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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1883-05-22 · Heft 21 (22.5.1883) · p. Seite 347

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
47 (1883)
Issue
Heft 21 (22.5.1883)
Date
1883-05-22
Page
Seite 347 (sequence 17)
Language
German
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347 Horn und I. Süßmann sich im Tempel aufgehalten haben. Staatsanwalt hat die Vernehmung aller Genannten verlangt. Man sprach damals in Eßlär von einem Streit zwischen Einder Gerichtshof verweigert die Vernehmung. Horn und Süßmann und richtig vernahm ich, als ich mich. ^yrwfrcicf) Paris, im Mai. Tie officielle Volkszählung in Algerien rm Lee. 1882 hat für die eingeborenen Israeliten folgende! Zahlen ergeben: Unter einer Gesammtbevölkerung von der Tempelthür näherte, daß Einhorn und Süßmann mit einander wegen des Branntwein-Verschleißes stritten. Meine! Stiefmutter horchte gleichfalls an der Thür und hörte dasselbe." Zum Schlüsse richtete Untersuchungsrichter Vary an Moriz Scharf die Frage, ob er die Esther Solymofi gekannt! und von ihr schon gehört habe; hierauf erwiderte der Ge-j fragte Folgendes: „Ich habe die Esther Solymosi nie im Leben gesehen und von ihr auch nie Etwas gehört." Es muß hier bemerkt werden, daß in Tißa-Eßlur anfänglich der Glaube verbreitet war, Esther Solymosi sei nicht am Tage, sondern in vorgerückter Abendstunde von den Schächtern ermordet worden, daher sich auch die Fragen des Untersuchungsrichters zumeist auf die während des Abendgebetes und nach demselben vorgefallenen Tinge bezogen. Später wurde dann Moriz Scharf nach Nagyfalu gebracht, wo ihn der Sicherheitskommissär Reskü Bandi vernahm und vor dem Moriz Scharf die bekannte Aussage machte. — Die Schlußverhandlung in dem Tißa-Eßlurer Prozeß ist auf den 4. Juni festgesetzt. 3,310,410 Individuen kommen auf die naturalisirten Israeliten 35,663 (also etwas mehr als 1 Procent). Im Departement Algier 10,414 Civil und 610 Militär. Im Tepart. Oran 14,370 Civil, 188 Militär; im Tepart. Constantine 10,006 Civil, 60 Militär. Rußland. Petersburg, 7. Mai. die Meldung des Russischen Courier über Ausschreitungen gegen die Juden in Jekaterinoslaw sind, wie von dort berichtet wird, übertrieben und unrichtig. Es hat dort ein Streit in dem Laden eines jüdischen Kaufmanns stattgefunden. Ter Ladenbesitzer wurde nicht geschlagen; auch wurde keine Abordnung der jüdischen Be-; völkerung zum Gouverneur gesandt, um Schutz zu erbitten. — Es wird bereits wieder ein andrer hoher Beamter genannt, der Präsident der „Judencommission" werden soll, die natürlich unterdeß feiert — nämlich Graf Pahlen, Mitglied — Charakteristisch für den Gerichtshof zu Nyiregyhaza, daß er die Vernehmung aller der Zeugen verweigert hat, des Reichsrathes. welche die von dem Untersuchungsrichter Vary erlittenen Rumänien Mißhandlungen d-nnncirt haben. Es wird darüber b-r.chtct: Bukarest, im April. (Prioatmitth.l «clanntlich hat der Der Anklagebeschluß des Gerichtshofes ,t,mmt in salzenden ■ Kongreß als Bedingung für di- Unabhängigkeit Punkten mit den Anträgen der Ob-r.St°-ts°nw°lt,chast nicht RuntänienS di- Gleichstellung aller Racen und Eonsessionen überein: der G-richtshaf stellt den Emannel Taub, den d,° in Rumänien ausgestellt. Mit wahrhaftem Hahne haben da. Staatsanwaltschaft a-l freien on« zu stellen-erlangt-, unter rauj 3jumä„en bc„ Art. 7 dahin verändert, daß sie die Anklage. Zahlreiche Zeugen, deren Vernehmung -an der iämmtlidjcn Jude» siir Fremde erNärten und deren Ratnrali. Staatsanwaltschaft verlangt worden, sollen nach dem Be- ----- - - - - - schlufse des Gerichtshofes nicht verhört werden. Solche Zeugen ~ sation durch besondere Boten der Teputirtenkammer und des Senats von Fall zu Fall zugestanden. Die Mitglieder des sind: An« Tißa-Eßlär: Frau Andrea« Saas, El„°bcth Saas, Berliner Cangresses, -an denen allein nach Fürst Bismarck Esther Tanyi - diese hatten Vary gemeldet, dan der °,er. 6;fte6t> 8af,e„ ,-ch uüt dieser Farce znsrieden und erkannten jährige Samuel Schars ihnen erzählt habe, w,e ,°,n Vater rmnänif(6(m sta4t an. ScitScm werden die Inden in die Esther Solymosi geschlachtet habe dann Andrea« Rumänien ans jede mögliche Weise bedrückt und beschränkt. Farkas, Frau Lob Großberg, die Hebamme rtrau Siegfried mehr als vor dem Berliner Congreß, was gewiß sehr B-kta, dispäter B-ry beschuldigt-, daß er sie zn fal'ch-r h,itz,u will. Und wie steht cs NM di- Natnralisatian? Aussage nöthigen wallte, sie gescholten nnd bedroht habe.!^ origen Jahre hat mit anß-rg-wöhnli-bcr Anstrengung wenn sie nicht au-sage, »aß sie die Kleider Esther» die Teputirtenkammer für fünf Israeliten die Naturalisation Dadaer Leiche angezogen, endlich Andreas Lißkoi, Benjamin uuegesprochcn. Das war aber dem Senate zu viel, und er H-g-düs, Wolsgang Groß. Elias Großberg; aus Tißa-Dada: i machte nur drei daran«! Man kann hiernach berechnen, wie der Jurist Julius Seres, der zugegen war, al» man die Jahrtausende benöthigt sein würden, um die. 250,(XX) Leiche aus dem Waper zog, Leopold Lrattner, Moriz Burger, J^eliten in Rumänien zu naturalisiren. Die Herren Rn. Bernhard Krauß; aus Märamaros: Risia» Mendelovics, der män£n werden uns verzeihen, wenn wir b-scheidenen Zweisel drei Monate lang in Hast gehalten worden und angezeigt o6 b£r manisch- Staat auch nnr den 400. Tb-il hatte, daß er gesehen, wie man Amsel Vogel gesoltert, die ^forderlichen Zeitraums üb-rstehen werde. Flößer Andreas Daczö, Gabriel Horvüth .sun., Julms Mvßüros und Nikolaus Sallos; endlich Alexander R6ka, der Tunesien. Pandur des Bay, der laut Aussage der Flößer auf Befehl Äairuan, im April. In Kairuan, das zur Zeit der Bary's und Bay's die Zeugen gefoltert hat. Der Ober- Geonim und später der Sitz einer blühenden jüdischen Ge- 21

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