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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1883-08-07 · Heft 32 (7.8.1883) · p. Seite 523

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
47 (1883)
Issue
Heft 32 (7.8.1883)
Date
1883-08-07
Page
Seite 523 (sequence 13)
Language
German
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__ h'2B __ Zahlreiche, in Trümmern liegende Wohnstätten, alte Cisternen, Er sandte seinen Knaben auf die höchste Spitze des bewal- Mühlsteine, sowie Oel- und Weinpressen beweisen dem Wandetcn Felsenriffes, das den westlichen Horizont verdeckt, daderer, daß der Berg einst reich bevölkert und gut angebaut mit er von dort das Mittelländische Meer von der Ebene gewesen ist. Bon Esfija aus gelangt man in acht Kilovon Atlit überschaue. Aber er vermochte keine Wolke zu Metern nach el-Mahraka, „dem Ort der Verbrennung", auf entdecken. Elias sagte: „Gehe noch einmal!" und wiedcrder äußersten Südostspitze der Carmelkette. Der sehr wenig holte die Weisung sieben Male. Und nach dem siebenten markirte, über steinige Hügel und durch dichtes Gebüsch füh- Male meldete der Knabe: „Siehe, es gehet eine kleine Wolke rende Weg macht derartige Windungen, daß man ihn ohne g^s aus dem Meere, wie eines Mannes Hand", — noch einen ortskundigen Führer füglich nicht finden kann. Ein heute ein sicheres Zeichen kommenden Regens. — „Und ehe aus rohbehauenen Steinen zusammengesügter Bau krönt eine man zusahe, ward der Himmel schwarz von Wolken und Wind, natürliche Felsenterrassc, die 512 Meter über dem Meeresand kam ein großer Regen; Ahab aber fuhr und zog gen spiegel liegt und einen freien Ueberblick über die Große JLsrecl, und die Hand des Herrn kam über Elia, und er Ebene bis zu den Bergen jenseits des alten Jesreel gewährt, gürtete seine Lenden und lief hin vor Ahab, bis er kam gen Eine steile, 15 bis 18 Meter hohe und dicht bewaldete Fels- Jesreel" (Kön. 1. 18, 42 ff.). Ein Blick auf die weite, wand steigt hinter ihm auf, und auf einem Plateau unterbaumlose Große Ebene (von Mcgiddo) zeigt den Weg, den halb derselben befindet sich ein uralter Brunnen, der Lurclsie genommen haben müssen. Sie zogen gen Südosten, den Mamura genannt wird und von einer Gruppe prächtiger seltsam geformten Hügel Tcll Kaimun, der wohl mit einer Bäume überschattet ist. Nach einer alten Sage, die noch krummen Gurke verglichen wird, im Bogen umgehend, und heute von den Insassen dc§ Klosters und den Drusen des eilten dann geradenwegs den 26 Kilometer entfernten Jes- Berges Carmel erzählt wird, soll hier der Schauplatz des reel zu. Der Blick von el-Mahraka, wenn man gen Nord- Gottesurtheils zwischen Elias und den 450 Baalspropheten o^tett schaut, giebt das beste Bild vom Kison, wie er unmittclin Gegenwart des Königs Ahab und der 4> >0 Propheten der bar nach der Regenzeit durch den starken Zufluß der zahlreichen Aschera (Kön. 1. 18, 18—46) gewesen sein. In der That Winterbäche des Gebirges bis zum Rande seines vielfach ist die Oertlichkeit vortrefflich dazu geeignet, um sich die dragewundenen Bettes mit Waffer gefüllt ist. Die Ufer des matische Erzählung des Königsbuchs lebhaft vergegenwärtigen Fluffes sind dicht umsäumt von Olcanderbüschen, hohen Luzu können. Die Feldterraffe ist groß genug, um einer zahlptnen, Beifuß und allerhand Arten von Binsen, Schilf und reichen Menge Platz zu geben. Sie fällt nach dem Dison Gräsern. Der rundlich geformte, der unmittelbar hinter dem zu in einer steilen Wand etwa 60 Meter tief ab, so daß die Fluffe ansteigt, ist wieder der Tcll el-Kassis. Hinter ihm liegt Höhe von Norden und Osten wie eine Schaubühne gesehen pas Torf Schuch Abrek, berühmt durch seine unterirdischen werden kann. Auf ihr stand der Altar Jehovas, der zer- Höhlen, die Tschahennam (Gehenna) genannt werden und brochen war und den Elias „ heilete." Der oben erwähnte wohl eines Besuches wcrth sind. Weiter unterhalb dieser alte Brunnen hat vielleicht dem Propheten das Waffer ge-; engsten Partie des Flußthales erhebt sich auf einem gewaltigen liefert, das er über das Opferthier und das Holz ausgießen Erdhaufen, von Trümmern antiker Mauern und anderer ließ — wenn es überhaupt gestattet ist, jeden Zug der Volks-' Gebäudetheile umgeben, das Dorf el-Haritije. Augcnschcinthümlich ausgeschmückten Erzählung an Ort und Stelle nacblich ist es seinerzeit eine wichtige Festung gewesen, und der weisen zu wollen. Auf das Gebet des Elia fiel das Feuer Ueberlicfcrung nach soll cs an der Stelle liegen, wo einst des Herrn herab und fraß Brandopfer, Holz, Steine und das „Haroseth der Heiden" (Richt. 4, 2), die feste Burg Erde und leckte das Waffer auf in der Grube. Ta das Lissera's, stand, zu der seine Äcicgswagen und Streiter sich alles Volk sähe, fiel cs auf sein Angesicht und sprach: „Der flüchteten, als der Bach K ison seine Wasser gegen sie heran- Herr ist Gott, der Herr ist Gott." Nun war der Sieg des wälzte. (Richt. 5, 220 Nachdem der Kison die erwähnte Elias und seines Gottes über Baal und seine Propheten ent- Thalengc verlassen hat, durchsließt er, zwischen steilen Uferschieden. Das Volk ergriff die 400 Propheten des Heid- Hängen von V .> — b Meter Höhe hinströmend, ein Gelände nischen Gottes, und „Elias führte sic hinab an den Bach fruchtbaren Lehmbodens und ist nur noch an zwei Stellen Kison und schlachtete sie daselbst." Ein steiler Pfad verbindet mittelst Furten zu überschreiten, die aber wegen des morastigen noch heute el-Mahraka mit dem in der Tiefe vorbeiströmen-! Bodens nur mit großer Vorsicht benutzt werden dürfen. Eine den Fluffe. Neben seinem Ufer erhebt sich ein kleiner Hügel, Schlangenlinie von Grün bezeichnet den Lauf des Kison durch Tcll el-Kassis oder „Priesterhügel" genannt. Dort hat vieldie Ebene von Akko. Au seinem nördlichen Ufer dehnt sich leicht Elias das schreckliche Gericht an den Baalspropheten i das flache Land zwischen den Sanddünen der Küste und den vollzogen. Dann ging der Prophet zurück zu dem Gipfel Hügeln Galiläas in einer Breite von etwa 6 Kilometer aus. des Carmel, schaute nach dem lang entbehrten Regen aus. > Es ist mit zahlreichen, von Olivenwäldchen umgebenen Tör-

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