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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1883-08-28 · Heft 35 (28.8.1883) · p. Seite 573

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
47 (1883)
Issue
Heft 35 (28.8.1883)
Date
1883-08-28
Page
Seite 573 (sequence 11)
Language
German
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. I 573!i Waaren beträgt mindestens 800,000 Rubel. Unter den verhafteten Rädelsführern befinden sich 11 Frauen und Mädchen. Die Verhaftung dauert fort. Gegenwärtig wird die Stadt Jekatcrinow von vier Infanterie-Regimentern und einer Artillerie-Brigade, drei Sotnien Kosaken und einer Eskadron Cavallerie besetzt gehalten. Alle Geschäfte liegen in der Stadt darnieder, da der Berkehr beinahe gänzlich aufgehört hat. — Die Unruhen, die in der jüngsten Zeit an einigen Punkten Südrußlands ausgebrochen und gegen die Juden gerichtet sind, haben die hiesige Polizei zur Verschärfung der Vorsichtsmaßregeln veranlaßt. Das Hauptaugenmerk der Sicherheitsorgane ist auf die am Dniepr liegende Vorstadt Podol gerichtet, deren Straßen, insbesondere Nachts, von starken Patrouillen durchstreift werden. Rumänien. Distrikten erlauben die Präfekten ihnen nicht, am Sonntag zu arbeiten, so ist ihr Einkommen gewöhnlich nicht sehr hoch. Aegypten. Kairo, im August. Die hier seit mehreren Wochen grassirende Cholera-Epidemie hat auch mehrere unserer Glaubensgenoffen hinweggerafft. Ihr siel Herr Selig mann, welcher Chef des Sekretariats im ägyptischen Finanzministerium war, ebenfalls zum Opfer. Sein Tod wird allgemein betrauert. isr. umv. Paris, im Aug. Das Juli-Bulletin der ..Alliance enthält folgenden Bericht über die Steigung der rumänischen Juden zum Ackerbau: Als vor fünfzehn Jahren die ersten Eisenbahnen in der Moldau gebaut wurden, sah sich eine große Menge jüdischer Fuhrleute im Distrikte Bonn, 19. Aug. (Notizen.) Wir erhalten folgende Zuschrift: Herford, 14. August. Die Feier eines fünfzigjährigen Amtsjubiläums zählt in jüdischen Lehrerkreisen in doppelter Hinsicht noch zu den größten Seltenheiten. Ist es an und für sich nur wenigen beschieden, einen so weiten Weg der geordneten und redlichen Wirksamkeit zurückzulegen, so ist es um so ehrenvoller und bemerkenswerther, wenn ein jüdischer Lehrer den Markstein erreicht, der ein halbes Jahrhundert schwerer und sorgenvoller Arbeit hinter ihm abschließt. Denn nicht geordnete Berhältniffe waren es, herbeigeführt durch den Machtspruch des Gesetzen, in welche Bacau ihres Broderwerbes beraubt. Sie bildeten unter j bic alten Lehrer der Jetztzeit eintratcn und sich bewegten; eine Gesellschaft ländlicher Arbeiter, welche alle Jahre ihre j nicht hatten sie für sich das Bewußtsein des behördlichen Dienste den Grundbesitzern verdingen. Sie arbeiten mit ihren Schutzes, wohl aber hatten sie meistens das demüthigende eigenen Pferden und Ackergeräthschaften und da sie in fünf Gefühl, von den Einzelnen in der Gemeinde abhängig zu Tagen so viel schaffen wie die rumänischen Arbeiter in zehn sein, mit der dürftigen, recht spärlich zugemessenen Existenz Tagen, arbeiten sie nicht per Tag, sondern per Hektare. Sie j kämpfen, Verkennung der ehrlichen Absicht und Arbeit als sind sehr gesucht. Um die Ackermaschinen zu leiten und für > Lohn einheimsen und von Gemeinde zu Gemeinde, von Stelle die Arbeit in den Weinbergen verwendet man schon lange! zu Stelle wandern zu müffen. — Mit Recht verdient daher eine große Zahl Juden. Im vergangenen Jahre waren 40: eine Jubelfeier eingehend besprochen zu werden, welche bejüdische Familien in den Besitzungen des Herrn B. in Ajud redtes Zeugniß giebt von dem schönen Verhältnisse, das beschäftigt. Herr B. bestätigt, daß die Arbeit der Juden' zwischen der Gemeinde und ihrem Lehrer so harmonisch sich der der Rumänen weit überlegen ist. Ein Grundbesitzer in bewährt hat, damit es Lehrern wie Gemeinden zur Beach- Jaffy, der ein Dutzend jüdischer Familien beschäftigt, betung empfohlen sei. Herr Lehrer Rüben in Gütersloh stätigt diese Würdigung. Ungefähr vierzig Familien sind beging am 8. d. M. die Jubelfeier seiner fünfzigjährigeil von Herrn M. beim Mähen des Heues und des Getreides; Lehrthätigkeit. Der gute, treue und biedere Greis mit echt angestellt. In Goia, Distrikt Vaslui, sind 30 Familien bei kindlichem Gemüthe, er ahnte nicht, daß dieser Tag sich ihm dem Grundbesitzer P. angestellt; in Blandesti verrichten 32 zu einem wahren Freuden- und Ehrentage gestalten würde. Familien die ländlichen Arbeiten bei H. V. P.; in Bordna Tie Gemeinde Gütersloh, in welcher der Jubilar seit 32 Jahren arbeiten 100 Familien in den Pächtereien eines H. S. I., segensreich wirkt, überreichte demselben durch ihren Vorstand des Präsidenten der Handelsgesellschaft; dieser ist sehr zu-, eine in warmen Worten gehaltene Glückwunschadreffe und frieden mit ihrer Arbeit und hat die Absicht, noch eine größere zugleich auch ein Dokument des Inhalts, daß es dem ge- Zahl anzustellen. Zehn Familien der kleinen Stadt Padul feierten Lehrer von jetzt ab freisiehe, das Elementarlehramt Hal haben sich für die ganze Saison bei verschiedenen Landniederzulegen und nur den Religionsunterricht noch zu erbesitzern verdingt. In Bivolar und in Stefanesü widmen' theilen, ohne von seinem Gehaltsbezugc die geringste Einbuße sich viele Israeliten der Pflege ihrer eigenen Ländereien. zu erleiden. Sollte er aber, so besagt die Urkunde weiter, Eine bemerkenswcrthe Thatsache ist cs, daß die jüdischen j jetzt oder später seinen Feierabend voll und ganz antreten, Arbeiter weder bewacht, noch angefeuert zu werden brauchen, so sind ihm Zweidrittel seines zuletzt bezogenen Gehaltes ats Da sie nur 5 Tage in der Woche arbeiten, denn in gewissen Pension bis zum Lebensende gesichert. — Ausdrücklich ist es 35*

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