Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 48 (1884)
- Issue
- Heft 1 (1.1.1884)
- Date
- 1884-01-01
- Page
- Seite 6 (sequence 6)
- Language
- German
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6 alle bürgerlichen Rechte einzuräumen, aber seine Berheiramag „staatsmännisch" sein, richtig ist es nicht. Denn einerthung zu beschränken. Die Eigenthümlichkeiten der Juden seits sind die Eroberungen nur dadurch gemacht worden, daß seien aus der gegen sie geübten Pression hervorgegangen und ein großer Theil der Gotteslehre nach dem Geiste der Völker diese müsse daher ein Ende nehmen und die Rechtsgleichheit modisizirt und anders gestaltet worden, als es selbst der kein leeres Wort bleiben; damit würde auch die antisemitische! Stifter des Christenthums beabsichtigte; andererseits kommt Bewegung ihr Ende nehmen. Er sagt: „Bon der Wirkung,; es auf die inneren geistigen Eroberungen an, die nicht an welche die Ereignisse der letzten anderthalb Jahre auf das! die Zahl und die zeitweilige Herrschaft gebunden sind. Die Ausland gehabt, kann sich nur Der einen Begriff machen, Zahl der griechischen Philosophen z. B. war nur eine verhältder mit dem Ausland viel verkehrt. Jene Ereignisse haben nißmäßig geringe und doch hat die griechische Philosophie auf sowohl in geistiger wie in materieller Beziehung uns im Aus-; das ganze Mittelalter, das arabische und das christliche, und lande Ungeheuern Schaden verursacht. Ich füge hinzu, daß! bis in die Neuzeit einen großen Einfluß geübt und die moder materielle Schaden heute noch gar nicht konstatirt wer-! derne Welt mußte an sie und an die griechische Wiffenschaft den kann. Das Ausland kann unsere Verhältnisse nicht! wieder anknüpfen. um aus der Barbarei und Unwissenheit kennen, es ist nicht orientirt darüber, welch' geringer Theil, j herauszukommen. Der Geist des Judenthums hat große besonders welch' geringer Theil der Nation vom Gesichtsj Eroberungen gemacht und ist noch heute befähigt sie zu machen, punkte des geistigen Werthes jener ist, der an dieser Bej ohne seine spezifischen Bekenner zu vermehren. Ministerpräwegung theilgenommen hat, und das Ausland kann nicht1 sident macht darauf aufmerkam, daß die Vorlage schon im wiffen, daß in Ungarn auf einen Antisemiten zehntausend April 1881 beantragt worden; also vor der antisemitischen nüchterne Menschen kommen (Heiterkeit); es kann nicht wissen, Bewegung in Ungarn, daß aber diese durch Ablehnung des daß die ganze Bewegung von einzelnen Wahnsinnigen und Gesetzes seitens des Oberhauses sehr gestärkt werden würde Böswilligen herrührt, denen eine Bolksmasfe, die sich zu (lebhafte Zustimmung links, lärmender Widerspruch rechts), allem Bösen leicht verführen läßt, folgte. (Zustimmung.) Das j Es läge dies durchaus nicht in der Absicht des Oberhauses, Ausland sieht nur, daß Jene, die sich zu dieser Ansicht beaber es würde geschehen. Er führt dann aus, daß dieses kennen, schreien, während die anderen schweigen."! Gesetz eine nothwendige Folge der Entwickelung der Gesetz- Habe nun die Regierung die Exceffe mit Gewalt unter- > gebung sei, also nicht mit der Tradition in Widerspruch stehe, drückt, so gebe das vorliegende Gesetz eine geistige Reparatur. * sondern sich an sie anschließe. Niemand ist gezwungen, von — Graf Andraffy hielt, was man so nennt, eine „staatsdem Gesetze Gebrauch zu machen; wer es dennoch thue, stehe männische" Rede, in welcher er die obligatorische Civilehe § schon auf dem Standpunkte desselben.' Wer die Befürchtung verwirft, aber die Nothcivilehe befürwortet, die auch in j hat, daß das Chriftenthum dadurch untergraben werde, der Oesterreich bestehe. Er meint, daß, da jetzt die Eheschließung | schreibe diesem eine geringere Kraft zu als der jüdischen zwischen Katholiken und Protestanten gestattet sei, die Aus-! Religion. Nicht durch dieses Gesetz, sondern durch dessen schließung der Juden auf diese einen peinlichen Eindruck > Verwerfung werde das Bedürfniß nach der obligatorischen machen müffe. Wenn Biele sagen, daß das ungarische Volk Civilche wachsen. Er schließt: „wenn dieser Gesetzentwurf für dieses Gesetz noch nicht eingenommen sei, so käme es begraben wird, so wird er den Sarg sprengen und in viel einer Regierung zu, voranzugehen, und nicht abzuwarten, bis stärkerer Form Hervorbrechen und diejenigen verletzen, die von unten herauf gedrängt werde. Er sucht die Befürchihn vorzeitig ins Grab gelegt haben." — Schon aus dieser tungen der Kirchenfürsten zu widerlegen, indem er darauf Skizze wird man erkennen, um wie viel höher die Berhandhinweist, daß das Christenthum vom Beginn an Eroberungen; luug des Oberhauses als die des Abgeordnetenhauses standen, gemacht und immerfort machen werde, das Judenthum aber! Wir werden nun abwarten müffen, wie sich vie Dinge nach bei dem dasselbe bekennenden Volke stehen geblieben. Dies! den Ferien des Hauses weiter entfalten werden. ^OC\}C\AVY<^yVYCiC Deutschland Antisemitique hatte einen Aufruf, den Cr^mieux zur Grün- } * I düng der Alliance erlaffen haben sollte, und der von Haß Berlin, 17. Dec. (Privatmitth.) Ihr Blatt war das erste,! und Borurtheil gegen die ganze nicht-jüdische Welt und von welches die neueste Fälschung der Antisemiten, gerichtet gegen: jüdischer Anmaßung strotzt, „von einem hochstehenden Anonydie Alliance isr. univ., in Deutschland ans Licht stellte. Der mus," wie er vorgab, empfangen und veröffentlicht. Ab^ hzÄcm< cvi.