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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1883-07-10 · Heft 28 (10.7.1883) · p. Seite 459

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
47 (1883)
Issue
Heft 28 (10.7.1883)
Date
1883-07-10
Page
Seite 459 (sequence 13)
Language
German
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459 tunität und aus zarter Rücksicht für den Eigensinn des Bei eintrat und welchen selbst das polnische Centralwahlcomit« klagten! Wie erst, wenn der Advokat des Herrn Bartholo-j dringend empfahl, erhielt nur 176 Stimmen christlicher und vics, der hiesige Reichstags-Abgeordnete Basil Gyurgyevics, jjüdischer Seite, während über .100 durchgängig jüdische Stimsich zu dem Heroismus verstiegen hätte, im Eifer des Rekurs-! men einem christlichen Manne, Josef Simon, zufielen und schreibens gleich das Leben seines Klienten in die Schanze i zwar wider dessen Willen, da er gar nicht gewählt sein wollte, zu schlagen?! Immerhin beweist aber selbst diese herzlich! So bewährte sich hier die Macht des Belzer Wunderrabbi, ungeschickte Enunziation des Amtsblattes, daß man maßgedie dagegen in Kolomea eine so schwere Niederlage erlitten benden Ortes die Nothwendigkeit einsah. das von der schwär-> hat. Kolomea gegen Brody! Wer hätte dies früherdenken zesten Reaktion eingegebene Urtheil der Banaltafel zu bej können! Und der Grund? Weil Zucker zugestehen mußte, daß schönigen und in gelinder Weise eine Solidarität zwischen dem! die Chedurim vom Hebel siird, daß sie durch die ordentliche Justiz- Departement der Landesregierung und dem, von dem ' Schule ersetzt werden müssen , daß Schulbildung für die fast neunzigjährigen Herrn v. Klobucsarics geleiteten galizischen Schulen so wichtig ist wie die Luft für das Athmen; Appellationsgerichte abzulehnen. Man ist hier auch allgeweil er zugeben mußte, daß die galizischen Rabbinen nicht mein der Ansicht, daß die Assaire, obgleich in derselben im aus der Höhe der Zeit stehen, und daß die Heranbildung Sinne der Gerichtsordnung die Banaltafel das letzte Wort besserer Rabbinen für die Erziehung und Hebung der Juden zu reden hätte, wegen der strittig gewordenen Kosten der in Galiziens unumgänglich ist. Das war freilich früher das dem obschwebenden Prozesse nothwendig gewordenen Eroffene Bekenntniß der Brodyer Juden; in diesem Sinne grünstreckungen, doch vor das Forum der Septemviraltasel ge-, fcetcn sie eine treffliche Volksschule, die bereits viele Jahrlangen werde, in welchem Falle zweifellos eine Amovirung zehnte besteht. Aber die Zeit hat sich geändert; das Land des zeitrichterlichen Urtheils zu gewärtigen stünde. Tie Volk überströmtc die Stadt; der Wohlstand ist gewichen und hiesige „Drau" hat zu dem Urtheile der Banaltafel die Behat seine Herrschaft über die Maffe verloren. Brody ist ins merkung gewagt, daß mit demselben die Stöcker, Henrici, Dunkel zurückgefallen; aber glücklicher Weise hat die Jntelli- Jstoczy und Szalay weit übertrumpft seien, denn hier sei genz nur ihre Wohnstätte verändert, und die Bildung soll der erste Fall gegeben, in welchem der Antisemitismus von nicht mehr das Eigenthum Einzelner, sondern der Masse amtswegen propagirt erscheine, — eine Bemerkung, die nach werden, was freilich Zeit und Ausdauer erfordert. Ansicht der hiesigen Staatsanwaltschaft das Vergehen der „öffentlichen Aufwiegelung" involvirt, weshalb die betreffende ' v Nummer auch konnszirt wurde. Bezüglich der nach keiner St. Gallen, :26. Juni. Ein ärgerlicher Vorfall, der Richtung auffällig hervortretenden Person des Helden in diesich hier ereignete, wird, weil er einen Juden betraf, aussem Gerichts-Spektakel dürfte es vielleicht interessiren zu erwärts auf antisemitische Motive ausgelegt werden, was aber fahren, daß die Verschärfung seines christlich-religiösen Emnicht zutreffend ist. Ein gewisser Bamberger, der sich vor pfindens bis zur Eidesverweigerung vor einem jüdischen Richeiniger Zeit hier niedergelassen und ein Confectionsgeschäft ter erst ganz jungen Datums ist. Bartholovics hat nämlich etablirt hat, schrieb in ein Journal Artikel, welche die Auseinige Monate vor dem hier besprochenen Inzidenzfälle, und stellung in Zürich in sehr ungünstiges Licht stellten. Hierzwar genau in derselben Prozeßangelegenhcit, vor einem gegen erhob sich das „Tagblatt" in aufreizendster Weise, jüdischen Richter geschworen. Am Abend sammelte sich eine Haufe vor dem Hause des un Aus Galizien, 25. Juni. (Privatmitth.) Es war eine geschickten Publizisten, um ihm eine Katzenmusik zu bringen. Zeit, wo Brody als das Centrum der galizischen jüdischen Tie Polizei verhaftete einen Unruhstifter und nun rottete Intelligenz galt, und wo es zugleich der Hauptstapelplatz des sich das Volk zusammen, theils um den Verhafteten zu begalizischen Handels, der Vermittelung zwischen Ost und West freien, theils um den Laden Bambergers zu zerstören. Bon war. Die Brodyer beherrschten zu einem nicht geringen der Zerstörung ging man zur Plünderung über und bald Theile die Leipziger Messe und standen in der Aufklärung verschwanden alle Vorräthe desselben. Bamberger selber den „Deffauern", d. h. den Mendelssohnianern am nächsten, war gar nicht in der Stadt. Den angerichtcten Schaden muß Das hat sich Alles geändert. Die Handelsbeziehungen Brodie Stadt ersetzen, dys sind tief herabgesunken, und welcher Geist jetzt dort Herr- - - sehend ist, das hat sich bei der Wahl eines Landtagsabgeord Bonn, 1. Juli. (Notizen.) Aus Wien wird geneten gezeigt. Der bisherige jüdische Abg. Pr. Zucker, der schrieben: Der vor einigen Wochen hier verstorbene Banquier erst in der letzten Session durch seine Reden gegen denAntise- David Lothringer aus Brody vermachte testamentarisch unten Merunowicz dem Judenthume einen so glänzenden Sieg für israelitische Wohlthätigkeitsanstalten in Wien 20,000 Gulbereitete, für den Talmud und die Juden auf's Kräftigste den. — Die Königin von England hat dem M. CH. James

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