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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1883-03-13 · Heft 11 (13.3.1883) · p. Seite 172

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
47 (1883)
Issue
Heft 11 (13.3.1883)
Date
1883-03-13
Page
Seite 172 (sequence 8)
Language
German
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} _172 Ähnlichkeiten beweisen überhaupt nichts, denn sie kommen! gelungen, irgend einen Weg aufzufinden, auf welchem der überall und in allen Zeiten vor; auf die innere Natur des! Uebergang aus jenem in dieses möglich gewesen ware^ Lehrinhalts kommt es an. Jüngst z. B. hat man eine ganzes Hat es sich somit abermals bewahrt, daß aus Discusfionen Reihe Ähnlichkeiten im Buddhismus und in der Lebensge-! im Parlament über wifienschaftliche Fragen gar nichts heraus, schichte Buddha's mit dem Christenthum und den Berichten! kommt, so erschien es uns doch bei der Autorität und Verbreitung über das Leben Jesu nachgewiesen; es ist aber nicht einmal j solcher Verhandlungen als eine Pflicht, uns darüber zu äußern. ,r! ganze Bausumme, welche auf 200,000 Mk. berechnet ist, zu Deutschland!üb°rnchm-«. Berlin, 1. März. (Privatmitth.) Großes Aussehen Fürth, Ende Februar. (Privatmitth.) Die hier domimachte in diesen Tagen au der Börse das Fallissement des cilirte „Gabriel Rießerssche Stipendien-Stiftung" hat ihren Bankhauses A. Jahn Söhne. Bon den beiden Inhabern Jahresbericht auf die Zeit vom 23. April 1881 bis 21. Tchril der Firma ist der eine, wie man sagt, mit einer großen eben 1882 ausgegeben. Die Stiftung vertheilt regelmäßig Stierborgten Summe flüchtig geworden, der andere giebt sich für pendien am Jahrzeittage Gabriel Rießers. Zum Bezüge krank aus und ohne Kenntniß der Ausdehnung ihrer Börsen-; eines solchen Stipendiums ist jeder Bayer jüdischer Religion speculationen. Dies wäre nun nichts so Ausfälliges, um an befähigt, welcher an einer Universität, einer Akademie, einem dieser Stelle davon zu sprechen. Aber diese beiden Männer Polytechnikum oder einem öffentlichen Lehrerseminar studirt haben sehr stark im Antisemitismus gemacht; ihr Verwandter! und nach den Satzungen dieser Anstalt im Allgemeinen zum ist der bekannte Manufacturist Herzog; an dem Hause warenGenüsse von Stipendien befähigt ist. Im Jahre 1880 bebesonders Antisemiten betheiligt und unter Anderem hatte fliesen sich diese Stipendien auf M. 1240, im Jahre 1881 das konservative Central-Wahl-Comit6 seine Gelder bei ihm aus M. 1500. Bei der letzten Bertheilung wurden M. 1750 deponirt, die natürlich jetzt in Verlust kommen, da die Pasausgegeben, und erhielten ein Jurist 125. M., zwei Medifiva ungeheuer groß sind. Aus diesem Gesichtspunkte ist'einer 525 M., ein Studirender der Naturwissenschaften diese Sache wohl werth, hier erwähnt zu werden. j 225 M., zwei Polytechniker 650 M., zwei Seminaristen — Bon dem „Reichsboten" war mitgetheilt worden, daß 175 M. In den 16 Vertheilungen seit dem Bestehen der der Justizminister den Abgeordneten Stöcker und Wagner Stiftung wurden M. 13,003 vertheilt, welche 48 Juristen, gegenüber den „besten Willen geäußert" habe, „auf dem 28 Mediziner, 5 anderer Fächer, 14 Polytechniker und Verwaltungswege für die Besetzung der Einzelrichterstellen 133 Schullehrer-Seminaristen trafen. 53 Gesuche konnten mit christlichen Richtern Sorge zu tragen." Die „Kreutz-! nicht berücksichtigt werden, und um des letzteren betrübenden Ztg." erklärt diese Nachricht für eine „völlig unwahre."! Umstandes willen mag hier wohl das Schlußwort des Be- Herr Stöcker habe über diese Frage mit dem Justizminister richtes wiedergegeben werden: überhaupt keine Unterredung gehabt. Das Dementi ist von „Trotz der beträchtlichen Zuwendungen, welche die keinem besonderen Interesse, da selbst dem „besten Willen" Stiftung von manchen Seiten in den 16 Jahren chres Bedes Justizministers in dieser Angelegenheit die Verfassung, standes erhalten hat, reichen ihre Mittel noch lange uicht im Wege stehen würde. Dagegen ist es bemerkenswerth. zur ausgiebigen Erfüllung ihrer Zwecke, daß gerade das Organ des Herrn Hofprediger Stöcker diese „Die Kosten des Studiums werden in Folge der Stei- „ völlig unwahre" Nachricht in die Welt gesetzt hat. — gerung aller Lebensbedürfnisse tagtäglich größer: nur die- Lügen, nichts als Lügen auf dem Wege der Antisemiten! jenigen, welche ein beträchtliches Vermögen oder ein bedeu- Die erdichtete Nachricht sollte die Wichtigkeit und den Ein» tendes Einkommen besitzen, sind im Stande, die Kosten des fluß Stöckers den Lesern einreden, und dabei den verlorenen Studiums ihrer Kinder aus eigenen Mitteln zu bestreiten. Posten verdecken, aus den sich Hapke gestellt hat. — 1 Von den meisten Stipendienstiftungen sind die Bekeuner der Hamburg, 2t>. Februar. Der hiesige Kaufmann Marc, jüdischen Religion ausgeschlossen. Die Ansprüche an unsere Nordheim, durch seine Munisicenz bekannt, hatte vor Kurzem Stiftung sind daher im Zunehmen; selbst der größte Betrag, der deutsch israelitischen Gemeinde 100,000 Mk. zum Bau; den die Stiftung bis jetzt — einem ebenso ausgezeichnet eines neuen Schulhanses geschenkt. Nachdem Senat und I begabten, als sonst ausgezeichnet geeigenschasteten jungen Bürgerschaft der Gemeinde den werthvollen Bauplatz unent-1 Manne — gewährt hat, bleibt hinter dem Bedarse eines geltlich überwiesen, hat Herr Nordheim sich bereit erklärt, die; Studirenden zurück und überhebt den unbemittelten Studi-

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