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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1881-09-13 · Heft 37 (13.9.1881) · p. Seite 613

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
45 (1881)
Issue
Heft 37 (13.9.1881)
Date
1881-09-13
Page
Seite 613 (sequence 13)
Language
German
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_613_ Trennung der Kirche vom Staate alle Confessionen in blühen Hunderte gegen nicht-katholische Confessionen auszurotten, dem Zustande sind. Wir Juden haben niemals staatliche so hat sie andererseits sich nicht znm Ziele gestellt, aus dem Kultusetats gehabt und nur Frankreich und Belgien machten Wege der Geldunterstützungen gegenwärtig die Juden zur seit 1830 eine Ausnahme. WaS jedoch diese Angelegenheit Uebersiedelung nach Spanien zu bewegen. Die königsehr schwierig macht, wäre der plötzliche Wegsall, da derselbe lich spanische Regierung beschränkt sich demnach ausschließmit Einem Male äußerst schwer empfunden würde. Eine lich auf Veröffentlichung der Verordnung, welche den Juden juristische Frage wird es sein, ob der Staat das Recht habe, gestattet, sich frei auf spanischem Boden unter vollem Schutze den von ihm angestellten und besoldeten Geistlichen bei ihren aller Gesetze niederzulassen, die sich auf den Aufenthalt von Lebzeiten das Gehalt zu entziehen. Jedenfalls müßten die! Ausländern in Spanien beziehen. Russische Unterthanen jüdischen Gemeinden sich darauf vorbereiten, wie sic den dagenießen unabhängig davon die Rechte, welche ihnen durch durch entstehenden Ausfall decken könnten. Tic Aufhebung den zwischen Spanien und Rußland am 7. Januar 1877 der confcssionellcn Friedhöfe, so daß den Eonsessionen nicht geschlossenen Handelstractat gesichert worden sind." Schlicßeinmal gestattet wäre, auf eigene Kosten sich einen Friedhof lich erwähnt die Zuschrift des spanischen Consuls noch, daß anzulegen, wäre geradezu ein Gewissenszwang, eine Bejeder Ausländer, welcher nach Spanien übersiedelt, auf dem Wege schränkung der freien Religionsübung, ein Beweis, wie wenig der Naturalisation das Bürgerrecht erwerben könne: 1) falls diese Freiheitsheldcn einen Begriff von der wahren Freiheit; er vorher eine von der Regierung für nützlich erachtete Er haben und sich nicht minder durch ihren Fanatismus zur sindung macht: 2) wenn er eine bedeutende FabrikS oder Despotie verleiten lassen, wie ihre schroffsten Gegner. Allein Handelsunternehmung mit eigenemKapitale eröffnet; 3) wenn er wo die Gewalt spricht, hört daS Recht auf. einen bedeutenden Landbesitz erwirbt, oder 4) dem Lande . wichtige Dienste leistet; 5^ Ausländerinnen erwirken das TpäNle'N. Bürgerrecht durch eine Heirath mit Spaniern. Dies sind die Grundlagen der Beziehungen der spanischen Regierung AuS Petersburg wird der „N. fr. Pr." geschrieben: Der zu den Ausländern, welche auf spanisches Gebiet übersiedeln spanische Eonsnl Löwenberg in Warschau bittet die Zeitungen, wollen. Hierbei ist ein Unterschied der Comession im Folgendes bekannt zu machen: spanischen Gesetze nicht stipulirt, folglich kommen die Wohl- Einige ausländische Zeitungen haben vor Kurzem das thaten des Gesetzes auch den Juden zugute. Gerücht in Aufnahme gebracht, die spanische Regierung habe! sich entschlossen, denjenigen Juden, welche von Rußland nach ' Spanien übersiedeln wollen, Geldunterstützungen zu gewähren. Dieses Gerücht fand unter den Juden, welche im russischen Petersburg, 26. Aug. Zur Ermittelung der Ursachen, Reiche und in Polen leben, so viel Glauben, daß viele derwelche in den südlichen Gouvernements die Judenhetzen herselben sich an das hiesige spanische Consulat gewandt haben vorgerusen haben, wurde bekanntlich vor einiger Zeit Genemit der Anfrage, ob die spanische Regierung wirklich sv!ralmajor Gras Kutaiffow dahin abeommandirt. Derselbe ist — entgegenkommend sei. Zur Aufklärung der wahren j nunmehr hierher zurückgekehrt und hat reichhaltiges Material Sachlage macht das Consulat im Austrage der spanischen! über die betreffende Angelegenheit mitgebracht. Ende Sep- Regierung Folgendes bekannt: „Obgleich die edle Initiative tember oder Anfang October wird Hierselbst eine Commission Sr. königlichen Majestät Alsonsos XII., ivelcher wünscht, behufs Berathung über die Judenfrage gebildet werden. In daß den Juden nach den letzten traurigen Ereignissen im dieselbe werden Vertreter der Landschaften, städtischen Com Süden des russischen Reiche» erlaubt werde, von dort nach munalverwaltungen, Handelsinstitutionen der südwestlichen Spanien zu übersiedeln, einen vollen Erfolg erzielte, hatte und südlichen Gebiete Rußlands und andere Personen gedie königliche Regierung, indem sie diesen humanitären wählt werden. Zum Präsidenten dieser Commission ist Gras Schritt that, doch nicht die Absicht, den genannten Emig- Kutaiffow ernannt worden. Rach Warschauer Berichten hätten ranten andere Vortheile zu gewähren, als diejenigen die aus Odessa und anderen russischen Städten ausgewiesenen welche den Ausländern, die auf spanisches Gebiet über- Juden den betreffenden Gouverneuren Petitionen an den siedeln, überhaupt zugestanden werden. Wenn demnach die Zar übergeben, die auch zahlreiche christliche Kanflente unter- Regierung König Alfonso'S XII., indem sie den Juden schrieben haben und worin mit Hinweisung auf den durch freien Zutritt nach Spanien gestattet, den augenscheinlichsten die plötzliche Vertreibung der Juden dem russischen Handel Beweis lieferte, daß sie sich die Anforderungen der Civilidrohenden Ruin um Aufschub in der Ausführung deS Aus sation im weitestgehenden Sinne aneignet und sich bemüht, wcisungSbefehles gebeten wird. Die Gouverneure haben die die haffenswürdige Erbschaft der Borurthcile frühere Jahr- Annahme der gedachten Petition abgelehnt.

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