Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 48 (1884)
- Issue
- Heft 11 (11.3.1884)
- Date
- 1884-03-11
- Page
- Seite 167 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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167_ wenn sie, das Ergebniß eines rastlosen, ja erstaunlichen 1 erhalten das erste Heft einer Monatsschrift: tts aus Sammler- und Forscherfleißes, nicht allgemein bekannt und Jerusalem (Ben-Jehuda L Leon Schwarz), welche sich vorgewürdigt würde. Mit seltener Kenntniß und noch seltenerem! zugsweise mit den jüdischen Kolonieen in Palästina beschäf- Verständnisse der Personen und Zustände, mit welchen er sich , tigt, die allmählich heranwachsen und sich in ihren Zuständen eingehend beschäftigt, hat Landsbuth auch die allgemeine kul-!zu heben beginnen, so Pi:s rx-, y-.scso, y,s:r~. In turgeschichtliche Seite seines Gegenstandes mit emsigem Bejüngster Zeit sind Grundstücke am See Merom gekauft wormühen hervorgehoben und dadurch ein neues Moment für die Nothwendigkeit der Uebersetzung selbst geliefert. Was Archive nicht geben und geben können, was eben nur besonders gekannt und aufgefaßt sein will, hat der Verfasser aus seinen überaus reichen Sammlungen mit größtem Eifer und schärfster Kritik wahrheitsgetreu Zusammengestellt und damit auch ein Zeitbild geliefert, das, wenn es nur zu allgemeinem Verständnisse gebracht ist, sicher über den engen Kreis, in welchen es jetzt gebannt worden, hinaus Aufmerksamkeit, Theilnahme und Beachtung finden und sich den gebührenden den, um eine Niederlassung zu gründen. „Recitation und Gesänge, Lob- und Danklieder zum Vortrage am ersten und zweiten Abende des Ueberschreitungsfestes. Die Urmelodien sind nach der Reihenfolge unserer Hagadah revidirt, arrangirt und theilweise mehrstimmig harmonisirt mit Hinzusügung neuer Gesänge von 'Adolph Schönfeld, Cantor der Brüder-Gemeinde zu Posen." (Selbstverlag.) Der Vers, begleitet die ganze Scder-Ceremonic mit Gesängen an allen passenden Stellen, meistens die alten Melodien in kunstgerechter Fasiung, theils eigene Composition. Platz sichern wird. Es kann nicht Zweck dieser Zeilen sein, Er hat dies gemüthvoll und geschickt durchgeführt und wird bemerkt der Referent, Auszüge aus dem Werke zu bringen, wir das Heft Familien, in welchen der Gesang heimisch ist, willwollen nur, um einen Hinweis zu geben, aus einige Einzelkommen sein. heiten aufmerksam machen. So erfahren wir, daß zu Anfang des 1s. Jahrhunderts der damalige Berliner Oberland¬ Bonn, 20. Febr. Wir haben in früheren Jahrgängen dieser Zeitung ausführliche Berichte über die alten jüdischen rabbiner Michael Levy den Beinamen des Ascetisch-Frommen? Katakomben in Rom gegeben. Neuerdings wird aus Rom führte und als Kabbalist galt. Dieses Oberrabbinen Sohn, Vornamens Liepmann, ging mit zwei jungen Söhnen zum Katholicismus über, wurde Prosesior der orientalischen Sprache an der Universität Wien und hieß als solcher Aloys Wienner, ward später geadelt als Ritter von Sonnenfels. Im Jahre 1747 ließ er ein Buch erscheinen „Splendor lucis oder Glantz des Lichts. Enthaltend eine kurtze physicokabbalistische Auslegung des größten Naturgeheimnisses, insgemein lapis philosophorum genannt. Aus dem Hebräischen Grundtext der Heiligen Schrift gezogen. In Hebräisch- und Deutscher Sprache gleichlautend herausgegeben ab Aloysio "Wienner nobile a Sonnenfels" :c. Der Sohn dieses Aloys, also ein Enkel Michael Levy's, war der bekannte Schriftsteller Josef v. Sonnenfels, geb. 1733 in Nikolsburg und gestorben berichtet: Man hat vor der Porta Maggiore einen alten jüdischen Begräbnißplatz (als Katakomben) gefunden. Tie unterirdischen Räume sind einigermaßen ausgedehnt und besitzen mehrere Galerien und Grabgemächer. Zahlreiche jüdische Inschriften sind mit rother Farbe aus dem weißen Stuck, womit die Wände überzogen sind, aufgetragen; als Symbol figurirt vor Allem der siebenarmige Leuchter und die Formel Schalom, in hebräischen Buchstaben geschrieben. Häufig liest man die Worte: ln paee dormitio ejus, cr ruht in Frieden. — Es ist in diesem Blatte vor einiger Zeit Klage darüber geführt worden, daß wir noch kein Lesebuch für jüdische Schulen nach der neuen Rechtschreibung hätten, während die Regierung mit Recht darauf dringt, daß auch in den jüdischen Schulen dieser Forderung Genüge geleistet werde. Die Bucham 26. April 1817, nachdem ihn Kaiser Franz 1797 zum l Handlung G. D. Bädeker in Essen macht nun bekannt, daß Reichsfreiherrn gemacht und Kaiser Josef II. ihm seine be-! sie von den „Hästers-Richterschen Deutschem Lesebuch", welchem sondere Gunst zugewandt hatte. i die ministerielle Genehmigung zu Theil geworden, eine beson- Bon einem anderen Oberlandrabbiner David Frankel,! dere Ausgabe für „israelitische Schulen, bearbeitet von Hauptdurch den Moses Mendelssohn nach Berlin kam, wird unsichrer M. Blumenseld, sowohl für die Mitten als auch berichtet, daß er nach der Rückkunft Friedrichs des Großen? für die Oberklassen" hat erscheinen lassen. Dieses Lesebuch aus dem zweiten schlesischen Kriege ein großes Danksest in; schließt sich an die ebenfalls für israelitische Schulen bearder Synagoge veranstaltet und dazu ein eigenes Lob- und beitete Hästers'sche Fibel an. Hiermit wäre einem dringen- Danklied in hebräischer Sprache versaßt, das 16 Sedezseiten den Bedürfniß abzeholfen. — Professor Hüll, der sich vor einnimmt und auch mit deutscher Uebersetzung versehen worj Kurzem im Aufträge des Palästina-Erforschungsvereins nach den ist. Man sieht hier auf's Neue, daß schon vor dem Palästina begeben, um Material für eine geologische Karte Auftreten Mendelssohns moderne Bildung und Gesittung des heiligen Landes zu sammeln, ist mit interessanten Erunter den damaligen Juden Berlins geherrscht und Mendelsgebnissen seiner Forschungen nach England zurückgekehrt. Er sohn gerade hier die geeigneten Lehrer gesunden hat. — Wir hat ermittelt, daß zur Zeit des Auszuges der Kinder Israels