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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1881-09-27 · Heft 39 (27.9.1881) · p. Seite 647

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
45 (1881)
Issue
Heft 39 (27.9.1881)
Date
1881-09-27
Page
Seite 647 (sequence 11)
Language
German
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647 zum Ula und zu gleicher Zeit zum Sinif Sani gemacht schreibt man uns: Am 14. d. fand hier das 50jährige worden. Dies ist der nützlichste Beamte, den wir haben; er Jubiläum des sehr verdienten und auch von wissenschaftist immer auf der Bresche, jedesmal wenn es israelitische I lichen Gesellschaften anerkannten Sanitätsrath vr. Dawosky Interessen zu vertheidigen giebt. Ich könnte sicherlich noch j statt. Der Kaiser verlieh ihm den rothen Adlerorden 4. viele andere und ebenso gut placirte nennen, wie Nahmias! Klaff e mit der Zahl 50. Der Magistrat und das Armen- Bey, Jnspector der Finanzen und Adjunkt des Musteschars, Collegium brachten ihm ihre Glückwünsche dar und die dieses Departements, Jakob Effendi, Capu Kicaya von Eg-! ganze Bürgerschaft bezeugte die regste Theilnahme. — Am ypten und seines Bruders Mandolino Effendi, GroßRefer- ^11. Sept. verschied in Paris der in weiteren Kreisen beendar des Kä'imacan, Offizier des Medschidja-Ordens. kannte Banquier Cahen d'Anvers, 77 Jahre alt. Er Ko»stan1mopel,j12. Sept. Ueber eine bereits von uns in war zu Bonn geboren, wo er öfter die Grabstätten seiner vor. Nr. aus London kurz reserirte Angelegenheit wird ausführlicher aus Konstantinopel gemeldet, daß das Projekt der Ansiedlung der aus Rußland vertriebenen Juden in Syrien dort mit großem Ernste und mit großem Eifer betrieben wird. Man ist bereits an die Pforte mit der Forderung um ein Stück Land für den gedachten Zweck herangetreten. Um die Ansiedelung zu ermuthigen, sollen Straßen und Eisenbahnen angelegt und die neuen Kolonien längs der Eisenbahnstationen situirt werden. Das Projekt wurde von Deutschen und Engländern angeregt, welche vermöge ihres Einflußes und ihrer finanziellen Kraft wohl in der Lage sind, das Unternehmen auszuführen und die überdies sich bereit erklärt haben, den eventuellen Nutzen der betreffenden Straßen- und Eisenbahn-Anlagen, insofern derselbe die Kosten der Kolonisation übersteigen sollte, der Regierung zu cediren. Der Ministerrath hat das Projekt bereits in Berathung gezogen und da es stets ein traditioneller Zug der türkischen Politik war, die Juden in Schutz zu nehmen, so ist es nicht unmöglich, daß der Plan die kaiserliche Sanktion erhalten und damit seiner Realisirung nahegesührt werden wird. Bonn, 16. Sept. (Notizen.) Aus Pest wird uns gemeldet: Heute II. d. M.) feierte Hr. Simon Kohut mit seiner Gattin seine diamantne Hochzeit. Das Ehepaar ist noch vollkommen rüstig. Der Mann zählt 96, die Frau 88 Jahre und besucht ersterer noch täglich Abends und Morgens das Gotteshaus. — Man schreibt aus Tolis: Das hiesige Rabbinat ist mit Herrn Händler, dem früheren Rabbiner in Heves, neu besetzt. — Aus Bernstein in der Neumark wird gemeldet, daß das Dienstjubiläum des seit 50 Jahren an der dortigen Syuagogengemeinde angestellten Cantors und Lehrers M. Hauff auch von der christlichen Bevölkerung in liebreicher Weise mitgefeiert worden ist. Der Bürgermeister mit dem ganzen Magistrat erschien in der Behausung des Jubilars und überreichte unter Glückwünschen das vom König verliehene Allgemeine Ehrenzeichen. Dem Gottesdienst in der Synagoge wohnten sämmtliche Stadtverordnete bei und an dem Festmahle nahmen die Bürger der Stadt in großer Anzahl theil. --- Aus Celle Eltern besuchte. In Paris kannte man ihn als einen freigebigen Wohlthäter. Bonn, 16. Sept. (Literarische Notizen.). Bei Theben in Aegpten ist kürzlich ein großes Grabgewölbe der Pharaonen aufgedeckt und sind darin 25 Königsmumien gefunden worden. Die wichtigste unter ihnen ist die Ramses des Großen, dessen, unter welchem die Bedrückung der Jsraliten vor sich ging. Diese Mumie ist in den feinsten Seidenstoff gehüllt, welcher in kunstreichster Stickerei mit Lotusblumen bedeckt ist. Der Kasten selbst ist, wie gewöhnlich, von Sykamore mit zierlichstem Hieroglyphen-Schnitzwerk. Zwei andere Kästen enthalten die Mumien Seti I., des Vaters Ramses des Großen, und Ramses I., des Vaters von Seti I. Was nun hcrvorzuheben ist, das ist, daß die Mumie des Pharaonen Manephta, unter welchem der Auszug der Israeliten unter Moses stattfand und der nach dem Berichte der h. Schrift im rothen Meere seinen Tod fand, unter diesen Mumien fehlt, was gewiß als eine, wenigstens negative Beweisführung für die Erzählung der h. Schrift angesehen werden muß. Man hat allerdings früher schon ein Monument für diesen Manephta aufgefunden; aber schon damals äußerten wir die Meinung, daß das Monument, obschon man die Leiche des Königs nicht bestatten konnte, errichtet ward. Jedenfalls kann man von der Zukunft noch mancherlei Aufschlüffe erwarten. Wien 5. Sept. 8uimi cuique! Das lateinische Spruch - wort lautet: Hadent sua fata libelli; richtiger jedoch ist der hebräische Spruch: 7:2: *n?n bzr, und man kann nicht blos im Leben Glück haben, sondern auch wenn man schon gestorben ist. Zu diesen Persönlichkeiten gehört der berühmte Samuel Oppenheimer. Man weiß es, was er und der nicht berühmte Samson Wertheimber, welche nach der letzten Austreibung der Juden aus Wien im Jahre 1070 nach Wien kamen, für ihre Glaubcnsbrüder und für das Judenthum gethan. Bei Samuel Oppenheimer war aber überdies noch die Sage thätig, es wird ihm manches nachgerühmt, was er nicht gethan. So wird ihm hier bis auf den heutigen Tag bei rn2rz: rrcn nachgerühmt n5~d n\2 7:7 während ich auf das evidenteste nachgewiescn habe, daß das alte jütische Spital hier nicht von il)m sondern von 20*

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