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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1883-04-24 · Heft 17 (24.4.1883) · p. Seite 278

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
47 (1883)
Issue
Heft 17 (24.4.1883)
Date
1883-04-24
Page
Seite 278 (sequence 12)
Language
German
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278 Vergrößern der Zahl der jüdischen Schüler vorauszusetzen, > Ztg." schreibt vom 6. April: Wir nehmen Veranlassung, ist kindisch. Bonn, 15. April. (Notizen.) Man schreibt aus Köln vom 10. April: Der Hauptlehrer der hiesigen israelitischen Volksschule, Herr Herrmanns, beging am Samstag sein 25 jähriges Jubiläum als Lehrer an der genannten Schule. Am Vormittage wurde der Jubilar von Deputationen des Vorstandes der Synagogen-Gemeinde und eines besonderen Comics in seiner Wohnung beglückwünscht; zugleich wurden ihm werthvolle Ehrengaben überreicht. Biele Freunde des Gefeierten schlossen sich den Deputationen an und zahlreiche Glückwunschschreiben, Telegramme und Blumenspenden gaben Ausdruck von der Liebe und Verehrung, deren sich der wackere Jugendbildner zu erfreuen hat. Die Hauptfestlichkeit fand am Abend im Jsabellensaal des Gürzenichs statt, wo musikalische und theatralische Aufführungen abwechselten. Das Fe st-Co mite überreichte im Namen vieler seiner Freunde einen prachtvollen Pocal und eine kunstvoll ausgeführte Adresse als freundliche Erinnerungszeichen an die schöne Reihe von Jahren (42), in welchen er als liebevoller Jugenderzieher den schweren Pflichten seines Berufes mit Treue und Gewissenhaftigkeit oblag. — Man schreibt uns aus Mainz vom 10. April: — Am 28. März a. c. fand zu Darmstadt das 25 jährige Dienstjubiläum des Cantors und Lehrers Oppenheimer, der sich während eines Vierteljahrhunderts die Hochachtung der jüdischen wie christlichen Mitbürger zu erwerben wußte, statt. O. ist auch wirklich ein prächtiger Sänger, der die Besucher der Synagoge zu erheben weiß, wie er auch die Wahrheiten der jüd. Religion in echt vor einem Menschen zu warnen, welcher sich, wie es scheint, die Noch der armen Eifler zu nutzen zu machen und zur Erreichung seiner Schwindeleien besonders auf leichtgläubige Juden Jagd zu machen suchtl Aus Kanderathwird uns nämlich geschrieben: Vorige Woche Freitag hat hier jemand eine Sammlung „für die Juden in der Eifel" abgehalten und dabei, wie es heißt, ein recht gutes Geschäft gemacht. Der Patron gab an, aus Adenau zu sein; er wäre dadurch zum Sammeln veranlaßt worden, weil die Juden in der Eifel von den eingehenden Spenden nichts bekämen, und was dergleichen Geflunker noch mehr war. Derselbe hat sodann hier übernachtet und ist auch Samstag mit in die Synagoge gegangen. Sei es nun, daß die Reue ihn hier erfaßt oder das Gefühl des Unbehagens sich seiner bemächtigt, genug, der Vogel war mit einem Male ausgeflogen und spurlos verschwunden. Zu bemerken ist noch, daß der mitleidige Judenfreund sich hier wie auch in Leiffarth, wo er ebenfalls übernachtete, unter dem Namen Abraham Baum aus Elsdorf bei Bergheim ins Fremdenbuch eingetragen hat. Wie verlautet, hat der Betreffende auch die Erkelenzer Juden zu beschwindeln gesucht. — Aus Breslau schreibt man unterm 9 April: Hier starb heute im 79. Lebensjahre der österreichisch-ungarische Consul, Geh. Kommissionsrath Dr. Cohn, einstmals Vorsitzender der Fabrik-Abtheilung des Gewerberaths der Stadt Breslau und fast 20 Jahre hindurch Präsident des Kaufmännischen Vereins, in welcher Stellung er die Breslauer Handelsschule gründete. Sein ältester Sohn ist der bekannte Botaniker Dr. Ferdinand C. an unserer Universität. — Mit Bezug auf obige Mittheilung aus Geilenkirchen schreibt man aus Wesseling d. 12. April: pädagogischer Weise in die Herzen der Kleinen zu verpflanzen im Stande ist. Eine Deputation des Vorstandes erkannte! Der Schwindler, welcher in Randerath und andern Orten diese Verdienste durch ihren Sprecher im vollsten Maße an! angeblich für die nothleidenden Juden in der Eifel, in Wirk- und übergab dem Jubilar ein Schreiben, das eine entspre-! lichkeit für seine eigene Tasche, gesammelt hat, versuchte auch chende Gehaltszulage gewährt. Frühere Schüler und Freunde! hier sein sauberes Handwerk. Ein gerade anwesender Herr überreichten eine kunstvoll ausgeführte Adresse und mehrere aus Randerath zwang ihn zu dem Eingeständnisse, nie in tausend Mark in Werthpapieren. Depeschen und Geschenke Adenau gewesen zu sein, keine Legimitation zu besitzen, den aller Art kamen von Nah und Fern. Am Abend des Aufruf selbst gemacht und mit falschen Unterschriften ver- Freudentages brachte der Mozart-Verein, der vornehmste sehen zu haben. Der Vorstand der hiesigen jüdischen Ge- Gesangverein Darmstadts, unter Leitung des Hofcapellmeisters meinde übergab ihn der Polizei, und so wird der Betrüger dem lieben Sangesbruder, der die Ehre hat, Vorstand der verdienten Strafe nicht entgehen, desselben zu fein, ein Ständchen. — Die „Geilenkirchner Ieuilleton. Da« Saruch Amrbach'sche waiLnhaus für jüdische aus eigene» Mittel», so doch ganz aus eigener Jnitia. e h & T• twe, und sogar vielfachen Anfeindungen entgegen, ins Lnaven m verlm, Leben gerufen worden. Baruch Auerbach war in Jnow' das heute den 10. April sein fünfzigjähriges Stiftungsjubi-! raclaw im Großherzogthum Posen geboren und studirte in läum feiert, ist von seinem Begründer, wenn auch natürlich Berlin. Seit 1826 war er im jüdischen Schulwesen zu

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