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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1881-09-06 · Heft 36 (6.9.1881) · p. Seite 594

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
45 (1881)
Issue
Heft 36 (6.9.1881)
Date
1881-09-06
Page
Seite 594 (sequence 12)
Language
German
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594 und gesund, besuchte früh im besten Wohlsein seine Patienten, wird geschrieben: Das Haus, in welchem der bekannte un- Vor Dakalini's Wohnung wurde er plötzlich von einem Ungarische Romancier Mor. Jökai geboren wurde, gehört seit Wohlsein befallen. Er bat einen vorübergehenden Herrn, ihm dem Jahre 1848 der Komorner israelitischen Gemeinde, ein Glas Wasser zu besorgen, und schleppte sich mit aller An- Dasselbe wurde am 20. d. M. unter großer Feierlichkeit mit strcngung in die Wohnung des Rittmeisters, in der er sofort einer Gedenktafel versehen und hielt bei dieser Gelegenheit bewußtlos zusammcnstürtzte und wenige Augenblicke darauf Rabbiner vr. Arnim Schnitzer als Vertreter der israelitischen den Geist aufgab. Während nun Rittmeister Dakalini dem Gemeinde eine sehr beifällig aufgenommene Rede. — Man Sterbenden Hülfe leisten wollte, fiel auch er plötzlich zu Boschreibt uns aus Brandenburg a. d. H. unterm 25. Auden und war wenige Minuten darauf eine Leiche. Ein^gust: Die Berliner Akademie der Künste ertheilte jüngst Herzschlag hatte seinem Leben ein Ende gemacht. Der her-!Herrn Julius Nathanson sür eine Zeichnung, die derbeigeeilte Schwiegersohn vr. Mandl's, l)r. Friedler, konnte! selbe im Winter v. I. in der königl. Kunstschule angefertigt nur mehr den Tod beider Herren feststellen. — Herr Lyon-! und dem betreffenden Profeffor auf dessen Wunsch zur Aus- Eaen (Israelis ist zum Profeffor des römischen Rechts an stellung zurückgelaffen hatte, eine Prämie. Diese Auszeichnung der juristischen Fakultät von Paris ernannt worden. — Wir wurde in zahlreichen Kreisen mit besonderer Freude und haben in dieser Ztg. jüngst die literarische Arbeit des Obersten! herzlicher Theilnahme begrüßt, da der Prämiirte, ein Sohn G. Salvador über das Leben und die Schriften seines verunseres allgemein beliebten Synagogenvorstehers und Stadtdienstvollen Oheims besprochen. Außer seiner militärischen verordneten Herrn Pintus Nathansohn, namentlich durch seine und literarischen Begabung zeichnet sich auch der Oberst durch! liebenswürdige Besckieidenheit und sein eifriges Streben, in seine landwirthschaftlichen Bestrebungen aus und erhielt vor | Folge dessen er auch die Reifeprüfung an der hiesigen Real- Kurzem bei der agrarischen Preisbewerbung von Tours eine! schule I, sowie vor Kurzem das Bauführerexamen vorzüggoldcne Medaille für „seine Weinrebencultur und seine Einlich bestand, sich viele Sympathien erworben hat. Kr. richtung von Wohnungen für ländliche Arbeiter." — Man schreibt dem , P. Bl." von Bar-Palota (Ungarn) vom 21. August: Heute wurde hier der Nestor unserer Stadt, Herr — Am 27. Mittag starb plötzlich zu Berlin an einem Schlagfluffe der Rector Aron Horwitz, während 30 Jahre Dirigent der Gemeinde-Knabenschule und der jüdischen Lehrer- Abraham H. Schwarz, tiefbetranert von seiner Familie und | SBilbung»^^!^, in noch nicht vollendetem 70. Lebensjahre, seiner Gemeinde, zu Grabe getragen. Er erreichte ein Alter > In ihm haben wir eine ausgezeichnete Kraft und ein warmes von 101 Jahren und oblag bis an sein Lebensende mit! Herz für das Judenthum verloren. Früher veröffentlichte eisernem Fleiße dem Talmudstudium, auf welchem Gebiete er eine anerkannte Celebrität war. Er las bis zu seinem Ableben ohne Augenglas und konnte ohne Stütze gehen. Er er eine Sammlung seiner Gedichte. Bonn, 28. Aug. (Literarische Notizen). Zu den bevorstehenden Wahlen zum deutschen Reichstage ist es Pflicht war im Umgänge sehr jovial und hatte eine streng orthodoxe j jedes Bürgers, der nach seinem besten Wissen und Gewissen Gesinnung. Durch 75 Jahre wirkte er hier in seiner Vater-! wählen will, sich über die bestehenden und um die Wahlen stadt unentgeltlich als erster Rabbinats-Affeffor. An seiner! sich bewerbenden Parteien ein selbständiges Urtheil zu bilden. Bahre sprachen tiefcrgriffen die Herren Rabbinen Abr. Singer j Am entschiedensten stehen sich die conservative ünd die Fort- und Gottl. Fischer. Schließlich widmete ihm auch sein Ei-! schritts-Partei gegenüber. Um sich hinsichtlich der letzteren, dam Herr Danzinger im Namen der Familie einen warmen j ihres Ursprungs, ihrer Geschichte und ihrer Tendenz zu unter- Nachrui. Der einzige Sohn des Verblichenen ist vor kaum richten, mag hier eine soeben (Berlin, bei Julius Engelmann) zwei Monaten aus dem Leben geschieden. Schwarz hinterläßt eine '.»1jährige Wittwe nach 75jährigem glücklichen Eheleben (die Wittwe war seine zweite Gattin). Es trauern um ihn 6 Töchter und mehr denn 110 Enkel und Urenkel. Bor seinem Ableben ersuchte der ehrwürdige Greis seinen Freund und Schüler, den Rabbiner Singer, den er väterlich und innig geliebt, aus seinem reichen schriftlichen Nachlasse einige talmudische Dissertationen zu veröffentlichen. — Wie man nns aus Lackenbach unterm 17. d. schreibt, hat die dortige Gemeinde-Repräsentanz einstimmig den Beschluß gefaßt, dem verstorbenen Baron Philipp Schey in Anbetracht seiner humanen Stiftungen eine Gedenktafel an dem Familienhause Schey setzen zu lassen. — Aus Komvrn erschienene Schrift empfohlen werden: Eugen Richter, der Führer der Fortschritts-Partei, nebst einer einleitenden Geschichte der Partei. Vom liberalen Standpunkt dargestcllt von vr. Friedrich Werder. — Die altherkömmliche Sitte, zum Roschhaschanah-Feste sich Glückwunschkarten zuzusenden, hat den Herrn Max Victor in Köln veranlaßt, eine.ganze Anzahl solcher geschmackvollen Karten mit den üblichen Wunschformeln in hebräischer und deutscher Sprache herzustellen, ebenso in Form von Postkarten in mannichfalrigster Ausführung, in offenen Couverts und zu Briefen. Sicherlich belohnt ein reicher Absatz den Unternehmer für seine Mühewaltung und Kosten. Pest, 3. Aug. (Literarische Notizen.) Von Herrn Joseph Kohn-Zedeck, der, jetzt Prediger in London, durch

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