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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1883-11-13 · Heft 46 (13.11.1883) · p. Seite 753

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
47 (1883)
Issue
Heft 46 (13.11.1883)
Date
1883-11-13
Page
Seite 753 (sequence 15)
Language
German
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das ist wahrscheinlich zu einer Zeit geschehen, wo man den hineingezeichnet worden, das trotz seiner unregelmäßigen Hofraum des Haram, etwa in Folge von Trümmer- und * Gestalt doch einem griechischen ähnlicher ist. als einem latei- Schuttanhäufungen, auf das gegenwärtige Niveau zu erhöhen sich genöthigt sah. Wenn wir die Moschee verlaffen und zwischen den Kenotaphen des Abraham und der Sarah in gerader Richtung nordwärts weiter schreiten, so gelangen wir aus der nischen. Die Wölbung des Mittelschiffes ist so viel höher, als das Dach der Seitenschiffe, daß an den beiden giebelförmigen Hochwänden je drei Fenster haben angebracht werden können, durch die ein reichliches Licht in die Moschee fällt, j obwohl sie höher als die Seitenschiffe liegen. Diese beiden doppelten Borhalle, durch die wir vorhin zur Moschee kamen, Merkmale, das eingebaute Kreuz und die überragende Höhe auf den offenen Hof des Haram hinaus. Die Gebäude, die des Mittelschiffes weisen darauf hin, daß das älteste, für sich vor uns erheben und die Ringmauer des Haram veruns erkennbare Gebäude innerhalb der Ringmauer eine christ. decken, sind ohne Zweifel arabischen Ursprungs. Sie ent-i liche Kirche gewesen ist. Aber auch ihre Errichtung muß halten außer einigen anderen Räumen die Kenotaphe des! schon mit vorhandenen Grenzen und Dimensionen zu rechnen Jakobund der Lea, die ähnlich wie die vorhin beschriebenen! gehabt haben; denn die Theilung des ganzen Raumes in des Abraham und der Sarah ausgestattet sind. Das Grab! neun Vierecke, von denen sechs fast die Gestalt von Quadraten Josephs endlich befindet sich in einem jüngeren, wohl erst! haben. sowie der gänzliche Mangel einer Apsis, der übnach der Periode der Kreuzzüge errichteten Anbau außerhalblichen Verlängerung des Mittelschiffs, um einen überwölbten der Umfaffungsmauer und zwar an ihrer Nordwestecke. Es ' Ort für den Hochaltar und dessen Zubehör zu gewinnen, besteht aus zwei über einander liegenden Kammern, deren jede j kommen so wenig mit den charakteristischen Eigenthümlichkeiten ein Kenotaph enthält, und die sowohl von der Straße, als! auch von dem Hofraum des Haram betreten werden können. Eine Vergleichung der einzelnen Theile der gesammten Anlage drängt sich unvermeidlich auf und führt schon zu richtigen Ergebnissen, auch wenn man von den vorhandenen geschichtlichen Nachrichten zunächst ganz absieht. Am schärfsten berühren sich die verschiedenen Baustile und Bauperioden weder des byzantinischen noch des mittelalterlichen Kirchenbaustiles überein, daß man diese Abweichungen nur durch das Vorhandensein sehr fester Schranken erklären kann, an die sich der Baumeister des ersten christlichen Gotteshauses über dem Grabe der Patriarchen gebunden sah. Diese Schranken bot die Ringmauer des Haram, die daher älter sein muß. als die erste Kirche an dieser Stätte. Conder be in dem südlichen Theil des Haram. Die Vorhalle ist ohne trachtet dieselbe namentlich wegen ihrer großen Aehnlichkeit Frage ein arabischer Bau, und Capitän Conder glaubt in ihm ältere und neuere Theile unterscheiden zu können. Die! esch-Scherif in Jerusalem Moschee selbst trägt unverkennbar die Spuren des Umbaues I Zeit. Doch bedarf das mit den unteren Schichten der Umfaffungsmauer des Haram als ein Werk der herodianischen Verhältniß dieser beiden stolzen aus einer alten christlichen Kirche an sich. In das Viereck Mauerbauten einer genaueren Bestimmung, die wir freilich ist durch die freistehenden Pfeiler, welche die Theilung be» j t»ier nicht geben können, da sie den Umfang unserer Be- Raumes in Lang- und Querschiffe Hervorbringen, ein Kreuz schreibung zu sehr erweitern würde. Anzeigen. Ty| werden mit 20 Pf. für die dreigespaltene Petitzeile berechnet und müssen für die nächst- XllOCl €a»l/C folgende Wochennnmmer bis spätestens Donnerstag eingehen. Dieselben sind ausschliesslich an die Annoncen-Expedition von Rudolf Lasse in Leipzig oder deren Filialen in Berlin etc. zu adressiren. Die Stelle eines Schächters und Borbeters in dem zur hiesigen Uultusgemeinde rossortierendcn Neustadt a. Aisch soll mit einem Jahreseinkommen von circa W. 1200 bi» «. 1400 baldmöglichst besetzt werden. Hierauf Reflektierende wollen ihre Meldungen nebst den erforderlichen Zeugnissen innerhalb 4 Wochen an den Unterfertigten einsenden. Reisekosten werden nur dem Gewählten erstattet. ji6k»7o] Tirspkck in Mitlelfranlen. 24. Okt. 1883. Der iirael- Uultu-vorstaud L. Schönwasser. CantorsteUe - Gesuch. Ein junger seminaristisch ged. Religion» lrhrer und sehr guter Bordeier mit guten Mufikkeuutllisseu sucht zum l. Januar oder l. April lt<84 Stellung. Offerten unter E. J. 16704 durch Rudels Moste. 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