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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1883-11-13 · Heft 46 (13.11.1883) · p. Seite 752

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
47 (1883)
Issue
Heft 46 (13.11.1883)
Date
1883-11-13
Page
Seite 752 (sequence 14)
Language
German
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752 auf der man jetzt zur Höhe des von der alten Mauer um > fühlen könnte, muß dem echt orientalisch denkenden Manne schlofsenen heiligen Bezirkes emporsteigt. Doch Pflegt nur nicht in den Sinn gekommen sein. die südliche Freitreppe allein den Andächtigen zugänglich zu Zwischen diesen beiden Schaugräbern öffnet sich der sein, nämlich von der westlich an den Haram angrenzenden E Eingang in die eigentliche Moschee. Sie nimmt den sud- Straße. Im Osten hat man von dem Felsgestein des anlichen Theil des heiligen Bezirks ein, so daß auf drei Seilen, steigenden Berges so viel abgeschlagen, daß noch ein 15 Meter breites Gehöft zwischen dem Haram und der steilen Bergwand Platz gefunden hat. Ihr Rücken liegt etwa in gleicher Höhe mit den Mauerzinnen des Heiligthums. Seit der Vertreibung der Kreuzfahrer aus dem heiligen Lande ist es bis jetzt nur wenigen Fremden gestattet worden, die heilige Begräbnißstätte der Patriarchen zu betreten. Der im Osten, Süden und Westen, die Mauer des Haram zugleich als Außenwand der Moschee benutzt worden ist. Ihre Breite, von Osten nach Westen 28 Meter umfaffend, ist in drei Schiffe von ziemlich gleicher Ausdehnung getheilt, ihre Länge dagegen, von Norden noch Süden 21 Meter betragend, zerfällt in drei Hallen von ungleicher Weite. An den Kreuzuugspunkten tragen vier starke Pfeiler Besuch des Prinzen von Wales im Jahre 1862 verdient als mit vortretenden Säulen das unregelmäßig gestaltete, nach die Eröffnung dieses Harams für hervorragende Persönlich- Innen spitzgewölbte Dach. Die Kapitäle der Säulen haben keiten des Abendlandes bezeichnet zu werden. Ihm folgten theils mittelalterliche, theils mehr byzantinische Zeichnung. 1866 der Marquis von Bute, 1869 der Kronprinz von An das südliche Pfeilerpaar lehnen sich die Grabgebäude des Preußen und 1882 die Prinzen Albert Viktor und George Isaak und der Rebekka. Beide Kapellen sind aus einheimischem von Wales. Nach den Berichten, die durch diese Besuche Kalkstein, dem sogenannten Santacroce-Marmor, erbaut, möglich wurden, sind wir heute im Stande, eine ziemlich ge- Aber nur durch die Fenster darf man einen Blick auf die naue Schilderung von den Gebäuden und Heiligthümern, die! reich verhüllten Kenotaphe werfen und vor jeder Berührung die hohe Umfaffungsmauer vor den Blicken der Neugierigen; derselben wird ängstlich gewarnt; denn Isaak gilt den Mus- und dem prüfenden Auge der Wiffenschaft verbirgt, zu unter-! limen als der „Eiferer" (el-Rajjar) unter den Patriarchen, werfen. Das einzige Portal, das aus dem freien Raum zwischen der inneren und äußeren Grenzmauer in den Haram selbst führt, befindet fich auf der Ostseite, ziemlich in der Mitte der gar leicht mit boshaften Strafen, wie Verlust des Gehörs oder des Gesichts, eine sein Mißfallen erregende Zudringlichkeit züchtigt. Unter dieser Moschee, deren sonstige Ausstattung wir der alten, schönen Ringmauer. Hier ist auch die Dicke derübergehen, da sie nichts Eigenthümliches darbietet, befindet selben meßbar, fie beträgt 2,60 Meter. Das Portal mündet fich nun die zwiefache Höhle, die Abraham von Ephron dem in eine doppelte, von Spitzbogen überwölbte Halle, in deren, Hethiter sammt dem umgebenden Acker für vierhundert Seckel südlicher Hälfte fich zwei achteckige Kapellen mit den Keno- Silbers gekauft haben soll. Zwei Oeffnungen, durch die taphen des Abraham und der Sarah befinden. Diese sind man zu ihr hinabsteigen kann, sind jetzt mit Steinplatten offenbar älter, als die sie umgebenden Pfeiler und Gewölbe, verschlossen und mit Matten, wie sie gewöhnlich auf dem die wenig mit dem, was sie überdecken, harmoniren. Der Boden der Moscheen liegen, überdeckt. Eine dritte Oeffnung Kenotaph des Abraham ist etwa 2,50 Meter lang und hoch, gleicht dem Mundloch einer Cisterne und läßt beim Schein seine Breite beträgt 1,20 Meter. Sein Mauerwerk ist mit einer Lampe in ein viereckiges Gemach hinabblicken, in dessen Marmorplatten überdeckt, die aber durch mehrere schwere südöstlicher Wand bei Gelegenheit des letzten Besuchs der seidene Decken verhüllt sind. Kostbare Lampen brennen vor heiligen Stätte eine Thür bemerkt wurde. Sie soll in die dem Schaugrabe, Koranhandschriften liegen auf niedrigen westliche Höhle führen und wirklich mit den bei Felsengräbern hölzernen Pulten rings umher aufgeschlagen. Ein Gitter gewöhnlichen Eingängen, wie sie zum Beispiel B.J. S. 102 ff. von übersilberten Eisenstäben schließt den Raum des Kenovon uns beschrieben worden sind, große Aehnlichkeit haben, taph gegen seine Umgebung ab. Das gegenüberliegende Da in einer andern Wand des Gemaches keine Thür vor- Grab der Sarah ist von ganz gleicher Anlage, doch pflegt Händen zu sein scheint, so hat Capitän Conder, der die engdie Thür seines Eisengitters nicht geöffnet zu werden. Als tischen Prinzen beglückte, die anziehende Bermuthung auseinige Personen aus der Gesellschaft des Prinzen von Wales gesprochen, daß dieses Gemach als ein Rest des alten, wahrauch dort einzutreten begehrten, sprach der führende Schuch des Haram die demüthige Bitte aus, man möge ihm doch dieses erlassen, es fei ja der Haram des Patriarchen; was würde er, was würde sein Sohn (Isaak) sagen, wenn plötz scheinlich freien Zugangs zu der zwiefachen Höhle zu betrachten ist, der also bedeutend tiefer lag, als die gegenwärtige, etwa 4,50 Meter über die westlich benachbarte Straße der Stadt fich erhebende innere Fläche des Haram. Um die alte lich so viele ftemde Männer die geheiligten Schranken der I Felsenthür der Höhle nicht zu verletzen, hat man vielleicht Familiensitte durchbrächen! Daß sich auch Sarah b eleidigt | bcn Raum jenes Gemaches durch Mauern abgeschlossen, und

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