juden „Israelitische Waifen-Erziehungs-Anftalt" hat ihren 24.Jahres-! brechen und dem jüdische» Einflussaus allen G-bt-t-n des bericht über das 27. Jahr ihres B-st-h°uS ausgegebeu. Di- > p°liti,chen L-b-us -,n Gegengewicht b,-te». In den uachsi-» Anstalt, dimit zwei Waise» angefaugen, befaßt gegeuwar-l Z-«-» «4°» wird aber erklärt, daß d,° Parte: k-„,° pol,che

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