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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1883-06-19 · Heft 25 (19.6.1883) · p. Seite 402

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
47 (1883)
Issue
Heft 25 (19.6.1883)
Date
1883-06-19
Page
Seite 402 (sequence 4)
Language
German
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402 schrecklichen Katastrophe im Jnni bietet er seine Kraft und Festigkeit da an, wo man ihn brauchen könnte. Das ist fürwahr der echte Patriot und der wahre Weltweise! Crneft Renan: Die ursprüngliche Einheit und die allmähliche Trennung -es Iu-enthums uu- -es Lhrijteuthums. ii. Der ganze Text der Renan'schen Vorlesung ist in der Revue politique et litteraire vom 2. Juni erschienen. Wenn, wie wir bemerkten, der wörtlich von uns in vor. Nr. wieder - man auf diesem kleinen vergessenen Stückchen Erde? Man liest die Bibel von Morgens bis Abends; man sucht sie verstehen zu lernen." „Ich habe den Norden Skandinaviens etwas besucht; ich habe einige Lagerstätten der Lappländer gesehen. Diese Lappländer sind halb civilisirt. Jetzt können sie lesen. Nun, was lesen sie? Die Bibel, immer die Bibel. Sie verstehen sie auf ihre Weise, erfassen sie auf die originellste Art, aber mit einer Art düsterer Leidenschaft und tiefer Intelligenz." „Sie besitzen also das unvergleichliche Privilegium, daß Ihr Buch das Buch der ganzen Welt geworden ist; folglich haben Sie keinem Anderen die Schuld zuzuschreiben, wenn die ganze Welt an Ihren Studien Theil nehmen will. Sie gegebene zweite Theil der für uns wichtigere ist, und wir^theilen dieses Privilegium der Universalität mit einer anderen von dem ersten eine ziemlich genaue Analyse gegeben haben, jRace, welche ebenfalls ihre Literatur allen Jahrhunderten so verdienen doch aus letzterem viele bedeutsame Aeußerungen j und allen Ländern auferlegt hat, das ist Griechenland. Geunsere Aufmerksamkeit. Der Redner beglückwünscht zuerst den! wiß, wir würden uns beklagen, wenn die modernen Griechen „jüdischen Studienverein", daß seine Statuten auch dem Nicht-! sagen wollten: „Wir allein haben das Recht, uns mit dem israeliten den Zutritt gestatten. Er fährt fort: „Sie haben vollkommen Recht gehabt, meine Herren, diese Anordnung in Ihr Reglement aufzunehmen. Sicherlich gehören die jüdischen Studien mit vollem Rechte Ihnen; aber, gestatten Sie mir Ihnen dies zu Ihrer Ehre zu sagen, sie gehören auch der Menschheit an. Die, die jüdische Vergangenheit betreffenden Nachforschungen interessiren die ganze Welt. Sämmtliche Glaubensbekenntnisse finden in Ihren Büchern das Geheimniß ihres Entstehens. Derjenige, welcher seinem religiösen Ursprünge nachforschen will, gelangt notwendiger Weise zum Hebräischen. Also sind diese Studien, obschon sie Ihr eigenes Gebiet sind, gleichzeitig auch das gemeinschaftliche Gebiet aller Derer, welche glauben und welche suchen. (Beifall.)" „In der That, welch wunderbares Geschick, das Ihres Griechischen zu beschäftigen. — Um Vergebung, würden wir erwidern, die ganze Welt bewundert Ihre alte Literatur, die ganze Welt hat das Recht, sie zu studiren." Da ebenso die Bibel das Gemeingut der Menschheit ist, gehört sie dem ganzen Menschengeschlechte; Alle dürfen mit Ihnen arbeiten. Wir danken Ihnen also, meine Herren, daß Sie so gütig waren, uns zu gestatten, wie freiwillige Samaritaner, Ihnen zur Seite an dem Werke zu arbeiten, das uns Alle gleich interesfirt. (Sehr gut! sehr gut! Lebhafter Beifall.)" „Es ist so wahr, daß die hebräischen Studien der gemeinsame Untergrund aller religiösen Studien unserer Welt find, daß alle diejenigen, welche sich ihren Glauben klar zu machen suchen, dahin geführt werden, sich mit Ihrer religiösen Vergangenheit zu beschäftigen. Wenn man z. B. das Christenheiligen Buches, dieser Bibel, welche die geistige und morathum ergründen will, so muß man das Judenthum studiren. lische Nahrung der civilisirten Menschheit geworden ist. Wenn! es einen Theil der Welt giebt, der wenig an Judäa erinnert, so sind es sicherlich unsere zerstreuten Inseln des Occidentesi und des Nordens. Nun, womit beschäftigt man sich in diesen entfernten Ländern, die von denen des Orients so verschiedenen Racen bewohnt werden? Womit beschäftigt man sich dort? Mit der Bibel, meine Herren, mit der Bibel vor Allem." „Im Norden Schottlands, dreißig Meilen ungefähr von der Küste, inmitten eines wildbewegten Meeres, steht ein ein- Durch die Traditionen der Kindheit, welche die theuersten und dauerhaftesten sind, an das Christenthum gebunden, glaubte ich nicht besser meine Achtung für die christliche Glaubenslehre erweisen zu können, als indem ich sie ganz genau prüfte. Meine Meinung ist, daß eine ernste, gewissenhafte Prüfung der größte Beweis der Achtung ist, den man den religiösen Bekenntnissen erweisen kann. (Zeichen des Beifalls.)" „Wohin fand ich mich durch diese Analyse des Christensamer Fels, der währender Hälfte des Jahres fast in Finthums geführt? Ich fand mich zum Studium des Judenthums sterniß gehüllt ist. Diese kleine Insel heißt St. Kilda. Jüngst geführt; denn, ich wiederhole es, der Christ, der sich von las ich sehr merkwürdige Berichte über dies Eiland, welche seinem Glauben Rechenschaft geben will, ist nothwendig auf uns interessante Taten über die celtische Race in ihrem reidas Hebräische hingewiesen. Und sicherlich rief dieses Stunen Zustande geben könnten. Während ganzer Monate ist dium in meinem Geiste die tiefste Revolution hervor. Bon man dort ohne Verbindung mit der übrigen Welt. Man dem Tage an, wo ich anfing, Ihre Vergangenheit kennen zu muß sich in St. Kilda sehr langweilen und die Gesellschaft lernen, haben sich meine Gedanken, das kann ich sagen, auf muß dort sehr einförmig sein. (Lachen.) Nun, was thut \ die religiöse Geschichte der Menschheit fixirt."

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