Mannheim
Compact Memory

Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1881-04-05 · Heft 14 (5.4.1881) · p. Seite 220

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
45 (1881)
Issue
Heft 14 (5.4.1881)
Date
1881-04-05
Page
Seite 220 (sequence 4)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
95% known words query
IRI
…/3224737-3227339-3227354--38846-3308111
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

220 Ausnahmen bemessen werden; ihre Betätigung muß sich vielmehr an Allen erweisen; die Zurückbleibendcn müßten die Ausnahme bilden. Ich habe mich hierüber etwas ausführlich verbreitet, weil es einen Jrrthum gilt, der in den Vorstellungen vieler El» lern und Erzieher eingewurzelt ist, die da vermeinen, die Bildung ihrer Töchter sei mit der Kenntniß jener beiden Sprachen, mit der Fähigkeit, sich in denselben auszudrücken, eine vollendete, noch dazu wenn etwas Musik und einiger gesellschaftliche Schliff dazu kommt. Man sieht übrigens aus dem Gesagten, daß ich dem weiblichen Geiste keine Beschrängewinnen, ohne jedoch dem der Realien vorangestellt zu werden. Aus diesem Wege wird die intellektuelle Bildung unserer weiblichen Jugend eine ganz andere Höhe erreichen und eine wirkliche geistige Entwickelung erzielen. (Schluß folgt.) Literarischer Wochenbericht. Bonn, 22. März. Mit vielem Vergnügen zeigen wir kung, keine engere Begrenzung ziehen, vielmehr gerade die! die Vollendung des ersten Theils eines vorzüglichen Werkes Bahnen alles Wissens ihm eröffnen will, daß er darauf an, von welchem wir bereits S. 121, Jahrg. 1870 Kenntschreite, soweit er es vermag, soweit ihm Kraft, Gelegenheit niß gegeben haben, nemlich nj.-o bbr. reo fnxn mW»: ~dd und Zeit zu Gebote stehen, nur daß er nicht auf Wege ver-> yr-.rp (Bukarest, Selbstverlag des Berfaffers 1880.) leitet werde, die ihm Natur und Bestimmung des Weibes! Der Verf. verbindet die sorgfältigste Benutzung der neueren versagt haben. Ich will also, daß unsere Töchter einen >Hülfs- und Lehrmittel mit einer ungewöhnlichen Gewandtgründlichen und andauernden Unterricht in der Geschichte,! heit und Fülle des hebräischen Sprachausdrucks und liefert auch in der Literatur- und Kunstgeschichte, in der Länder-! uns daher ein Werk, das sich von ähnlichen Erzeugniffcn, und Bölkerkilnde, im Bau des Universums, in der physikali-' der Behandlung wiffenschaftlicher Gegenstände in hebräischer schen Geographie, in der Kenntniß des menschlichen Organisj Sprache nämlich, dadurch vortheilhaft unterscheidet, daß cs mus, im Thier- und Pflanzenreich, in der allgemeinen Phy-! nicht auf einer früheren Stufe der Wiffenschaft stehengeblieben, sik, in den Elementen der Chemie und der Geometrie, in der In diesem ersten Theile wird die mathematische und physi Seelenkunde und den Grundzügen der Logik erhalten. Selbst- - kalische Geographie, die Paläontologie, Geologie, Botanik und verständlich sollen in allen diesen Wisicnschaften keine nach-! Zoologie, Anthropologie und Ethnographie nach den Maßen terne Aufzählung der Details, kein Aufspeichern von Gedacht-. behandelt, welche einem solchen Werke angemessen sind, und nißkram, wohl aber überall die hauptsächlichsten Thatsachen! dann eine lichtvolle Beschreibung von Asien und Afrika gein sicherer Weise gegeben werden und sich hieran besonders! geben. Wir hoffen, daß der Berfaffer so viel Unterstützung der gedankliche Inhalt, der geistige Gehalt und Zusammen- > durch Ankauf seines Werkes findet, daß er recht bald an Hang schließen. So wird z. B. in der Geschichte die fortdie Herausgabe des II. Theiles gehen kann. — Wir haben schreitende Entwickelung, die allseitige geistige und sittliche noch eine lange Reihe von Broschüren nachzuholen. „Thier- Entfaltung, in der Zoologie und Botanik der physiologische quälerei und Thierleben in der jüdischen Literatur. Ten Bau der Organismen, die Funktionen der Organe u. s. w. Thierschutzvereinen gewidmet von Rabbiner Stern. (Zürich, die Hauptsache ausmachen. Ein Mädchen, das in allen die- Schabelitz, 1880.)" Der Verfasser hat entweder im Titel sen Gegenständen auf angemessene Weise unterrichtet worden, seiner Schrift einen Jrrthum begangen, denn dieser müßte wird für diese ganze Welt geistiger Interessen niemals die dem Zweck und Inhalt, der Schrift gemäß: „Thierschntz und Theilnahmc,- niemals den Wissensdrang verlieren. Ihr geisti- Thierleben in der jüdischen Literatur" lauten, oder er hat ges Auge ist allezeit geöffnet, um alle an ihrem Horizonte sich den Spaß machen wollen, die zahlreichen Gegner der erscheinenden Objekte aufzufassen und emsig zu verfolgen. Bibel und des Talmuds zu überraschen, daß sie sich, durch Ein solches weibliches Wesen wird nicht mehr die Ausnahme, den Titel „Thierquälerei" verleitet, nun vom Gegentheil sondern die Regel bilden; und das weibliche Geschlecht überzeugen müssen. Der Verf. erwähnt zuerst des sonderwürde einen Fortschritt machen, wie ihn alle Discussionen baren Vorwurfs Schopenhauer's, daß bei der Schöpfnngsgeübcr die Emanzipation der Frauen nicht herbeiführcn. Dies schichte nicht sofort ein Verbot der Thierquälerei hinzugefügt ist mein Wunsch ganz besonders für unsere weibliche Jugend,! sei und daß sie den Menschen von den Thieren völlig trenne, damit sie sich von allen jenen leeren Lebensrichtungen frei-j Herr Stern weist diesen Borwurf nicht zurück; obschon, abmache, die sie nur allzu oft beherrschen und welche in den gesehen von dem Berhältniß des Menschen zu den Thieren, eigenthümlichen Verhältnissen der Juden allzu viel Nahrung das bereits 1. Mos. 2,18—20 als ein sehr nahes angedeutet finden. — Erst im Laufe dieser Unterweisung soll der Unteri ist, es I. Mos. 0, 0 ff. heißt: „Siehe, ich errichte meinen richt in den beiden modernen Sprachen hcrangezogen werden, j Bund mit Euch und mit Euren Nachkommen nach Euch und und erst von den mittleren Klassen aus allmälig an Breite j mit allem lebenden Wesen an Geflügel, an Vieh und allem

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.