Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 45 (1881)
- Issue
- Heft 19 (10.5.1881)
- Date
- 1881-05-10
- Page
- Seite 310 (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 92% known words query
- IRI
…/3224737-3227339-3227359--38941-3308211- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
310 um des Vereines willen. Ein halbes Dutzend Privatklagen! Der Abgang betrug '2332 Evangel. 1174 Kalhol. 28 Israel. 1278 89 727 24 17 1 ' 1 &; 0 ff mal so viel wegen Verbal- und Realinjurien sind dem Frankfurter Schösj Rest fengcricht, dem legalen Forum für dergleichen, eingcreicht. > alfo weniger Heute kam vor demselben, unter lebhafter Theilnahme der! als pro 1879 Gallerie, No. 1 dieser Prozesse zum Austrage. EinFreige-I oder um ca. 7% * 3,3", „ meindler, der Mitglied des christlichen Vereins ist(!), war! Die Zahl der inhaftirten Israeliten hat ca. auf der Eisenbahn in Disput mit einem Israeliten gerathen, als die der Evangelischen und 3—4 mal so viel als die der dessen Selbstgefühl er durch allerlei anzügliche Reden ver-; Katholiken abgenommen, letzte, und den er schließlich zum Beitritt in den „christlichen i Oesterreich-Ungarn. ^rein" aussordcrtc. Der Jude erwiderte den Hohn mit et- 24 April. Herr Probst Csicsük in B. Almüs lichcn Kraftworten über den Verein und seine Mitglieder,! — wie man uns schreibt — am Charsreitag eine Prc- Mletzt mit einem hebräischen Gruße, der sich in die deutsche! bigt Qn bic @(äubigen gehalten, in welcher er sich gegen die .Schriftsprache nur mit dem sehr bekannten Citat au--. »Götz antisemitische Bewegung wandte, diese Strebungen, wie über» von Berlichingen" übersetzen läßt. ^Nun klagt der freireligireligiösen Borurtheile entschieden verurtheilte und ose Christ wegen Injurien, und da-, Lchössengcricht, in welchem Gemeinde ermahnte, in Frieden und Eintracht nnt den ein christlicher Amtsricher, ein dito Schösie und ein jüdischer Schöffe die curulischcn Sessel besetzen, hat Recht zu sprechen. Ter Anwalt des Verklagten macht geltend, daß sein Client nicht provocirte, sondern nur Provokationen in der Hitze des Augenblicks mit Schmähungen abgewehrt, resp. vergolten habe. Der Straskläger leugnet, daß die Aufforderung an den Israeliten, sich dem Verein anzuschließen, eine Beleidigung sei, denn ein Zusatz-Paragraph zum Vereinsstatut enthalte die Bestimmung: „Trotzdem der Verein sich den Namen Christlicher Verein beigelegt hat, schließt es doch nicht aus, daß Andersgläubigen zu leben. Frankreich. Paris, 1. Mai. (Privatmitth.) Das Central Comite der ..All. isr. naiv." kündigt in einem Circular an, daß am 16. Mai c. die 14. Generalversammlung stattsinden werde. Aus der Tagesordnung stehen: Bericht über die Arbeiten der ..Alliance-, finanzieller Bericht, Rede des Großrabbinen Isidor, Veränderungen der Artt. 6, 8, 9 und 10 der Statuten. Die letzteren gehen dahin, die Zahl der Mitglieder P-rsvn-u anderer Coufessioncu nicht auch Mitglieder werden d-r C-Ntral-Lamites aus M zu mir-», ihm j-dnch auch nach könnten" — ein wahrhaft mustergiltiges Statut!! Der Sachwalter des Angeklagten bewies sofort, daß dieser Paragraph;,d hoc oder vielmehr post hoc er«-o propter hoc dem Statut angesügt worden sei — ein paar Tage nach dem Zungenducll zwischen dem Freigemeindler und dem Israeliten. Dies erste juridische Tirailleurgesecht des neuen Vereins hat mit einem gründlichen FiaSco desselben geendigt. Nächstens kommen hiesige christliche Turner vor, die in einer Prügelei mit VcreinSmitglicdern, welche es ihnen verargten, einem jü- Bedars weitere Optation zu gestatten. Das Central Comite wird durch die Mitglieder der ..Alliance'- nach Mehrheit der Stimmen gewählt. Schweiz. St. Gallen, 10. April. (PrivatmitthZ Der bekannte Stöcker ist jetzt auf einer Missionsreise für seine christlich, sozialen Zwecke, d. h. um sich möglichst eine Partei zu bilden, durch die Schweiz begriffen. Er hat bereits an mehreren Orten gesprochen. Wo einige Leute eine Störung bei dieser dischen Viehhändler Samaritcrdienste geleistet zu haben, arg j Gelegenheit Hervorrufen wollten, wurden sie bald zurückgezugerichtct wurden, lieber den ersten AuSgang dieser Serie! wiesen, denn da der größere Theil der Zuhörer aus Neuvon Seandalprozessen, die unserem Städtchen eine recht un-! gierigen bestand, so wollten diese auch wirklich etwas hören, liebsamc Berühmtheit verleiht, herrscht hier große Freude,! Uebrigens erfüllte Stöcker die gehegten Erwartungen durchnicht blos in Israel, sondern bei allen vernünftigen und hu- > aus nicht, denn er trat möglichst leise auf, wand sich sorgmancn Leuten, die mit ihren jüdischen Mitbürgern alle Zeit j fällig mitten durch den Conservatismus und den Sozialismus in Frieden und Eintracht gelebt haben. hindurch und erreichte so seinen Zweck gar nicht, denn seine Aus Württemberg, 29. April. (Privatmitth. Der! eigene Partei blieb unbefriedigt und bei den anderen Men- „StaatSanzciger für Württemberg" veröffentlicht den Stand! fchenkindern ging feine Rede cindruckslos vorüber. So urder württ. Gesängnißanstalten pro 1880 und darunter auch theilen selbst die Schweizerischen Blätter, welche sich neutral die Zahl der Gefangenen nach Confessivnen. Es befanden! verhallen, wie zum Beispiel die „St. Galler-Zeitung". Er sich in den verschiedenen Anstalten 1879: sprach in Basel in der Martinskirche und der „Schweizer Bolks- 1367 Evangel. 751 Kathol. 19 Israel, der Zugang 2243 „ 1150 „ 26 „ zus. 3610 „ 19 »1 „ 45 freund" sagte über seinen Vortrag, daß er wenig Neues zu Tage brachte und sich nur auf Gemeinplätzen bewegte. Ebenso trat er in der französischen Kirche in Bern auf; außer