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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1883-02-20 · Heft 8 (20.2.1883) · p. Seite 116

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
47 (1883)
Issue
Heft 8 (20.2.1883)
Date
1883-02-20
Page
Seite 116 (sequence 4)
Language
German
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116 Judenthume unter Hyrkan, das einzige Beispiel einer gewelches den Juden ihre Söhne, aber allein ihre Söhne zu waltthätigen Propaganda, das uns die Geschichte des Judenj beschneiden erlaubte, „was zeigt, bis zu welchem Punkte der thums bietet. entgegengesetzte Gebrauch verbreitet war." Man muß hierbei „In der Zeit der Nachfolger Alexanders und in der erwägen, daß Antoninus nur das Verbot Hadrians aushob, römischen Epoche wurde die jüdische Propaganda mit einer welches nach dem Siege über Bar-Kochba den Juden die außerordentlichen Thätigkeit ausgeübt, und sehr zahlreiche! Uebung ihrer Religion, insbesondere die Beschneidung unter- Bekehrungen zum Judenthume vollzogen. In Antiochien, sagt uns Josephus ausdrücklich, bekehrten die Juden eine große Anzahl Hellenen, „welche ein integrirender Theil der Gemeinde wurden". (Jüdischer Krieg VII. 3, 3. Diese Uebersetzung ist nicht ganz zutreffend, der Text besagt vielmehr: „Und machten jene gewissermaßen roorcot civt zu einem Theile von ihnen.") kehrungen noch zahlreicher, vorgeblich sibyllinischen und falschen klassischen, wurde hergc sagt hatte. Antoninus gab ihnen die Erlaubniß hiezu zurück, jedoch mit obiger Beschränkung, die aber für eine große Ausdehnung des Proselytismus noch kein faktisches Zeugniß giebt. Herr Renan erkennt, daß die große Neigung, welche seit ungefähr zwei hundert Jahren vor Christus die griechische und lateinische Bevölkerung zum Judenthum brachte. In Alexandrien waren die Be-! sich hauptsächlich zu Gunsten des Christenthums wandte. Eine große Fabrik von Büchern, j Eine sehr große Anzahl dieser Anhänger des Judenthums (metuentes , judaicam vitam agentes , judaei improfessi) stellt, um die Heiden zum Monotheismus zu bekehren. Die verpflichtete sich nicht zur Beschneidung und durchschritt Judenschaft Alexandriens ist ganz griechisch; sie vergißt das Hebräische. Sicherlich rekrutirte sie sich zu einem guten Theile aus der cgyptisch - hellenischen Bevölkerung." That-! fachen hierfür weiß Renan nicht anzuführen. Die ange- ■ führten sibyllinifchen Bücher sind literarische Schöpfungen, die ebenso zur Bertheidigung des Monotheismus, wie zur Bekehrung dienen mochten. Auf literarischem Wege finden bekanntlich wenig Bekehrungen statt. Dagegen muß man erinnern , daß die Juden auch in Alexandrien ein besonderes Viertel bewohnten und ein glühender Haß zwischen der cgyptisch-hellcnischen und der jüdischen Bevölkerung stattfand. nur das Judenthum. Aber eine sehr große Zahl ließ sich auch beschneiden und blieb Juden. Herr Renan citirt hinsichtlich dieses Gegenstandes die Predigten des heiligen Johannes Chrhsoftomus gegen die Juden, aus denen man die Vermischung erkennt, in der noch die beiden Gemeinden zu Ende des vierten Jahrhunderts lebten. Er verweilt auch bei den Stellen, wo Gregor von Tours von den in Gallien unter den Merovingern sehr zahlreichen Juden spricht. Er sagt: „Gregor von Tours hat uns über das Judenthum in Gallien unschätzbare Nachrichten aufbewahrt. Es gab viele Juden in Paris, in Orleans, in Clermont. Gregor bekämpft der gerade am heftigsten war, als die jüdisch-griechische Lire-! sie als Ketzer. Er ist nicht zweifelhaft, daß dies Leute von raiur blühete. Dies spricht nicht für zahlreiche Bekehrungen.! Renan fährt fort: „Die Völkerschaften von Syrien wurden, nicht weniger mitgezogen. Josephus lehrt uns, daß in einem j gewissen Zeitpunkte die Frauen von Damaskus sämmtlich I jüdisch waren." (Josephus verfällt sehr oft in Uebcrtreibungen, wo ihm diese passen.) „Die Bekehrung der königlichen Dynastie von Adiabene ist ein bekanntes Faktum. Die einer anderen Race seien. Die Ethnographie war einem so einfachen Geiste nicht sehr vertraut. Woher kamen diese Juden in Orleans und in Paris? Können wir glauben, daß dies Leute waren, welche aus Palästina in einer gewissen Zeit gekommen und die eine Art Kolonie in gewissen Städten gegründet hätten? Ich glaube es nicht. Ohne Zweifel war ein jüdischer Kern darin, aber es gab auch eine Menge hasmonäischen Könige zwangen vie Länder, welche sie er- Menschen, die sich dem Judenthum angeschlossen, aber nicht oberten, sich der Beschneidung zu unterwerfen. Die Heroeinen einzigen Vorfahren hatten, der nach Palästina hinaufdianer bewogen vermittelst reicher Heirathen viele kleine Fürreichte. Und wenn man bedenkt, daß die Judenschaften sten des Orients, sich beschneiden zu lassen. Jturäa, Palmyra Deutschlands und Englands aus Frankreich gekommen, so benahmen fast ganz das Judenthum an." Renan führt hier dauert man, nicht mehr Nachrichten über den Ursprung des zur Unterstützung seiner These einige Stellen an, zuerst von! Judenthums in unserem Vaterlande zu haben. Man würde Josephus (gegen Apion II, 31).), welche die enorme Aus-! wahrscheinlich sehen, daß der Jude der Gallier zur Zeit Gondehnung des jüdischen Kultus beweisen sollen. Josephus sagt trans und Chilperich's meistens ein Gallier war, der die hier nichts weiter, als daß Viele in Griechenland und bei israelitische Religion bekannte." — Was hier Renan beden Barbaren den Sabbath und einige Speisegesetze annahmen. Dies ist noch kein Beweis für Bekehrung oder gemischte Ehen. Dann eine Stelle von Diocassius (37, 17.), hauptet, und wenn er damit andeutet, daß die deutschen und englischen Juden zum Theil aus bekehrten Galliern hervorgegangen, ist völlig Hypothese. In der That können die wo die Unterscheidung von Juden der Race nach und Juden Juden in den gallischen Städten ursprüngliche Juden gewesen der Religion nach genau angegeben ist, ferner Juvenal (14, V5), Tacitus (Hist. 5, 5.), endlich das Gesetz Antoninus Pius, sein, nur daß sie nicht direkt aus Palästina, sondern über Italien oder Spanien gekommen sein konnten. In Italien

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