Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 47 (1883)
- Issue
- Heft 32 (7.8.1883)
- Date
- 1883-08-07
- Page
- Seite 522 (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
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- Agen 1× ep/1043981
- Haifa 1× ep/1047930
- Tacitus 1× ep/1025676
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522 Zur Zeit des Tacitus soll ein Altar auf seinem Gipfel gej Garten in dem Madi es-Sijah. Seine Fruchtbäume gediehen standen haben, ohne Gottesbild und ohne Tempel. Bespa-! Prächtig, und seine Wassermelonen waren ihrer Größe und sianus opferte auf ihm und befragte dabei das Orakel über! ihres Aromas wegen berühmt. Eines Tages ging Elias an sein künftiges Schicksal. Seine Grotten und Höhlen dienten! dem Garten vorüber und sah, wie der Eigenthümer Meheiligen und weisen Männern zur Wohnung; selbst Pythalonen abnahm, von denen schon ein großer Haufen auf der goras soll ihre Einsamkeit aufgesucht haben, um dort unge-> Erde vor ihm lag. Da sagte der Prophet: „£) Freund, stört über die Fragen der Wissenschaft und die Räthsel derj gieb mir von dem schönen Ertrage Deines Gartens, von Welt Nachdenken zu können. Später verbrachten dort christ-i Deinem Reichthum und Ueberfluß, nur eine einzige kleine liche Einsiedler in stiller Beschaulichkeit und unter frommen Frucht, um meinen Durst zu löschen?" Aber der Mann ant- Uebungen ihre Tage. Die Bereinigung, welche im Jahre wartete: „O Herr, was Du siehst, sind keine Früchte, sondern 400 der Patriarch Johann von Jerusalem zu Ehren des Propheten Elias durch eine feste Regel unter ihnen schuf, war das Vorspiel des Carmeliterordens, dessen Anfänge bis in's zwölfte Jahrhundert hinaufreichen. Unter dem Schutze nur Steinhaufen!" Da sprach Elias: „Es sei so, wie Du sagest?" und sogleich verwandelten sich alle Früchte des. Gartens, die reifen sowohl als auch die unreifen, in Steine." Neben diesen Steinkugeln, die ebenso im Libanon Vorkommen, der Kreuzfahrer entstand ein Kloster, welches auch von Ludfinden sich hier auch die „Judensteine."') Ungefähr in gleiwig IX. im Jahre 1252 besucht wurde. Etwa drei Kilo-! cher Linie mit dem Wadi es-Sijah ist in den östlichen Abmeter südlich vom Kloster führt uns ein schmales gewundenes hang des Carmel ein schmales Thal eingeschnitten, das sich Thal, Wadi es-Sijah, das nach Westen sich öffnet, zu einer bald mit dem Wadi Ruschmija vereinigt. Dieses letztere, Ruine, die schlechtweg ed - Der, das Kloster, genannt wird, I das sich in nördlicher Richtung auf die Stadt Haifa zu durch Sie ist nahe an einer wasserreichen Quelle und einer großen, j die steilen Höhen windet, hat seinen Namen von der Trümzum Theil künstlich hergestellten Höhle gelegen, die einer merstätte Ruschmija, die aus freier Höhe 237 Meter über alten Sage nach der Lieblingsaufenthalt des Elias gewesen dem Meeresspiegel liegt. Die terraffenartig abfallenden Gänge und von den Mulimen als ein Makam, als eine heilige waren einst mit Weinreben und Oliven bepflanzt, jetzt aber Stätte betrachtet wird. Ein Besuch des Wadi es-Sijah gesind sie von Dornengebüsch und stacheligen Disteln überwährt besonders zur ersten Frühlingszeit einen herrlichen Ge--wuchert. Dazwischen erheben sich die Reste einer starken nuß, wenn das malerische Thal im vollen Schmucke blühenj Festung, eines Baues von oblonger Gestalt, mit einem vierder Sträucher prangt und Cyclamen, Narzissen und andere Eckigen Thurine an seiner Nordosteckc. Derselbe scheint nicht wilde Blumen überall unter den Dornen hervorspricßen. I in ein hohes Alterthum hinaufzureichen, aber dennoch ist er Aber die einsame Schlucht hat nicht allein friedliche Besucher,! völlig verödet und gänzlich dem Verfalle überlaffen. Ter es ist ein Lieblingsausenthalt der wilden Thiere, die am Libanon Hausen. Freilich wird die harmlose Gazelle, die flüchtig über die Felsstufen springt und ihre großen Augen unter den kokett aus dem Kopfe hervortretenden Hörnern uns Rücken des Carmelgebirges zieht von dem oben beschriebenen Kloster, das 16!) Meter über dem Meeresspiegel liegt, in südöstlicher Richtung und erreicht etwa 3 Kilometer südlich von dem Trusendorf Esfija in einer wenig besuchten Bergspitze, die neugierig zuwendct, nur die Anziehungskraft des traulichen! schon westlich von dem eigentlichen Kamm gelegen ist, ihre Naturbildcs erhöhen, aber daneben mahnt uns der Hauer höchste Erhebung mit 552 Meter. Auf der ganzen Strecke eines Ebers oder die Klane eines Leoparden, die man ab und an dort findet, daß auch das Raubthier dieses Thal noch als seine Hcimath behauptet. In dem oberen Lauf des Thales wird der sogenannte „Eliasgartcn" mit seinen versteinerten Früchten gezeigt. Es sind hohle Steine, von denen die größten wohl die Gestalt einer Wassermelone erreichen, während die kleineren, die man leicht und häufig findet, mit einem 2lpfcl Aehnlichkeit haben. Diese Kugeln bestehen aus einem blassen Feuerstein, der mit einer dünnen Kalklage überzogen ist. Oft löst sich im Innern dieser „Quarzdrüsen" einer der Bergkrystalle ab, so daß er darin wie in einer von 16 Kilometer zwischen dem Kloster und dem genannten Dorfe findet sich auch nicht eine menschliche Wohnung, keine Spur von Anbau irgend welcher Art. Weite Flächen wellenförmigen Tafellandes breiten sich hier aus, bedeckt mit dornigen Pimpcrnetlcnlfl'otei-iuni spinosum), Myrten-, Bux bäum- und Lorbeersträuchern, oder Dickichten von Arbutus und immergrüner Eiche, mit einzelnen kleinen Gruppen wilder Oliven- und Pinienbäume. Clematis und Bryonia ranken sich von Baum zu Baum, und eine Fülle wilder Blumen schießt nach der winterlichen Regenzeit aus der dünnen, den Felsen verhüllenden Erdschicht empor. Hier gedeiht der Ztvrux ofticinalis, und häufig findet sich auch die schlanke wie in der rosa Spielart. Büchse klappert, lieber die Entstehung dieser Steine sind mancherlei Sagen im Umlauf, deren bekannteste, am Carmel! Rosenpappel in ihrer rothen, besonders heimische hier mitgetheilt werden mag: „In den “ 77 TT- , r. _ ~ , L.agen des Elias bewfi ein gewisser Mann einen großen! Heilmittel gebraucht wurden. die schon früh als Red.