Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 45 (1881)
- Issue
- Heft 15 (12.4.1881)
- Date
- 1881-04-12
- Page
- Seite 237 (sequence 5)
- Language
- German
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237 besonders der Einfluß des Griechenthums auf jüdische An- Feilchenfeld, Landrabbiner von Mecklenburg-Schwerin, schauungen und Sitten berücksichtigt wird; behandelt dann (Breslau, Köber, Der Verfasser hat seine Arbeit das Schema mit seinen Berachoth, das Achtzehngebet und für den noch unerfahrenen Religionslehrer, sowie für den den Messiasglauben. Im fünften Abschnitt unterzieht er den j Familienvater bestimmt, dem der religiöse Unterricht seiner Religionsunterricht, dessen Inhalt und Methode einer ein- Kinder am Herzen liegt. Er will beiden eine Anleitung fichtsvollen Betrachtung und fügt im letzten Abschnitt das Ergeben, wie sie den Religionsunterricht anzugreifen, in feine ziehungs- und Unterrichtswesen im alten Judenthume als eine Pensen zu vertheilen und einzurichten haben, um ihn für die Art Anhang hinzu. Ueberall, wo der Verfafier ein Detail zarten Geister der Jugend recht wirksam zu machen. Er thut untersucht, können wir die Sachkenntnis; und die Umsicht, die dies nicht in scholastischer Weise nach Paragraphen und in er bethätigt, rühmend hervorheben, und seine Schrift bringt wissenschaftlichen Formeln, sondern wie ein guter Rathgeber, reichliche Belehrung. Dahingegen, so sehr derselbe einen Geist der sich dem Perständniß dessen anpaßt, den er belehren will, wahrhafter Religiofität und echter Sittlichkeit zum Ausdruck Bor Allem sorgt der Verfasser, daß die Bibel in rechter bringt, vermissen wir doch jene Schärfe und Vertiefung, Weise verstanden und für die Jugend nutzbar gemacht werde, welche für die allgemeinen Ansichten und die Behandlung Die vorliegende Schrift wird daher eigentlich zu einer bibder Gegenstände vom höheren Gesichtspunkte in unserer Zeit lischen Geschichte, wo weniger die Erzählung selbst, als was nothwendig sind. Wir bemerken gern, daß der Berfasier gefür Religions- und Sittenlehre daraus zu machen sei, ungerade in diesen Theilen den Aeußerungen christlicher Theogeben und gelehrt wird. Da dies Alles in einfacher und logen seine Aufmerksamkeit zuwendet, um sie gelegentlich zu doch warmer Weise geschieht, so glauben auch wir, daß diese berichtigen. Dagegen läßt er die neuere jüdische Theologie Anleitung vielen jüngeren Lehrern und manchem Familien- und ihre Leistungen außer Betracht. Wir hoffen, daß vater recht willkommen sein wird. Hervorheben wollen wir die tüchtige Arbeit des ehrwürdigen Verfassers eine recht noch, daß der Verfasser selbstverständlich das Hebräische zum weite Verbreitung findet. — „Anleitung zum jüdischen Re- Religionsunterrichte gehörig ansieht und deshalb auch über ligionsunterricht. Für Schule und Haus. Bon Dr. F. den Unterricht im Hebräischen angemessene Winke giebt. — i ist sein Zweck." Hiergegen hätten wir gar nichts einzuwendcn, wenn diese Leute unter „christlich" nicht zugleich die Bekäm- Deutschland. Berlin, 2*J. März. (Privatmitth.) Die Zersetzung des pfung aller anderen Glaubensgenossenschaften und den Haß Antisemitismus macht immer mehr Fortschritte. Es zeigt gegen diese verstünden. Sie haben es durch ihr bisheriges sich dies besonders dadurch, daß die Vereine, die sich auf dem Auftreten genügend erwiesen. — Tie „Germania" ist außer Boden der antisemitischen Wühlerei gebildet haben, jetzt diesen sich über den ungarischen Gesetzentwurf, der die Eheschließung selbst verleugnen. Der Vorsitzende des „Deutschen Bürgerzwischen Juden und Christen ermöglichen soll. Sie erklärt Vereins", Herr Beschoren, nahm am Mittwoch Veranlassung, ihn für ein „Zurücksallen in das Heidenthum'." — Ter die Stellung dieses Vereins dahin zu charaktcrisiren, daß die Concurrenzneid, der den Wühlereien gegen die Juden so be Mitglieder desselben durchaus keine Antisemiten seien; ebensonders zu Grunde liegt, zeigt sich wieder einmal so recht so desavouirte Herr Beschoren Herrn Ruppcl. Derselbe sei in Folgendem: Die „Schles. Bolksz.", die bekanntlich mit nicht Mitglied des Vereins und habe in seiner Rede in der am stärksten gegen die Juden wühlt, hatte sich vor kurzem vorigen Sitzung Vieles gesagt, was der Verein durchaus nicht mit der preußischen Klassenlvtterie beschäftigt, und hierbei vertreten könne. In ähnlichem Sinne äußerte sich darauf unter Bezeichnung derselben als einer „jüdischen Versorgungs- Webermeister Hessel. Er habe in seiner sechsjährigen öffentanstatt" bemerkt, daß die „staatlich angestellten Lotterie Ein lichen Thätigkeit das Wort „Jude" nie ausgesprochen, das nehmer zu allermeist Juden, selbst in den von Juden lvenig widerstrebe seinem Gefühle. Gleiches that der „Verein heimgesuchten westlichen Provinzen seien, und daß kein Grund deutscher Studenten". Derselbe erließ an die „Germania" ersichtlich sei, warum der Staat gerade Juden ganz Vorzugs eine Zuschrift, welche unter Hinweis auf die Differenz mit weise die Lotteriecollecten übertrage". Das ist denn doch l>r. Förster den Verein gegen den Verdacht des „einseitigen selbst der „Rordd. Allg. Ztg." zu arg und sie antwortet Antisemitismus" verwahrt: „Der Verein will nicht antithe- (wohl auf Anregung der betreffenden behördlichen Instanz^: tisch, er will nur positiv sein; deutsche Gesinnung auf christ- An sich wird man cs nicht gerade für sehr erwünscht licher Grundlage in der Studentenschaft zu verbreiten, das erachten können, wenn derartige Fragen confessioneller Natur