Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 45 (1881)
- Issue
- Heft 10 (8.3.1881)
- Date
- 1881-03-08
- Page
- Seite 160 (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
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160 land aufhielten, wo sie zum größten Theil geboren sind, und bücher. Bemerken wollen wir noch, daß der unter Nr. 2 daß also der Erfolg nur sein würde, die Zahl der schon so häusig genannte Julius Dessauer nicht Gabriel heißt; Gabriel Deserhobenen Streitigkeiten zwischen den beiden Regierungen in j sauer, der Halachisches, Exegetisches und ein Seitenstück zu Betreff des Zustandes und der Rechte der amerikanischen Wessely's mssn '~'T geschrieben hat — er starb den 1. Bürger bei ihrem Besuche des „Vaterlands" zu vermehren.! Juni 1878 — war der Vater von Julius D. No. 5 ist -=- | als Druckort Frankfurt a. O. statt Frankfurt a. M. zu lesen. Bonn, 27. Febr. (Notizen.) Wir bemerken berich-! Einen besonderen Werth erhält diese Bibliographie durch die tigend, daß Herr Landrabb. Dr. Adler in Cassel nicht den j vielen Zusätze zu den früheren Contres und durch Mitthei- Kronen-, sondern den rothen Adlerorden vierter Klasse erhal- Ij tungen aus Handschriften in Paris, Hamburg u. a. — In ten hat. — Italien findet die hebräische Sprache noch immer liebevolle Pest, 1*. Januar. (Literarische Notizen.) Auf Pflege, das beweist die jüngst in prachtvoller Ausstattung die Bedeutung der bibliographischen Arbeiten, welche Herr erschienene Schrift -r; Sp, welche Herrn David Ara in vr. Ad. Jellinek seit einigen Jahren den Freunden der j Triest zum Verfasser hat. Außer einer Anzahl gut verfijüdischen Literatur bietet, wurde in d. Bl. schon mehrfach ficirter Gelegenheitsgedichte und Grabschriften, bietet uns der hingewiesen. In diesen Tagen erschien als das achte dieser Verfasser ein „Machanajim" betiteltes Theaterstück in Prosa, D'.DJip betitelten Sammlung nnson o~a:ip oder Biblio- ■ in dem er für die Heiligung des Sabbath's eintritt. Die graphie der Nominal-Verbal- und Real-Jndices zum babyl. l S. 5 im Namen seines Großvaters mitgetheilte Deutung ist und jerusal. Talmud, zur Midrasch- und Sohar-Literatur! alt und findet fich schon im „Schloh". Recht erhebend find und den alphabetisch geordneten Hagadasammlungen. Bon! die väterlichen Unterweisungen, welche Herr Ara seinem den 78 Jndices, welche in diesem Contres verzeichnet find,; Sohne ertheilt, zu dessen Barmizwafeier die Schrift (Venedig gehören über 30 der neueren Zeit an; das ist bezeichnend: 1880) erschienen ist. vr. Kayserling, je weniger Quellenstudium, destomehr Jndices und Hülfs- Aeuilleton. Vermischtes. Ein Grabdenkmal in Berlin?) Auf dem alten israelitischen Kirchhofe an der Schönhauser Allee ist seit dem vorigen Monat ein Grabdenkmal s enthüllt worden, das, in mehrfacher Hinficht merkwürdig, die j allgemeine Beachtung wohl verdient. Es ist zu Häupten des i Grabes, in welchem das sterbliche Theil einer vielbeklagt im - vorigen Jahr verstorbenen Dame» Frau Nina Liebermann von; Wahlendorf, ruht, ihr zum Gedächtniß errichtet morden. In-1 nerhalb des umschließenden Gitters ist neben dem Hügel! auch der Platz für die letzte Ruhestätte des überlebenden! Gatten Vorbehalten. Die Vorschrift der mosaischen Religion, welche von den heiligen Orten streng alle Abbilder lebendiger Wesen, von dem künstlerischen Schmuck der Tempel und Begräbnißstätten jedes Bildwerk in menschlicher Gestalt, Portrait wie Allegorie, verbannt, verurtheilte bisher die Grabdenkmäler israelitischer Kirchhöfe zu einer triften Monotonie. In ewiger Wiederholung reihen fich die Obelisken, abgebrochnen Säulen und aufgerichteten Grabsteintafeln mit deutscher oder hebräischer Namensinschrift am Kopfende der Grabhügel an einander. Höchstens bringt einmal eine diesen Denkstein i) Aus der „Boss. Ztg. krönende Urne eine geringe Abwechselung in das Einerlei. Herr v. Liebermann wünschte das Grab der ihm Entrissenen schöner, kunstvoller, bedeutender zu schmücken, ohne doch gegen jene Satzung zu verstoßen. Er bettaute den hier in Berlin. Kommandantensttaße 83, ansässigen bekannten carrarefischen Bildhauer und Marmor-Fabrikanten Banelli mit dem Entwürfe und der Ausführung eines solchen Grabmals. Die Art, wie derselbe die ihm gewordene Aufgabe hier gelöst hat, sst sehr originell und von bedeutender Wirkung. Aus zwei mächtigen Blöcken jenes festen, wetterbeständigen carrarefischen Marmors ist es gearbeitet. Auf 4 Fuß hohem, 10 Fuß langem,! 7 Fuß breitem Unterbau von energischer Profilirung, der sich I in die schwere Sockelplatte, Blätterstab, breite Hohlkehle, ver-- j ginnten Wulst, schmale Hohlkehle und Plinte gliedert, ruht! ein Sarkophag von 4 ‘/.i Fuß Höhe auf vier Löwenklauen. Ueber ihn ist, aus demselben Marmorblock gemeißelt, eine schwere reichgestickte Sammet-Decke mit langen Franzen und an den vier Zipfeln mit großen Quasten besetzt, gebreitet. Am Haupt- und Fuß-Ende ist sie zurückgeschlagen, so daß sie den Sarg mit seinen Griffen und Füßen ftei läßt. In dieser Decke ist in Marmor die alterthümlich stilifirte Goldstickerei, und ebenso der ganze Stoff und seine Art des Faltenwurfes vorzüglich imitirt. Aus beiden Langseiten, wo die Decke bis zur Plinte herabwallt, ist innerhalb einer kreisrunden Umfassung das Liebermann'sche Wappen unter der Frei-