Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 47 (1883)
- Issue
- Heft 29 (17.7.1883)
- Date
- 1883-07-17
- Page
- Seite 467 (sequence 5)
- Language
- German
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467 Details zu geben. Koloman Peczely unterhielt 1854 , da-' ihm von Natur aus theuer sein sollten, in die Hut seiner mals 23 Jahre alt, in Miskolcz ein Liebesverhältniß mit jetzigen allmächtigen Protectoren flüchten wollte. Tie Grobder Gattin Anna des dortigen Bürgers Josef Takacs. Bom heit und Frechheit, mit welcher er jede Behauptung seiner Gatten in flagranti ertappt, gerieth er mit diesem in einen Mutter, die er leugnen zu müssen glaubt, mit dem Schrei heftigen Streit; Peczely und Anna bewältigten den Mann „Das ist nicht wahr" oder „Sie lügen.'" abthut, ist unglaub- und erdrosselten ihn; das geschah Abends; die Leiche verlich, unbeschreiblich und unbegreiflich. Nicht um alle Schätze bargen sie im Zimmer; Nachts zerstückelte Peczely die Leiche der Welt würde er den Blick frei und offen auf Vater oder in mehrere Theile, füllte sie in einen großen Sack und warf Mutter richten; um keinen Preis würde er das Gitter vor sie in den Fluß. Das bestandene k. k. Landesgericht in dem Richtertisch loslassen, an welches er sich krampfhaft Kaschau machte ihnen den Proceß. Die damals eingegebene klammert. Die höchste Autorität, aus die er sich zur Erhär- Polizeinote sagt von Peczely: „Ein Individuum von lüdertung seiner Behauptungen beruft, ist — Herr Peczely. Und lichem Lebenswandel, in jeder Hinsicht schlecht beleumdet, wenn sein Vater in bitterem Seelenschmerz stöhnend aufschreit: wegen Diebstahls mehrfach abgestraft." Das Urtheil lautete „Ja, Dein Gott ist heute Herr Peczely geworden'.", so ist auf 15 Jahre schweren Kerkers. Vor der Todesstrafe schützte das ebenso begreiflich als ergreifend. Dieser Vater, der mit ihn nur der heftige Affect, worin die That begangen war. Thräncn in den Augen, mit weicher, bebender Stimme und Er trat seine Strafe am 29. December 1855 an und büßte erhobenen Händen den irregeleiteten Sohn ansleht, er möge bis zum 29. December 1867. Damals machte der Justizihm doch sagen, was ihm denn Vater und Mutter, was ihm minister Balthasar Horvath eben die ersten Versuche mit be- Alle die in Ehren ergrauten Glaubensgenoffen Leides gethan, dingungsweiser Freilassung von Gefangenen, die sich in der daß er sie mit aller Gewalt an den Galgen bringen wolle; Haft gut betrugen; so ersparte auch Peczely 3 Jahre. Bor er machte auf mich einen Eindruck, der mir mein Leben lang etwa sechs Jahren verlautete in hiesiger Gegend Einiges nachkliugen wird. Auf Andere wirkte die Scene allerdings über die Geschichte durch Peczelys Schwager, der von ihm anders; denn als sich der alte Scharf, da er sah. wie Erin einer Erbschaftsangelegenheit übervortheilt worden und Mahnungen, Bitten und Argumentationen keinen Weg zu dem deshalb erbost war; sein Chef, der Gerichtspräsident, berief mit einem bösen Zauber gepanzerten Herzen dieses Buben ihn damals und befragte ihn über das Gerede. Peczely aber stnden, sich mit dem schmerzlichen Worte setzte: „Ich sehe, leugnete seine Identität mit jenem Mörder und die Sache blieb mein Sohn, Du bist schlimm belehrt; hätte ich Dich nur zehn auf sich beruhen. Gestern und heute leugnete er mit keinem Minuten wieder in Händen, so solltest Du eines Besseren Worte mehr. Die Vorlesung der Gefängnißnote geschah auf belehrt sein" — da brach das Auditorium in wieherndes Antrag des Staatsanwaltes, um Peczely auf dieser Basis Gelächter aus. Ueberhaupt hatte die Glocke des Präsidenten von der Beeidigung auszuschließen." heute wieder wacker zu thun, und;u diesem Thema kann ich „Frau Josef Scharf, Moriz' Stiefmutter, ist ein sanftes, eine Bemerkung nun doch nicht länger mehr unterdrücken, sehr verständiges junges Weib von höchst anständigem AuS- Die Exclamationen, das Gelächter, die Bewegungen, der sehen; die Conduiteliste, welche sie ihrem Stiefsohn auf ein- Lärm und das Murren, welche die Aufmerksamkeit des Präzelne Fragen des Präsidenten nach und nach ausstellt, ist sidenten erregen und ihn zum Einschrecken bewegen, sie sind eine sehr bedenkliche; das Kind war .baackzLi-; befragt, indas Schlimmste nicht, es sind am Ende Ausbrüche der hochterpretirt sie den Localismus mit „feig, furchtsam, verstockt gradigen Erregung der Menge, die ja doch Niemanden inti und hinterlistig, häusig ungehorsam und sehr zur Lüge neimidiren oder beeinflussen und wenn sie gerügt werden, so ist gend." Eines Morgens war der Vater in Tokaj. die Mutter die Würde des Gerichtshofes gewahrt und damit ist Alles vom Fieber geschüttelt, krank. Sie hieß den Knaben Wasser wieder gutz aber die Glossen, mit welcher eine Gesellschaft holen, das Söhnchen aber warf mit einem Messer nach ibr. in dieser Affaire häufig genannter Persönlichkeiten, in deren Schon früher einmal hatte er sie mit der Art bedroht." unmittelbarer Nähe zu sitzen ich das Glück habe, jede ihnen „Die Confrontation Moriz war auch heute wieder eine mißliebige Aeußerung so etwa halb- oder dreiviertel laut be- Scene, von der man Demjenigen, der sie nicht mit äugegleiten, diese sind eine geradezu nervenzerreißende Zugabe zu sehen, unmöglich einen Begriff geben kann, so widerlich, so allen übrigen Annehmlichkeiten einer solchen Gerichtssitzung, betrübend, so räthselhaft und entsetzlich zugleich. Das Auge Eine andere Bezeichnung für einen Bertheidiger oder den stier auf den Boden geheftet, ohne einen Blick für Vater oder Staatsanwalt, als: ,ak.^ztbtäravalb-. .s/.amär-, „gazembef. Mutter zu haben, eilt der Knabe in unstäter sieberischer Hast, -gyaläzatos kutva* — habe ich aus dieser Gruppe noch nicht etwa aus dem Zeugenzimmer, sondern unmittelbar aus nicht gehört, und die Herren conversiren viel und immer, der Hut seines Pflegers, des Kastellans Henter, in den Saal, Daß die Entlastungszeugen nicht besser davonkommen, läßt geradenwegs auf die Schranken zu, als ob er vor Allen, die sich denken: indessen ich komme aus dieses Thema noch zurück,