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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1883-07-31 · Heft 31 (31.7.1883) · p. Seite 505

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
47 (1883)
Issue
Heft 31 (31.7.1883)
Date
1883-07-31
Page
Seite 505 (sequence 11)
Language
German
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505 Italien. . der Juden eingestellt und nach vieler Anstrengung kam die lZirop ft anmen. Schuldverschreibung in die Hände des persischen Ministeriums, London, 20. Juli. (Privatmitth.) Wie ich bereits welches sie den Juden zurückgebcn wird, bemerkt habe, hat die Anglo Jewish-Association ihren 12. Jahresbericht (Juni 1882 —1883) ausgegeben. Er enthält! mehreres Interessante, worüber ich hier kurz referiren will. Rom, 20. Juli. (Privatmitth.) Das neue Wahlgesetz In Serbien hatten es sich einige Personen angelegen sein! mit der Reihe von Jncomptabilitäten, wodurch eine Anzahl lasten, eine antisemitische Bewegung hervorzurufen. Pam- Beamte ihres Mandates zur Deputirtenkammer entkleidet phlete wurden veröffentlicht, Plakate an den Straßenecken wurden, hatte auch den bereits rühmlichst bekannten Statibefestigt, und die Maste möglichst aufgestachelt. Der engstiker und National-Oekonomen Luzzati betroffen. Er wurde lische Consul I. Locock richtet darüber ein Schreiben an den jedoch alsbald von seinem bisherigen Wahlkörper wiedergewählt, englischen Minister des Auswärtigen, in welchem er bemerkt,! daß die serbische Regierung, sobald sie hiervon Kenntniß er-1 ^ct)roet$. halten und da sie einsah, daß diese Aufreizung auch gegen! St. Gallen, Mitte Juli. (Privatmitth.) Die in jüngste selbst gerichtet sei, sofort dagegen einschritt und mit um! ster Nummer dieser geschätzten Zeitung ausgesprochene Berso leichterer Mühe sie unterdrückte, als die serbischen Juden muthung, daß die hiesige Skandalscene auf antisemitische sich des besten Verhaltens befleißigen und eine feindselige | Motive wird ausgelegt werden, hat sich vollauf bestätigt. Gesinnung gegen sie gar nicht vorhanden ist. Bekanntlich Sowohl inals ausländische Blätter gaben theils ihre bewirb die nächste große Skuptschina über den betr. Paragrasondere Genugthuung, theils ihr tiefes Bedauern zu erkennen, phen der Berfaffung Beschluß zu fassen haben. Einstweilen daß nun auch die freie Schweiz dem antisemitischen Treiben verfährt die Regierung aber so, als ob die Gleichstellung ihre Thore geöffnet und sich der Triple-Alliance (Preußen-Ruß bereits verfaffungsmäßig sei. So ist ein jüdischer Gentleland-Ungarn) angeschloffen habe. Um so mehr erscheint cS man, Abraham Oserowitfch, Kronmitglied der Skuptschina.! angezeigt zu konstatiren, daß alle die Berichte von einer hier — Aus Salonichi ist zu bemerken, daß atheniensische stattgehabten „Judenhetze" auf Uebertreibung und Entstellung Blätter in April berichteten, in Salonichi sei eine Blutder Thatsache beruhen. Nicht dem p. p. Bambcrger als beschuldigung gegen die Juden aufgetreten. Daran war kein Juden, sondern als Berfaffer der erwähnten anstößigen und wahres Wort, und von Salonichi aus wurde dies sofort, verletzenden Zeitungsartikel — worin den Schweizern sogar namentlich durch den „Pharus von Macedonien", dem Organ Fremden- resp. Deutschenhaß vorgeworfen ward —, sowie der griechischen Gemeinde, dementirt. Im Gegenthcil Juden auch als Inhaber eines sogenannten, schon wegen seiner und Christen leben in dieser wichtigen Hafenstadt im besten Eigenart mißliebigen „Abzahlungsgeschäfts" galt der Tumult Einvernehmen. Als vr. Moses Alatini, der vielbetrauerte > mit seinen bedauerlichen Ausschreitungen. Letzterer kann so- Borsteher der jüdischen Gemeinde, verstorben, wetteiferten die mit auch nur als Folge des B.'schen geschäftlichen, wie Griechen in der Kundgebung ihrer Theilnahme. Ihre Kirchenj schriftstellerischen Vorgehens betrachtet werden — „wer Wind glocken läuteten, und der Tlerus nahm an den Trauer-Cerei säet, wird Sturm ernten" —, keineswegs aber als Symptom monien Theil. Als einen Monat später in der Hauptsynagoge eineiner antisemitischen Jnfection. Trauergottesdienst abgehalten wurde, hielt auch ein griechischer! Während die Untersuchung im Gange ist, hat B. zur Priester, mit Zustimmung des Erzbischofes und mit Erlaubniß Beleuchtung der ganzen Affaire und zu seiner Rechtfertigung des Oberrabbiners, in der Synagoge zu Ehren des Verstorbenen! eine „ Erklärung" veröffentlicht, die einen ziemlich guten Eineine Leichenrede, vr. Allatini hat allen Schulen zu Salo-! druck gemacht hat. Man sieht allmälig ein, daß man behufs nichi ohne Unterschied der Confession ein Legat hinterlaffen.' einer wohlverdienten Zurechtweisung doch zu weit gegangen — Die Leser werden sich der Mißhandlungen erinnern, welche! ist und fängt an — sich zu schämen, die Juden in Teheran (Persien) erlitten haben und an j In Zürich ist jüngst der Grundstein zur neuen Syuadenen ein Sohn des Schah's und ein italienischer Graf Montezöge gelegt worden. forte den Hauptantheil hatten. Sie erpreßten zuletzt von! In Basel steht die Rabbinerwahl noch immer bevor. E. den Juden eine Schuldverschreibung von 5000 Tomans,^ Genf, im Juli. (Privatmirth.) Unsere Zeit ist die der welche diese arme Gemeinde zu bezahlen nicht im Stande j schroffsten Gegensätze. Während von der einen Seite der gewesen wäre. Durch die thatkräftige Bemühung des Ver- Antisemitismus seine schmutzigen Wellen aufwirft: findet an treters Englands am persischen Hofe, wozu dieser auf Vor stellung der Anglo ^e^visb-AZsoeiation vom englischen Minister dererseits das Volk Israel in seiner Geschichte bis znm heutigen Tage eine wachsende, ja enthusiastische Anerkennung. des Auswärtigen beauftragt worden, wurde die Verfolgung! Hier erscheint eine Monatsschrift „Lumiere et Liberty -Jour- 31'

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