Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 47 (1883)
- Issue
- Heft 19 (8.5.1883)
- Date
- 1883-05-08
- Page
- Seite 302 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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302 chen 5815 Knaben und 1859 Mädchen sind. Die Zahl deriRabba beginnt, referirten, übersahen wir, daß wir der 20. Orte, in welchen diese Schulen bestehen, ist 27, worunter I und 21. Lieferung noch nicht gedacht hatten, welche einige' jedoch in Konstantinopel nach dessen verschiedenen Vierteln 7 bestehen, und zwar mit 621 Zöglingen. Ueber die Wirksamkeit dieses Schulunterrichts spricht sich der Bericht folgendermaßen aus: „Tie Berichte über die Lage der Zöglinge, welche die Schule während des Jahres 1882 verlassen haben, sind im Allgemeinen befriedigend. Eine ziem- Wochen vorher in einem Doppelhefte erschienen und den Midrasch Bemidbar Rabba, der überaus reichhaltig ist, von seinem Anfänge bis Kap. 5, B. 30 enthalten. Es wird so an dem Druck des Midrasch zum 3. und 4. Buche Mosis eifrig fortgearbeitet, und hiermit das ganze Werk seinem Ende näher gebracht. — Ebenso erhielten wir den 4. Band lich bedeutende Anzahl Schüler sind durch die Alliance beim der gesammelten Schriften Leopold Komperts: „Neue Ge- Ausgang aus der Schule als Lehrlinge placirt und sub-! schichten aus dem Ghetto", unter welchen einige zu den anventionirt worden. Andere sind untergebracht als Gehülfen,j sprechendsten Bildern gehören, welche des Dichters Phantasie sei es bei ihren Eltern, sei es bei Fremden, oder werden! und feine Beobachtungsgabe geschaffen hat. — Wir haben Commis in den Specerei-, Ouincaillerie - und Confections-' vor einiger Zeit über die Vollendung des ersten Bandes des geschäften, oder sind angestellt bei den Eisenbahn- oder Tele-; künstlerisch wie inhaltlich ausgezeichneten Werkes: „Palästina graphenverwaltungen, oder auch in den Consulatburcaux, und in Bild und Wort von Georg Ebers und A. Guthe (Stuttin Bulgarien sind einige in die Ministerien eingetreten, gart, deutsche Verlags-Anstalt)" referirt. Heute liegen uns Eine große Zahl Schüler endlich setzt ihre Studien in den die fünf ersten Lieferungen (30—34) des II. Bandes vor. Unterrichtsanstalten fort, deren Programm höher reicht als Die 30. und 31. Lieferung nimmt die Schilderung des das der Primärschulen. Man bemerkt vor Allem diese Nei- Libanon ein, die in sehr ansprechender, anschaulicher und bc gung der jüdischen Jugend zu Salonichi, Smyrna und in lehrender Weise das herrliche und ehrwürdige Gebirge in Bulgarien. Aus Tetuan sprechen die alten sowie die neuesten seiner natürlichen Beschaffenheit, mit seinen Schneegipfeln, Berichte der Alliance von einer Neigung zur Auswanderung Felswänden und romantischen, von Sturzbächen durchfloffenen der jüdischen Jugend nach Algerien, Spanien und selbst nach Amerika." — Die meisten dieser Schulen haben jetzt den wünschenswerthen Grad von Stetigkeit erlangt, so daß sie nicht, wie früher, bald geöffnet, bald geschloffen werden müffen. Auch ist es ihnen gelungen, den Widerstand zu überwinden, den sie theils durch die Orthodoxie, theils durch die Gleichgültigkeit für Unterricht und Bildung in der jüdischen Bevölkerung gefunden. Namentlich das letztere Moment schwindet glücklicherweise, und die jüdischen Eltern öffnen sich immer mehr der Ueberzeugung, daß der Unterricht ihren Kindern auch in materieller Beziehung zu großem Bortheil gereicht, und sie mit der Zeit vor Verachtung und Mißhandlung schützt. Auch in Jerusalem fängt die vor Kurzem gegründete Schule an, sich bestens zu entwickeln. Sie zählt jetzt 68 Schüler und 52 Lehrlinge. Zu bemerken ist, daß die Alliance beschlossen hat, nach und nach für jede ihrer Schulanstalten zwei Bibliotheken zu gründen, die eine für die Lehrer, die andere für die Schüler; es werden für diesen Zweck jährlich 10,000 Frcs. verwendet. Gegenwärtig beschäftigt sich das Central-Comitö mit der Begründung einer Pensionskaffe für ihre Lehrer nach 25jähriger Wirksamkeit. Schluchten, mit seinen Ruinen und Bewohnern, namentlich den berühmten vieltausendjährigen Cedern zeichnet, und den eigenthümlichen Charakter alles dessen durch ganz vorzügliche Illustrationen veranschaulicht. In der That scheint uns die Sorgfalt auf die letzteren in diesen Lieferungen noch gesteigert. Die dritte Lieferung versetzt uns an die Meeresküste von Tripoli bis Tyrus; wir lernen Tripoli, Beirut, Sidon, Tyrus, das weiße Vorgebirge, die Gräberfunde und die phönizische Cultur kennen, und wir brauchen nur diese Namen zu nennen, um das lebhafteste Interesse für diese aus alter Vorzeit bis in die Gegenwart reichenden Orte und Monumente zu wecken. Von da führt uns das vorzügliche Werk zunächst in die Bucht von Akko und ihre Umgebungen. — Bor Kurzem ist ein sehr interessantes Buch erschienen: „Indische Essays". Bon Nisikanta Chattopadhyaya. (Zürich 188 ^, Rudolphi und Klemm.) Der Verfasser ist ein Inder von Geburt, ein Brahmine, der seit zehn Jahren sich in Europa Studien halber aufhält, mit der europäischen Cultur vertraut gemacht und unter anderen Sprachen auch die Deutche erlernt hat. Mehrere dieser Aufsätze sind bereits früher veröffentlicht worden und namentlich zwei in Leipzig gehaltene Borträge haben einiges Aufsehen erregt. Obschon Brahmine, sucht er doch den Buddhismus und das Christenthum unparteiisch zu beurtheilen. Da er nun dem letzteren sich seiner Ueberzeugung nach nicht zugewendet hat, so findet er bei Bonn, 25. April. Als wir in Nr. 16 über die 22. Lie-!mehreren christlichen Kritikern keine Gunst. Jndeß je mehr fcrung der Bibliothcca rabbinica des Dr. August Wünsche, sich die europäische Cultur auch unter den Anhängern anderer (Leipzig, Otto Schulze), mit welcher der Midrasch Wajikra Religionen verbreitet, desto mehr wird sich auch das Christen- Literarischer Wochenbericht.