Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 47 (1883)
- Issue
- Heft 13 (27.3.1883)
- Date
- 1883-03-27
- Page
- Seite 211 (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
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U 211 Agenten Schwarz gegründet, der dann die Beschaffenheit der Eolonie mit den glänzendsten Farben ausmalte. Tie israelitischen Einwohner von Denver, unterrichtet von der höchst trübseligen Lage der Colonisten, wählten in einem Meeting ein Comit«'-, das sich an Ort und Stelle begab und hier ein unbeschreibliches Elend fand. Es hatten sich zusammen i>3 Seelen an der ihnen angewiesenen Stelle niedergelassen. Aber die Häuser, deren Baukosten sehr hoch angeschlagen Beziehung und in der Gegenwart. — Der französische Divisionsgeneral S6e (Israelit), der zu St.-Malo commandirte, ist zum Commandeur der l>. Division mit dem Sitz in Orleans ernannt worden. — Unsere Leser erinnern sich des Herrn Judah Philipp Benjamin, der früher in den Bereinigten Staaten eine so bedeutende Rolle gespielt hat. Bon englischen Eltern, die nach den Bereinigten Staaten ausgewandcrt, geboren, hatte er in Ncw-Orleans die Rechte waren, sind fast unbewohnbar und schützen weder vor Regen studirt, wurde Advokat und für Louisiana in den Senat genoch vor Wind; das Land besteht aus größtentheils unfrucht-j wählt. Als der Bruch zwischen den Süd- und Nordstaaten baren Flächen und die Lage ist durch häusiges Austretcn j vollständig geworden und zu dem furchtbaren Bürgerkriege des Flusses höchst ungesund. So ist denn die Zukunft der! führte, stand Benjamin auf Seiten der Confederirten Colonie völlig hoffnungslos und die Einwohner von Denver! und war unter der Präsidentschaft des Jefferson Davis sammelten eine Summe, um die unglücklichen Menschen zu! einer der thätigsten Minister der Südstaaten. Nach deren erhalten und an angemessenere Orte zu bringen, lieber alle! Sturz ging er nach England, wurde Rechtsanwalt in Liverdiese Punkte werden in dem Berichte genaue Angaben gemacht j pool, verlor hier sein Vermögen in dem Fallissement eines und mir haben cs mit Tharsachen zu thun, welche aus den großen Bankhauses, stellte jedoch durch seine Thätigkeit in Leichtsinn, mit dem inan in Amerika diese schwierige Sache - in der Advoeatur seine sinanziellen Verhältnisse wieder her. behandelt hat, ein grelles Streiflicht werfen.! Jetzt im Alter von 72 Jahren siedelt er mit Frau und : Tochter nach Paris über. Bonn, 13. März. «Notizen) Der Kaiser hat dem. Bonn, 4. März. (Literarische Notizen.) Bon dem Präsidenten des israel. Eoiisistoriums zu Metz, Herrn Mor-^vor einigen Jahren erschienenen Buche „Die jüdischen Frauen hange, den Kronenorden dritter Klasse verliehen. — Dem. in der Geschichte, Literatur und Kunst" von M. Kayscr- Bürgcrmeister Bernhard Roos von Jngenheim wurde! ling hat Fräulein Maria Reismann eine ungarische Ueberin Anerkennung seines langjährigen pflichttreuen Wirkens im sctzung veranstaltet. Dieselbe hat vor einigen Wochen in gc- Gemcindedicnste das silberne Ehrenzeichen des Berdienst-. schmackvoller Ausstattung die Presse verlassen (Budapest, ordens der bayerischen Krone verliehen. Der dccorirte Bern- Gebr. Revai), und wird von der ungarischen Presse als eine hard Roos zählt hinsichtlich seiner unerschütterlichen religiösen sehr gelungene bezeichnet. —Man berichtet: Eine für den Grundsätze zu denjenigen Männern, welche heutzutage leider Bibelforscher wichtige Entdeckung ist soeben in Aegypten immer seltener werden; derselbe ist seit mindestens 40 Jahren von den Gelehrten des jüngst gegründeten Londoner Vereins Borstand der isr. Eultnsgemeinde zu Jngenheim und seit zur Erforschung von Aegypten bei Tel-el Maschuta, an der 136'.» Bürgermeister der Gemeinde Jngenheim. Er ist jetzt Eisenbahn und dem Kanal zwischen Tel-el Kebir und Jsmaila, fast l>0 Jahre alt. — Tic isr. Gemeinde zu Mains feierte welches für das alte Ramescs gehalten wird, gemacht worden, am 10. d. M. den 30jährigen Bestand ihres neuen Gottes- Tie in der Nähe befindliche Eisenbahnstation trägt den Namen Hauses und gleichzeitig das Jubiläum ihres Beamten, des „Ramcses". Eine daselbst aufgegrabene Inschrift crgiebt, daß Ehordirigcnten und Organisten Herrn Johann Staab. Ist der Ort nicht Ramescs, sondern das Pithom und Succoth cs schon keine leichte Aufgabe, ein solches Amt treulich zu, der Bibel war. Pithom ist die kirchliche und Succoth die pflegen, so war cs vor 30 Jahren für einen Andersgläubigen bürgerliche Bezeichnung des Tempels und der Stadt. Pithom doppelt schwierig, isr. Gesänge chorgerecht einzuüben. Herr wurde von den Israeliten für Ramescs den Großen gebaut. I. Staab verstand dies alles nicht nur vorzüglich, sondern Succoth soll die erste Station auf ihrer Route nach Paläeomponirte die Gesänge, die noch heute in der Gemeinde stina gewesen sein. Pithom Succoth findet jetzt seinen Platz als mustergültig gelten. Tie Festrede in der Snnagoge hielt auf der starte und ein fixirtcr Punkt in der Route der Js- Hcrr Rabbiner Pr, Salfeld. Nach beendigtem Gottesdienste raelitcn ist festgestellt worden. Mr. Naville, der berühmte überreichte der Präses der Gemeinde, Herr Oppenheim, im schweizerische Aegyptologe, leitet die Arbeiten der Forschungs- Flamen derselben Herrn Staab einen silbernen Pokal. Am expedition. Abend fand ein Festmahl statt. — Wie uns aus Leer geschrieben Bonn, 13. März. ^Literarische Notizen.) Der wird, hielt der Landrabbiuer Pr. Buchholz aus Emden „Boss. Ztg." schreibt man aus Paris vom 12. März: „Dem daselbst im Vereine junger Kanfleuic im Laufe des Winters Institut ist ein Bericht über eine sehr wichtige archäomehrere Vorlesungen, die allgemeinen Beifall gefunden, belogische Entdeckung zugegangen. Einer der von dem Carsondcrs die letzte über den Spiritismus in geschichtlicher dinal Lavigerie nach Tunis gesandten Priester, Pater De-