Mannheim
Compact Memory

Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1883-02-27 · Heft 9 (27.2.1883) · p. Seite 142

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
47 (1883)
Issue
Heft 9 (27.2.1883)
Date
1883-02-27
Page
Seite 142 (sequence 14)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
96% known words query
IRI
…/3224737-3227447-3227457--40617-3309019
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

2 entity mentions

142 Reliquien in feierlicher Procesfion Kirche und Kloster und brachten sie dann wieder an ihre ursprüngliche Stelle." So der Mönch. Im Jahre 1187 fiel Hebron wieder in die Hände der Muhamedaner. Es ist wohl mit aller Sicherheit anzunehmen, daß dieselben diese Gräber der Patriarchen, bei der Heilighaltung derselben, ganz so gelaffen haben, wie sie im Jahre 1119 von den genannten beiden Geistlichen zur Zeit Balduin's vorgefunden worden waren. Bonn, 11. Februar (Literarische Notizen.) Wie wir bereits früher mitgetheilt, hat Treitschke dem Kritiker biner Eh*. M. Joel in Breslau giebt das zweite Bändchen seines Werkes: „Einblicke in die Relizionsgeschichte" heraus: „Der Conflikt des Heidenthums mit dem Christenthume in seinen Folgen für das Judenthum." Die gründliche und scharfsinnige Behandlung, welche der Verfaffer bei allen Gegenständen bethätigt, die er behandelt, läßt uns eine höchst intereffante Schrift erwarten. — Prof. vr. G. Wolf in Wien läßt „Historische Skizzen" erscheinen, welche zahlreiche Notizen über Juden enthalten werden, das letzte Kapitel behandelt Tißa-Eßlar. — Der wackere Kämpe vr. I. S. Bloch, seiner „Deutschen Geschichte im 19. Jahrhundert", Professor > Bezirksrabbiner in Floridsdorf bei Wien, mußte es sich ge- Baumgarten in Straßburg, eine Antikritik in den von ihm redigirten „Preußischen Jahrbüchern" entgegnet. Baumgarien blieb die Antwort nicht schuldig und Treitschke erwiderte nochmals. Jetzt hat Baumgarten als ein Schlußwort eine Broschüre „Treitschke's Deutsche Geschichte von Hermann Baumgarten" (Straßburg, Trübner 1883) erscheinen laffen. In derselben werden nicht nur die streitigen Punkte nochmals fallen laffen, daß Prof. Rohling auf seine glänzende Erwiderung eine Replik erfolgen ließ, die jedoch dem vr*. Bloch nur die willkommene Gelegenheit bot, in einer weiteren Antwort die Unwiffenheit und absichtlichen Täuschungen, die sich Rohling erlaubt, von Neuem ins hellste Licht zu stellen. Diese Duplik ist in der „Wiener Allgemeinen Zeitung" vom 6. Januar und jetzt auch in einem Separatabdruck: „Des erörtert, sondern auch die Erwiderungen Treitschke's in ihrer - k. k. Prof. Rohling neueste Fälschungen" (Wien 1883, Bern- Haltlosigkeit, in ihrer, die geschichtliche Wahrheit verschleiern- - hard A. Ihm.) erschienen. Der Berf. macht kein Federlesen den Methode nachdrücklich charakterisirt. Wir wollen hier mit dem Prager Profeffor; er zeigt ihm seine aus Unkenntuns begnügen, die Endworte der Broschüre wiederzugeben, niß gefloffenen Jrrthümer und seine absichtlichen Fälschungen wo Baumgarten einem Schildknappen Treitschke's antwortet: zu voller Evidenz nach und überschüttet ihn dann mit Spott „Das wunderbarste ist aber, wie Jemand zarte Rücksicht auf und Hohn, wie sie einem solchen Gesellen gehören. Wir einen Mann fordern kann, welcher immer gegen alle anders wollen hier keine Auszüge geben, um das ganze Interesse Denkenden die vollendete Rücksichtslosigkeit gewesen ist. Wenn der Broschüre selbst zuzuwenden. Uebrigens erscheint jetzt mich endlich Erdmansdörffer bisher für einen Gesinnungseine neue Broschüre von Prof. Franz Delitzsch: „Was Prof, und Parteigenoffen Treitschke's gehalten hat, so ist er in einem Rohling beschworen hat und was er beschwören will." Wir großen Jrrthum gewesen. Seit einer Reihe von Jahren muß werden auf diese zurückkommen. — Bon den Reden des vr. ich leider Treiffchke's politische Thätigkeit und namentlich die Art, wie er auf dem Katheder politisch zu wirken sucht, für eine höchst verderbliche halten. Ich glaube, unseren Univer- A. Jellineck „Der Talmudjude" ist die vierte erschienen, mit welcher der erste Cyklus geschloffen ist, der zweite soll im April erscheinen. (Wien, Löwy, 1883.) Der Inhalt sitäten, unserer ganzen Bildung könnte gar nichts schlimmeres dieser vierten Rede ist: Die Rede- und Vortragsweise der begegnen, als wenn sich diese Manier, die studirende Jugend in die Parteikämpfe des Tages hinein zu ziehen, verallge- Talmudlehrer, zunächst Adam betreffend. An den verschiedenen Agadischen Aussprüchen über Adam und deffen Ermeinerte". Das haben wir bei der antisemitischen Bewegung schaffung wird der ethische, allgemein humane Gedanke erzur Genüge erfahren! — Bonn, 16. Februar. (Literarische Notizen.) Rabläutert, den die Talmudlehrer dem Volke in das Herz senken wollten. Keuilteton. Israel Eipkin. nügend und gebührend hervorgehoben und es wäre weiter Königsberg, Anfangs Februar. kein Wort zu verlieren, wenn es nicht gelte, der Wahrheit Rabbi Jsröel Lipkin, noch beffer bekannt unter dem Nadie Ehre zu geben. Die Wahrheit ist denn doch noch weit men: Rabbi Jsröel Salanter, so genannt nach seinem Geburtsmehr werth als alle Pietät gegen Verstorbene, städtchen Salant, Gouvernement Kowno in Rußland, ist dieser Manche jüdische Blätter wollen den Mann sofort in den Tage in Königsberg i. Pr. gestorben und begraben worden.! siebenten Himmel erheben und wollen ihn in ihrer Apotheose An seiner Gruft sprachen der Stadtrabbiner, vr. Bamberger, womöglich den Heroen unsers Glaubens zugesellen, und der und Rabbiner vr. Hildesheimer aus Berlin; beide haben! Verstorbene war doch nicht mehr und nicht weniger als ein Werth und Verdienste des Verblichenen, wie man hört, geganz gewöhnlicher, talmudisch gebildeter russischer Jude.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.