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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1883-01-16 · Heft 3 (16.1.1883) · p. Seite 44

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
47 (1883)
Issue
Heft 3 (16.1.1883)
Date
1883-01-16
Page
Seite 44 (sequence 12)
Language
German
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44 Einstellung in das rumänische Heer zu beloben, wenn damit die Anerkennung als rumänische Bürger verbunden würde. Leipzig. (Kunstnotiz.) In seiner Eigenartigkeit un-! erreichbar, ist das hier seit einer langen Reihe von Jahren! bestehende, weit über Deutschland hinaus hochgeschätzte! Etablissement für Kunststickerei von I. A. Hietel. Was! diesem Hause einen Weltruf verschaffte, war das Prinzip,! vom einfachsten bis zum reichsten Genre nur die besten Stoffe zu verwenden und in geschmackvoller, kunstgerechter und ge-1 diegener Ausführung die weitgehendsten Ansprüche zu befriedigen. Ein Atelier von akademisch gebildeten, aus die ver schiedenen Spezialitäten der Kunststickerei eingearbcitetcn Künstlern ist mit Anfertigung der Entwürfe und Zeichnungen, sowie mit Ueberwachung der kunstgerechten Ausführung der Aufträge beschäftigt. Alle Stickereien werden nur im Etablissement selbst hergestellt, weil nur durch fortwährende Beaufsichtigung untadelige, künstlerische Arbeiten zu erreichen sind. Die großartige Leistungsfähigkeit I. A. Hietel's in Synagogen-Ausstattungen ist es im Speziellen, welche unsere Leser interessiren dürfte. Ueber 300 Synagogen, unter diesen die zu St. Petersburg, Odessa, Brody, Thorn, Posen, Ostrowo, Leipzig, Cassel, Hannover, Halle, Emden, Magdeburg, Stettin, Mainz, Frankfurt a. M., Köln, London re. :c. bezogen ihre Thora-Borhänge von dem Hi et e loschen Etablissement, welches in Paroches, Kappores, Almemar- und Schulchan - Decken, sowie in Thora-Mänteln gleichfalls Jahr aus Jahr ein für jüdische Gemeinden des In- und Auslandes den Bedarf zu decken hat. Tie Firma versendet bereitwilligst auf Wunsch ihre Musteralbums, Skizzen und Stoffproben und sucht in entgegenkommendster Weise die auf brieflichem Wege ihr zugehenden Anfragen und Aufträge zu erledigen. Den Besuchern Leipzigs dürste es von besonderem Interesse sein, sich persönlich von den musterhaften Einrichtungen der Firma I. A. Hietel zu überzeugen, da die Besichtigung aller Räu me auf's Bereitwilligste gestattet wird. Es bietet sich hierbei auch Gelegenheit zwei prachtvolle Thoravorhänge zu sehen, welche die ersten Auszeichnungen aus den Weltausstellungen erhielten und die jetzt zu außerordentlich günstigen Preisen abgelaffen werden. Ein derartiger kostbarer Thora- : Vorhang wurde für St. Petersburg angekauft. Keui Korrespondenzen. Lehrer-Conferenz in Trier. Saarwcllingen, 31. Dezbr. 1882. Am 25. und 26. d. M. tagte hier eine Versammlung isr. Lehrer behufs Gründung eines Lehrervereins für Südwest-Deutschland, die Regierungsbezirke Trier und Coblenz, das Fürstenthum Birkenfeld und das Reichsland umfassend. Lehrer Nußbaum - Trier eröffnete die Versammlung mit uüner warmen Ansprache, in welcher er, von der Schilderung der hauptsächlichsten Zwecke eines jeden Vereines ausgehend, vor allem die Nothwendigkeit betonte, welche uns, angesichts der schon bestehenden Vereine, zur Gründung eines besonderen Vereines veranlaffe. — Herr Oberrabbiner Di-. Zuckermandel, welcher als Delcgirter des Deutsch-Israelitischen Gemeindebundes den Verhandlungen beiwohnte, verlas hierauf ein Schreiben des Bundes, worin dieser dem warmen Jntereffe, welches er derartigen Zwecken stets entgegenbringt, auch hier Ausdruck verlieh. Hieran anknüpfend, versicherte Hr. Zuckermandel, daß auch ihm das Wohl des israelitischen Lehrerstandes am Herzen liege, und daß er alle Unternehmungen, welche die Hebung und Förderung desselben bezwecken, nach Kräften unterstützen werde. Die Versammlung beschließt hierauf die Absendung eines Telegrammes an den Gcmeindebund, in welchem sie ihren l e 1 o n. Dank für das ihr von demselben cntgegengebrachte Interesse und ihr Einverständniß mit den von ihm geäußerten Wünschen ausspricht. — In Folge einer in Ottweiler abgehaltenen Vorversammlung hatten die Lehrer Nußbaum-Trier, Sender-Tholey und Scheuer-Saarwellingen statistisches Material über die jüdischen Schul- resp. Anstellungsverhältnisse der jüdischen Lehrer im Regierungsbezirk Trier gesammelt. Aus demselben ergab sich, daß in sehr vielen Gemeinden seit den letzten zehn Jahren gar kein Religionsunterricht ertheilt worden ist; daß viele Stellen mit Religionslehrern besetzt sind, welchen nichts weniger, als der Name eines Religionslehrers gebührt; und daß schließlich viele Elementarschulen in Folge des häufigen, meist jährlichen Lehrerwechsels seitens der Regierung aufgehoben worden sind. Es wurde nuii beschlossen, bei Königl. Regierung nachzusuchen: 1) Den bestehenden israelitischen Elementarschulen, welche den gesetzlichen Bestimmungen entsprechen, den Charakter öffentlicher Schulen zu verleihen; 2) die Anstellung und Entlassung des Lehrers nicht der Gemeinde allein zu überlasse», event. die Entlassung des Lehrers von der Genehmigung der Regierung abhängig zu machen; 3) nur Lehrer mit entsprechender Fachbildung zur Ertheilung des Religionsunterrichtes zuzulassen;

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