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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1883-07-24 · Heft 30 (24.7.1883) · p. Seite 483

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
47 (1883)
Issue
Heft 30 (24.7.1883)
Date
1883-07-24
Page
Seite 483 (sequence 5)
Language
German
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483 bei Tißa - Dada vernommen worden, zieht der Angeklagte Hch später die Ehre haben, Vorschläge zu erstatten. Betreffs Jankel Smilovics die Aufmerksamkeit auf sich, der scharf Ignaz Matej geht mein Antrag dahin: Der hohe Gerichtshof darüber inquirirt wurde, wie er sein complicirtes in der' wolle verfügen — wir wenigstens von Seite der Verthei- Untersuchung ausgesagtes, später als gänzlich falsches widerdigung halten fest an dieser Forderung —, daß nach den rufenes Geständniß erdichten und dann wieder zurücknehmen Normen, welche die Logik der Verhandlung, das Normativ konnte. Seine Vertheidigung besteht darin, daß er zuerst betreffs des Verfahrens und die bisherige Praxis vorschreiben, immer wiederholt ausgesagt, er wiffe von dem ganzen Handie Zeugen derart behandelt und die Zuhörer in der Weise del gar nichts und sei zur Zeit in der betr. Gegend gar in Schranken gehalten werden sollen, daß eine Verständigung nicht gewesen; daß er dann aber durch die Mißhandlungen zwischen ihnen unmöglich sei und strafbare Versuche unter erschreckt, welche Hersko erlitten habe, und da der Sicherihnen nicht frei und unausgesetzt stattstnden. (Große Behcitscommiffar und der Pandur sich bereit machten, auch ihn : wegung im Auditorium.) zu mißhandeln, Alles dem Hersko nachgesagt habe. Er habe Präs.: Womit begründet der Herr Vertheidiger seine nichts erdichtet, sondern aus Furcht, gleich Hersko mißhandelt Behauptung, daß das Auditorium mit den Zeugen unter zu werden, einfach vor Gericht bestätigt, was Vary im Geeiner Decke spielt? fängniß ihm einstudiren ließ. Hierbei ergab sich: Bary er Eötvös: Ich konstatire es (Lärm im Publikum, Präsischien über 50 mal Nachts im Kerker — was gänzlich dem dent läutet), ich konstatire, daß mir dies mitgctheilt wurde. Gesetze widerspricht - - weckte die Gefangenen, quälte sie Und ich konstatire auch, daß keinerlei Intervention des Audiunter vier Augen um Geständnisse, ohne Protokolle aufzutoriums, und möge sie selbst von Lärm oder Drohungen benehmen. Man konnte schon aus diesen Geständniffen, welche! gleitet sein, mich zum Schweigen zu bringen vermögen wird, durch die bekannte Zcitungspolcmik des Staatsanwalts Egressy- : das mich nichts verhindern wird, meine Pflicht zu erfüllen; Nagy bestätigt wurden, entnehmen, daß die ganze Leichen-; denn es handelt sich hier um Leben und Tod, um die Ehre schmuggel-Geschichte eine absichtlich böswillige Ersindung ist, j mit) Ruhe einer gesammtcn Religions-Gcnoffenschaft. Ich die von den Urhebern des ganzen Proccsses erdacht und vom j wiederhole, ich habe Kenntniß davon, und diesmal konstatire Untersuchungsrichter Bary zum gerichtlichen Factor gemacht ich es auch amtlich, daß auch heute mehrere Zeugen, und worden. — Bei dem Verhöre zeigte sich Smilovics als ein j zwar zumeist Belastungszeugen hier anwesend waren. Und durchaus furchtsamer Mensch, der auch vor dem Gerichte „sehr; ich konstatire ferner, daß die Thür immer offen steht und erschrocken" zu sein behauptete und oft wiederholte, daß er! daß ich seinerzeit mittheilen werde, wie gewisse Leute mit unter jenen Umständen „selbst gegen seinen Vater ausgesagtj Ignaz Matej an einem gewiffen, abseits gelegenen Drte verhütte, der schon zwanzig Jahre tobt sei." Am 11. und 12.! schlossen beisammen gesehen werden. Deshalb bitte ich den Tage bildeten die Aussagen und Kreuzverhöre der beiden! Herrn Präsidenten, er wolle vermöge der ihm innewohnenden, Angeklagten David Hersko und Ignaz Matej, beide Flößer, und von mir nie in Zweifel gezogenen Gerechtigkeitsliebe, von den Hauptgcgcnstand. Hersko soll die Leiche von Smilovics in i welcher ich mich auch bisher überzeugt habe, und auf welche Empfang genommen, mit den Kleidern der Esther bekleidet, ich bedingungslos vertraue, anordnen, daß morgen alle jene unter das Floß gebunden und in Dada losgclassen haben. Zeugen, welche betreffs des angeblichen Lcichenschmuggels zu Jetzt leugnet er dies gänzlich, wie im ersten Verhöre, Ignaz verhören sind, auf das strengste abgesondert werden, von dein Matej, der ihm bei diesen Handlungen geholfen haben soll, Publikum sowohl wie auch untereinander, und daß die streng beharrt, obschon er im Lause der Untersuchung mehrmals sten Maßregeln getroffen werden, damit keiner dieser Zeugen, widerrufen hatte, jetzt bei seinen belastenden Aussagen. Hersko io lange er nicht in den Saal geführt wird, hier cintreten zeigt die Unmöglichkeit nach in mehreren Punkten, daß überdürfe und mit dem Publikum in keiner Weise sich verstänhaupt es so geschehen sein könne, wie Matej behauptet, digen könne. Ich bin fest überzeugt, daß dieser Zeuge lauf Schon aus der 11. Verhandlung müffen wir einen Zwischen- Matej zeigend), der heute schon zum viertenmale mit sich in fall erwähnen. Es heißt hierüber im stenographischen Bericht: Widerspruch gerieth, eine falsche Aussage macht. Aus diesem Eötvös: Herr Präsident! Löblicher Gerichtshof! Indem Grunde empfehle ich dieses Anliegen dem Herrn Präsidenten ich den Vorschlag mache, daß das Kreuzverhör bis morgen und dem hohen Gerichtshof wiederholt zur Beachtung, vertagt werde, muß ich erklären, daß ich Kenntniß davon Präs.: Betreffs Absonderung der Zeugen werden die habe — und diesbezüglich werde ich später die Ehre haben,; erforderlichen Verfügungen jedenfalls getroffen werden, dameine Beweise vorzubringen —, daß hier eine Zeugenprämit Niemand zu ihnen hineingehen könne. Was nun den parirungs-Gesellschaft systematisch wirkt und auch auf Matej Umstand betrifft, daß das Publikum nicht hinausgehe, systematisch gewirkt hat. Bezüglich der Aussagen Matej's so sinde ich mich nicht veranlaßt, diesbezüglich Verfügungen will ich mich jetzt nicht äußern. In dieser Hinsicht werde 1 zu treffen.

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