Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 45 (1881)
- Issue
- Heft 11 (15.3.1881)
- Date
- 1881-03-15
- Page
- Seite 172 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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172 der schwierigen Arbeit erreicht wird, dafür liefert der Umstand I Orientalistenversammlnng zu Stettin über die Behandlung einen Beweis, daß die Auflage des ersten Bandes (Berachoth j der Nichtjuden in der talmudischcn Literatur. Bibliographische und zwar aus beiden Talmuden) bereits vergriffen ist. Das Notizen und eine „Selbstvertheidigung" des Rabbiners A. Erscheinen des fünften und sechsten Bandes wird angekündigt.! Hahn in Clcveland machen den Schluß. — Unter den jetzt Der Uebersetzer klagt mit Recht, daß die Uebertragung der beendeten, mit großer Aufopferung durchgeführten Werken beiden Tractate Sabbath und Erubim eine schwierige Auf-1 müssen wir voranstellen: lyrn u'.is-y v ’2ro ■’D by «ncoin gäbe für seine Ausdauer gewesen, da beide weit weniger an-! .a:r©-ij? t nro -.v-m nmr.snn niNO~: aipiz rsxiD oy ziehend seien, als die früher übersetzten, so daß eine Ermü-1 1681. pb^rj:sü .Hrxonypis bi*'0& nro ns!’ düng nicht zu vermeiden gewesen. Hingegen muß hervorge- To fest a nach den Erfurter nnd Wiener Handschriften mit hoben werden, daß gerade in der Behandlung dieses an sich Parallelstellen und Varianten herausgegeben von vr. M S. eigentlich einfachen Themas ein außerordentlicher Scharfsinn i Zuck ermandel, Rabbiner in Pasewalk. (Pasewalk 1880. in der Casuistik entfaltet worden ist, der befähigt ist, uns! Schnurr.) In 6 Lieferungen. Eine Supplement-Lieferung aus diesem Gesichtspunkte in Staunen zu versetzen. Nicht! soll noch eine Fortsetzung der im ersten Hefte begonnenen minder kann gerade auf diesem Gebiete der talmudische deutschen Uebersicht sämmtlicher Tosesta-Traktate und viele Geistesprozeß nachgewiesen werden, durch welchen eine religiös-soziale Institution zu einer Rechtsveranstaltung,' das religiös-sittliche Moment zu einem Rechtsobjekte umgewandelt wurde, so daß das Gewissen durch die Rechtsform gebunden und von jeder freien Bewegung abgeschnitten wurde. Der Uebersetzer hat viele Schwierigkeiten mit Glück überwunden, in fortlaufenden Noten manche gute Bemerkung, namentlich auch Parallelstellen aus Talmud und Midrasch hinzugefügt und durch Register das Auffuchen erleichtert. Wünschen wir ihm Kraft zur Fortsetzung seines Unternehmens. — Von der deutschen Uebersetzung des Midrasch-Rabba durch vr. A. Wünsche haben wir die 8. Lieferung erhalten (Leipzig, Otto Schulze, 1881), welche den Midrasch Bereschith von Kap. 27, 33 bis Kap. 40, 8 enthält. Wie wir aus einem Inserat in Nr. 9 d. Bl. ersehen, ist auch die Uebersetzung des Midrasch Esther erschienen, um als Purimgeschenk dienen zu können. Die Herausgabe dieser verdienstvollen Arbeit rückt also rüstig fort, da schon früher von den 5 Megilloth Koheleth nnd Schir haschirim beendet worden. — Bon The Hebrew Review, published by the Rabbinical Literary Register bringen. Wir sind dem Herausgeber dieses hochwichtigen Werkes die vollste Anerkennung schuldig, da er außer den Schwierigkeiten dieser, eine große Lücke ausfüllenden Arbeit auch mit der Beschaffung der nöthigen Geldmittel zu kämpfen hatte. Wir begreifen und gönnen ihm daher aus ganzem Herzen die Freude, die er über die Erreichung seines Zieles in schönem schwungvollen Hebräisch ausspricht. Möge ihm diese durch die weitere Verbreitung des Werkes erhöht werden. Wir besitzen nunmehr eine möglichst correcte Separatausgabe der Tosesta, die für Halacha wie Linguistik so überaus wichtig ist. — Auf dasselbe Gebiet gehört: Die Tosifta des Tractates Sabbath in ihrem Verhältnisse zur Mischna. Kritisch untersucht von vr. A. Schwarz, Rabbiner zu Karlsruhe. (Karlsruhe, Bielefeld, 1879.) Das Berhältniß der Tosifta zur Mischna ist bekanntlich ein sehr verworrenes, gleich Anmerkungen, die vom Texte losgelöst und selbständig zusammengestellt sind, wozu kommt, daß der Text nicht der ursprüngliche geblieben, sondern vielfach umgestaltet worden. Es ist nun die Aufgabe, die sich der Verfasser gestellt: jeden einzelnen Perek als ein streng logisch geordnetes. Association of America (Cincinnati, Bloch & Comp.) ist in seinen Mischnajoth auf's Engste zusammenhängendes das II. Heft (das erste des Jahres 1881) erschienen. Es enthält einen Aufsatz von Dr. K. Kobler »Altes und modernes Judenthum", von protestantisch-kritischem Standpunkte aus und auf Hypothesen gestützt, die erst noch erwiesen sein wollen. Diese Herren erklären das Judenthum in Gefahr; aber die Mittel, die sie Vorschlägen, werden die Gefahr mehr herbeiführen als beschwören, da sie gerade das, was unser Fundament ist, erschüttern und zersetzen. — Alsdann: „Ist es ein Unglück, Jude zu sein?" von L. Adler in Chicago. Der Verfasser bemüht sich, aus der Geschichte des Juden- Ganzes darzustellen und die Anknüpfungspunkte für die Alineas der Tosifta aufzusuchen. Er will nun diese Aufgabe zuerst an der Ordnung Moed lösen, und die vorliegende Schrift behandelt nun zunächst den Traktat Sabbath. Man kann nicht verkennen, daß der Verfasser hierin eine ihm günstige Wahl getroffen, so daß er sein Problem hier mit gutem Resultate durchzuführen vermochte. Gewiß findet er hierin einen Sporn, seine Arbeit fortzusetzen und so zur richtigen Beleuchtung eines wichtigen Theiles der talmudischen Literatur wesentlich beizutragen. — Mehr als je tritt jetzt thums die Verneinung dieser Frage zu erweisen. Wir hätten! das Bestreben hervor, den Inhalt des Talmuds und des den Titel des Aussatzes anders gewünscht. — Hierauf folgt die j Midrasch durch Uebersetzungen und Auszüge zu einer allge- Fortsetzung der Uebersetzung der „mosaischen und talmudischen meineren Kenntniß zu bringen. Hierzu bewegt nicht blos Polizeigesetze von W. Bloch" aus dem Deusschen und eine,die wissenschaftliche Tendenz, sondern ebensoviel die Unkennt Uebersetzung eines Vortrages des l)r. I. Hamburger vor der; niß und falsche Vorstellung über den Talmud bei dem nicht-