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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1883-04-24 · Heft 17 (24.4.1883) · p. Seite 280

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
47 (1883)
Issue
Heft 17 (24.4.1883)
Date
1883-04-24
Page
Seite 280 (sequence 14)
Language
German
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280 22 Zöglinge, zusammen 74 Waisen in der Anstalt. Die Knaben besuchen öffentliche höhere Schulen, die Mädchen höhere Töchterschulen. Letztere bilden sich zum Theil zu Lehrerinnen aus, im Fall der Berheirathung aber erhalten sie eine Aussteuer. In dem Knaben - Waisenhause sind seit 49 Jahren seines Bestehens 252 Knaben ausgenommen und erzogen worden. Das Vermögen des Knaben-Waisenhauses * besteht aus 671,371 Mark, wozu noch 50,000 Mark aus Familienstistungen und Sparkassenbüchern für die Waisenknaben kommen; das Mädchen-Waisenhaus besitzt 328,726 Mark und dazu 156,308 Mark aus ähnlichen Fonds oder Quellen. Außerdem gehört der Anstalt das schuldenfreie Grundstück Oranienburger Straße 38. Die Räume der Anstalt sind groß, luftig und innerlich zweckmäßig, besonders vom hygienischen Standpunkte, ausgestattet, die Versammlungs- und Festräumc sogar mit einem gewissen künstlerischen! Luxus. Baruch Auerbach war eine Persönlichkeit, wie geschaffen zu einem solchen Werke. Er verstand es meisterhaft, die Pietät und den Wohlthätigkeitssinn der Reichen zugleich anzuregen und zur Mildthätigkeit zu stimmen; bescheiden für sich, wußte er seine Anstalt in den Vordergrund zu bringen, und ihr solche Formen zu geben, die eine gewisse zahlreiche Klasse von Männern und Frauen jener Zeit interessirten und einnahmen. Kurz, was auch an dieser Anstalt hie und da auszusetzen wäre, das Verdienst Baruch Auerbachs durch die Gründung eines solchen Instituts und durch das Beispiel, das er damit gegeben, ist hoch anzuschlagen. Jetzt steht es unter Leitung seines Sohnes. Ueber die Jubelfeier selbst schreibt mau aus Berlin: In Gegenwart des Kronprinzlichen Paares, des Cultusministers v. Goßler, des Polizeipräsidenten v. Madai, des Ober-Bürgermeisters v. Forckenbeck, des Bürgermeisters Duncker, des Stadt-Kommandanten v. Oppeln- Bronikowski, des Unterstaatssectretärs Lucanus, der Geh. Ober-Regierungsräthe Schneider, Stechow und Herwig, der Stadtschulräthe Betram und Fürstenau, der Stadträthe Eberty und Mamroth, verschiedener Stadtverordnete, Directoren höherer Lehranstalten, des Professors Lürssen u. A. begingen heut Mittag die Baruch Auerbach'schen Waisen-Erjziehungsanstalten in den Festräumen des Hauses Oranienburger Straße die Jubelfeier des fünfzigjährigen Bestehens. Das ganze Haus prangte in Fahnen- und Blumenschmuck; Gesänge, Festrede des Dircctor Dr. Auerbach, Gebete des Anstaltsgeistlichen und Ansprachen aus dem Kreise der Unterrichtsbehörden bildeten die würdevolle Feier, nach welcher eine Besichtigung der gesammten Anstaltsräume stattfand. Mit einem Festmahl im Saale der Gesellschaft der Freunde , fand die Feier am Abend ihren Abschluß. Die israelitische Gemeinde in Gothenbürg, Schweden sucht einen jüngeren, akademisch gebildeten, freisinnigen, der reformatorischen Richtung angehörenden Lehrer, der den vorbereitenden Religions-! unterricht für die Heranwachsende jüdische! Jugen, und den Unterricht in der deutschen! Sprache an der hiesigen Freischule über-! nehmen kann. Derselbe muß auch be-! fähigt sein, vorkommenden Falles den ' hiesigen Rabbiner zu vertreten, wenn , derselbe an der Ausübung seiner geistlichen Functionen verhindert sein sollte. Der jährliche Gehalt ist auf Kronen 3,200 (Mark 3,600) festgesetzt. Reflectirende belieben ihr Ansuchen nebst Zeugnissen und Mitthcilung ihres Lebenslaufes spätestens bis zum 15. Juni d. I. an Bankdirektor Theod. Mannheimer, Gothenbnrg, Schweden einzusenden.____[6189] In unserem bestempfohlcnen Töchter- Penfionate können noch einige israel. junge Mädchen Ausnahme finden', auch solche, die sich in Musik (König!. Conservatorium) und in fremden Sprachen ausbilden wollen. Prospekte und Referenzen auf Wunsch. DreS-rn, Mathildenstr. ',4. [vr. 5sr>6| l>r. J. II. Jacobson, einer. Rabbiner und Frau. Anzeigen. In unserer Gemeinde ist die Stelle eines i Rabbiners und Predigers I zu besetzen. Candidaten, welche Wissenschaft- I lich gebildet, gute Redner, im Besitze der rjNT“ mnn sind, und die Leitung der Religionsschule und Ertheilung des Unterrichts' an den oberen Klassen in 8 bis 10 wöchentlichen Stunden übernehmen können, ' belieben ihre Bewerbungen nebst Zeugnissen bis zum ersten Mai an Unterzeichneten einzusenden. Fixer Gehalt 4 bis 5<KH> Franken jährlich. [3894] Basel, den i. März 1883. Der Vorstand der israelit. Gemeinde. Pensionat und höhere Töchterschule von Frau J>r. Leverson. Hannover, Thiergartenstraße 3 u. 4. Näheres durch Prospecte. [146-28] Ausnahme von Zöglingen jn jeder Zeit. I In einer größeren Stadt am Rhein! bietet sich Gelegenheit für zwei junge; Damen aus guter Familie in feinem 1 Hause und unter gewissenhafter Aufsicht den Haushalt praktisch zu erlernen. Offerten unter .1. 2289 an Rudolf Masse in Köln am Rhein erbeten. [K. 5982] Pensionat Das Sommersem. beg. am 3. Mai. Moderne WnllT-Godchaux Sprachen — Musik — Haushalt. Penfionspr. Bruxelles 8—1200 Mark. Prosp. und Referenzen auf (Brüssel). Wunsch._[6049] Penlionaf für iadifdiß Tökkier. Ich habe hier ein Pensionat für junge Mädchen errichtet und bitte Eltern mir ihre Kinder, die hier Schulen besuchen sollen, anzuvertrauen. Streng religiöse Erziehung, auch Beihülfe in den Schularbeiten sichere ich zu. Vorzügliche Referenzen stehen mir zur Seite. [5977] Berlin, 14 Gipsstr., April 1883. Frau Rabbiner vr. Jafle, _früher in Kureck und Wollslein. Pension und Unterricht für taubstumme Kinder; durch Schiller, ordentlicher Lehrer an der! Königlichen Taubstummen-Anstalt, Berlin,; Kastanien-Allee 23._[B. 5289]! Bruxelles 22 & 24, Rue Defacqz. Pensionnat superieur dirige par M»e R. Bloemendal. Yie de famille. Instruction serieuse et complete. Les langucs etrangeres et la musique y sont l’objet de soins particuliers. Meilleures references. [10419]

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