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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1883-03-20 · Heft 12 (20.3.1883) · p. Seite 186

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
47 (1883)
Issue
Heft 12 (20.3.1883)
Date
1883-03-20
Page
Seite 186 (sequence 6)
Language
German
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186 diese theils nach ihren Geschlechtern, theils nach den Ortschaften, aus denen ihre Väter weggeführt worden, aufführen. ein vollgültiger Beleg, welche Aufmerksamkeit auch im Exil der Gcschlechtsfolge gewidmet ward, und diese beweist wiederum, wie viel auf die Reinheit der Abstammung gegeben wurde. Diese Geschlechtsregister wurden so hoch gehalten, daß sie nicht blos im Buche Esra Kap. 2., sondern auch Nehcmia 7, 6 eingefügt wurden, im Ganzen mit geringen Abweichungen, doch solchen, daß beide aus einem ursprünglichen Verzeichnis; entnommen sein müssen. Später als j sofort verwandelten sich jene Völkerschaften in erbitterte Esra mit einem neuen, etwas über 1500 Männer starken j Feinde, welche mit allen Mitteln lange Zeit hindurch die Haufen nachfolgte «Esra 8.), wird ein gleiches Geschlechts-! Fortführung des Tempelbaues und den Wiederaufbau Jeruverzeichniß gegeben. Bemerkenswerth ist, daß auch die Nachj salems und seiner Mauern behinderten. Dadurch wurde das kommen „der Knechte Salomos", d. i. jener Reste über-1 Aufblühen der jüdischen Colonie erschwert und über das wundcncr Bolksstämme, die Salomo zu Frohnern und Tempelj ganze Volk geistige und materielle Lässigkeit gebreitet. Hieraus dienern gemacht, 302 an Zahl, mit hinaufzogen (Esra 2,! erklärt sich auch das zweite Ereigniß. Kurz nachdem Esra 58.), und mit Esra deren 220 (8, 20), so daß also selbst in Jerusalem angelangt war, klagten ihm die Führer und gebliebenen Resten der Zehnstämme erwachsene Mischvolk mit größtentheils heidnischem und nur zu geringem Theile israelitischem Cultus, sich an dem Tempelbau zu beiheiligen, was also auch eine engere Verbindung mit den Juden bedeutete. Diese wiesen aber jene Betheiligung entschieden ab, weil sie daraus die Gefahr erwachsen sahen, daß das Heidenthum wieder in Israel eindringe. Diese Festigkeit stimmte mit dem religiösen Bewußtsein überein, das sie nach dem verödeten Vaterlande zurückgeführt hatte. Aber diese abgesonderte Klasse sich im Exil erhielt. Außerdem 21, f»5.) begleiteten sie 7337 Knechte und Mägde. Endlich Häuptlinge des Volkes, daß die Mischehen mit heidnischen Frauen immer häufiger und das Gesetz dadurch verletzt würde. ist nicht zu übersehen, daß (6, 21.) vom Peßach bemerkt i Esra schritt ein, schrieb eine Volksversammlung aus und bewird: „Ta aßen es die Söhne Israels, die aus der Weg-! schwor diese, dahin zu wirken, daß die betr. Männer sich führung zurückgekehrt und jeder, der sich zu ihnen von der, von diesen Weibern scheiden und sie fortscnden sollten. Die Unreinheit der Völker der Erde gesondert, zu suchen den! Versammlung willigte ein und es wurde eine Commission Ewigen, den Gott Israels" — was immerhin ein Zeugniß eingesetzt, welche den Beschluß strengsten» in Ausführung dafür gicbt, daß die im mos. Gesetze aufgestellten Grundsätze; bringen sollte. Man nahm die Sache so ernst, daß die auch jetzt beobachtet wurden.') — Die neue Colonie bot also Namen aller Männer, die in Mischehen lebten, ausgezeichnet dasselbe Bild wie das alte Israel vor der Zerstörung des; wurden (Esra 10, 18). Aber gerade hieraus ergiebt sich, ersten Tempels: eine abgesonderte Nation, welche jedem Fremdaß Renan in seiner Annahme, daß zu dieser Zeit eine den. der in ihre religiöse und politische Genoffenschaft eintreten wollte, den Zugang offen hielt, von den umgebenden heidnischen Völkern sich jedoch abschloß und die Vermischung wesentliche Vermischung des jüdischen Stammes mit anderen Elementen stattgefunden habe, zu weit gegangen. Es fanden sich nämlich im ganzen jetzt über eine Viertel Million mit ihnen abwehrte. Nach der Berechnung Herzfelds befaßte I zählenden Volke, also unter ungefähr 50,000 Ehen nur das wiedcrbcsiedelte Judäa ungefähr 120 Quadratmeilen mit 113 Mischehen, die erst seit Kurzem bestanden und nun» 1600 Seelen auf der Quadratmeile, also mit einer Bemehr wieder aufgelöst wurden. Allerdings trat nach völkerung, wie sie in früherer oder späterer Zeit weit über-' einiger Zeit nach dieser Richtung wieder mehr Schlaffheit troffen wurde, immerhin jedoch nicht allzu geringfügig Wardein; denn wir sehen Nehcmia (13, 23.) wieder gegen solche Die „saniaritanischen" Völkerschaften besaßen den Norden des Landes, später wurden sie von den Juden ans Galiläa Männer nachdrücklich auftreten, deren Zahl jedoch nach der Weise, wie er sie behandelte, nicht groß sein konnte, und die verdrängt und auf die Mittellandschaften, namentlich um' wahrscheinlich mehr zu den Höhergestellten gehörten.') Auf Sichern beschränkt. > dem von Esra und Nehcmia gelegten Grunde baute sich das In der nächsten Zeit der neuen Colonie treten aus! dem Gesetze immer enger sich anschließende Judenthum auf dem Dunkel, das bis zur macedonischen Epoche über diese und leistete dem in der nächsten Zeit Asien überfluthenden Griechenthum in Cultus, Sitte und Sprache den nachhaltigsten Widerstand. Hiermit schließt die biblische Periode, Zeit gebreitet ist. zwei Ereigniffe hervor, die für unseren Zweck bedeutsam sind. Als die Juden den Tempel wieder zu erbauen besannen^ erboten sich die!°u,°rit-»i!ch°u Völker; „ buchtet am o. O.. daß eä Weiber aus Äschdad rPhi. schäften, jenes aus assyrischen Ansiedlern und den im Lande listäas. Ammon und Moab gewesen, den damaligen Berhältniffen gemäß. Es geht daraus um so mehr hervor, daß wenn Esra 9, 1. die bekannten ..sieben Nationen", wenn auch ohne Girgaschi und Chivi, auf- Vi Pst. die mit objecliver Ruhe geschriebene „Geschichte des «zählt, und den Ammoni, Moabi und Mizri hinzuiügt. die» nur der Volkes Israel von der Zerstörung des ersten Tempels rc." von Dr. I gesetzlich technische Ausdruck ist, da von jenen Völkerschaften die Herzfeld, sowohl in der größeren, wie in der kleineren Ausmeisten längst nicht mehr existirten, und Esra alle fremden, namenlgabe >Leipzig, 1870., I lich die sog. samaritanischen ausschloß.

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