Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 45 (1881)
- Issue
- Heft 50 (13.12.1881)
- Date
- 1881-12-13
- Page
- Seite 832 (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
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832 Georg Jellinek wurde zum Mitglied der staatswissenschaft-! erst allesammt ausgehungert wären, wie dort aller Verkehr lichen Staatsprüfungs-Kommission in Wien ernannt. — j und Handel aufhören und die christlichen Einwohner selbst Pest, 27. Nov. (Privatmitth.) Der Unterrichts Minister in Elend versinken würden, das zu erkennen, erfordert keine Trefort beehrte den 25. d. M. die Landes - Rabbinerschule große Staatskunst, nichts als gesunden Menschenverstand, und die Israel. Präparandie mit seinem Besuche. In Glücklicherweise ist das Uebermaß tollsüchtiger Forderungen sämmtlichen Classen stellte er Fragen an die Schüler und; so groß, daß diese durch sich selbst vereitelt werden, drückte über die korrekten Antworten derselben seine volle. Petersburg, 25. Nov. In Orel sind alle Juden, Zufriedenheit aus. — welche nicht ansässig sind, 900 Familien an der Zahl, auf Verlangen des Stadtamtes ausgewiesen worden. Augen- •Jiilßlait . zeugen beschreiben diesen Auszug einiger Tausend Menschen, Petersburg, 25. Nov. <Privatmitth.) Die Saat, welche welche von der Polizei gezwungen wurden, ihre Heimath sodas berufene Circular des Grasen Jgnatiew ausstrcute, hat wie ihren Erwerb aufzugeben, als herzzerreißend. Unter vollständig die entsprechenden Früchte getragen, und was die Weinen und Klagen versammelten sich die Ausgewiesenen;td hoc ernannten örtlichen Commissionen in ihren Berichten, aus einem freien Platze, wo sie vom Ortsrabbiner eingesegnet zu Tage gebracht, übertristt die Pharaonischen Gesetze uralten wurden. Viele versuchten es freilich, sich der Austreibung Andenkens an Härte und erstndcrischer Grausamkeit. Denn be-! zu entziehen, indem sie sich versteckten, wurden jedoch nur zu kanntlich ist die Verurtheilung zum Verhungern noch schlimmer bald von der Polizei aufgehoben, per Schub auf die Bahnals die zum Ertränken. Hierin zeichnet sich besonders das Höfe gebracht und sortexpedirt. Das ist eine sehr deutliche Gutachten der Commission in Bolhynien aus, aber ich glaube nicht, daß es nothwendig ist, hier den ganzen Wortlaut, wie er in die Ocffentlichkeit gekommen ist, wiederzugeben. Ich will nur die Hauptpunkte hervorheben. Auf dem Lande, in den Dörfern und Marktflecken, womöglich auch in den Städten, sollen Juden nicht wohnen dürfen. Sämmtliche Juden sollen der Verwaltung der Handwerkergilden unterstellt Illustration zu der Entscheidung der Judenfrage im liberalsten Sinne, welche Gras Jgnatjew den aus allen Städten seinerzeit eintreffenden jüdischen Deputationen versprochen hat, wenn sie sich ruhig verhalten würden. Man sieht, daß die milde Praxis, die fünfundzwanzig Jahre lang unter der Regierung Kaisers Alexanders II. geübt worden, gegenwärtig plötzlich in das Gegentheil umgewandelt wird, so daß daraus für viele Serbien. werden. Alle Synagogen und Bethäuscr sind zu schließen und j 2aufenl>e das schwerste Schicksal, ja Untergang hervorgeht! ist cs den Juden nur gestattet, in ihren Häusern zu beten;! — In Odessa hat die Anwesenheit der Pariser Schau- Rabbiner und Aeltesten dürfen sie nicht haben. Jüdische j spielerin Sara Bernhardt einen Krawall veranlaßt, bei Schulen sollen nicht bestehen; in die bestehenden christlichen welchem die Fensterscheiben der jüdischen Häuser viel zu Lehranstalten darf aber nur eine beschränkte Anzahl jüdischer! leiden hatten. Wir fragen: was haben die Juden mit der Kinder ausgenommen werden. Weder Besitzer, noch Pächter,! katholisch getauften Schauspielerin zu schaffen? noch Verwalter von irgend welchen Immobilien und Fabriken 1 dürfen sie werden und zwar unter schweren Geldstrafen für sic selbst und für diejenigen, welche ihnen dergleichen über-! Belgrad, 36. November. Die große Skupstina wird, lassen. Zu Spirituvsengeschästen, Gctränkewirthschaft oder wie die „Ung. Post" meldet, zur Lösung der Judenfrage im Branntweinb.rennercinen dürfen sie in keiner Beziehung stehen. März k. I., also noch vor der Proklamation Serbiens zum Jahrmarktsplätze und Bazare in Pacht zu nehmen, Getreide- Königreich, einberufen. und Pserdehaudel, Lederfabriken, Apotheken, Herbergen und Ausführlicher hierüber ist folgende Mittheilung. Für Wirthshäuser, Lieferungen, Pachtungen, u. s. w. sind ihnen Serbien bestimmte der Berliner Vertrag in Art. 35.: In verboten. In den Staatsdienst sollen sie nicht ausgenommen Serbien darf der Unterschied des Glaubens und der Confeswcrden dürfen. Dies und noch mehr verlangt die Bolhysion Niemanden als Grund der Ausschließung oder Unfähignische Commission, und sie steht darin durchaus nicht verkeit, insoweit er den Genuß der bürgerlichen und politischen einzelt. Wenn also Graf Jgnatiew in seinem Circular die Rechte, die Zulaffung zu öffentlichen Aemtern oder die Aus- Befürchtung durchblicken ließ, daß diese Commissionen die Übung der verschiedenen Professionen und Industrien betrifft, Juden im Sinne der Gerechtigkeit beurtheilen und ihnen entgegcngestcllt werden. Diese Bestimmung zielte nicht zum auch nur das geringste humane Zugeständniß gewähren geringsten Theile auf die Juden, die bis dahin von den würden, so hätte er sich diese Befürchtung ersparen können, meisten staatsbürgerlichen Rechten ausgeschloffen waren. Nach Cr hat dadurch nur dem leidenschaftlichsten Hasse, dem gedrei Jahren erhält man die erste Nachricht, daß die serbische mcinstcu Concurrenzneid Thor und Thür geöffnet. Wie eS Regierung ihrer Verpflichtung Nachkommen will. Dem aber in diesen Landschaften aussehen würde, wenn die Juden „Rcuterschen Bureau" wird nämlich unterm 30. November