Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 45 (1881)
- Issue
- Heft 8 (22.2.1881)
- Date
- 1881-02-22
- Page
- Seite 126 (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
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12«; Borurtheilen ist eine unrichtige Bibelauslegung schuld, die in j den. Das Interesse für jüdische Wissenschaft ist hier fichtalter Zeit ebensowohl bei Juden als bei Christen stattgesunden > lich im Wachsen begriffen. So eben hat eine neue Schrift hat. 11m eine herrschende Glaubensansicht oder auch nur Jellinek's die Presse verlassen: „Contros Hamiphteach: Biblioseine individuelle Meinung mit der Bibel zu bekräftigen, l graphie der Nominal-Berbal- und Real-Jndices zum babylohob man irgend einen Vers heraus und legte hinein, was; nischen und jerusalemischen Talmud und zur Midrasch- und man wollte. An den Zusammenhang, in welchem er stand,! Sohar-Literatur". Wien 1881, Löwy's Buchhandlung. Auch hielt man sich nicht gebunden; man verglich ihn auch nicht; die Monatsschrift „Beth Talmud, für rabbinische Literatur mit Parallelstellen oder mit dem Geiste, der das ganze Buch! und Geschichte", von I. H. Weist und M. Friedmann erdurchweht, um den wahren Sinn zu eruircn. Zwar hat in i freut sich in Fachkreisen durch ihre gediegenen Arbeiten leb neuerer Zeit eine richtigere Bibelerklärung Plan gegriffen,! Hafter Anerkennung. doch sind ihre Resultate meistens blost Eigenthum der Fachgelehrten Pest, im Februar. Das „9i. Wiener Tagebl." entgebliebcn und nicht in das Bolk eingedrungcn, um eingeriffene wirft ein erschreckendes Bild von von dem in der ungarischen Bornrtheile zu vernichten. Nur durch die öffentliche Bcspre- Hauptstadt grassirenden Wucher, welchem über 300 Bampyre chnng kann allmählich eine bessere Erkenntnis; vermittelt werobliegen. Das Blatt hebt ganz besonders hervor, dast „von den. —yj M. diesen Wucherern nur ein geringer Theil zu den In- . .. den zählt." Es fährt fort: ^csterrelm Nngckrn. „Es giebt hocharistokratische Wucherer, die große Soireen Wien, 8. Februar. (Privatmitth.) >1. Die Reihe der veranstalten u. s. w. u. s. w. und die trotzdem für 30,000 populärwissenschaftlichen Borträge am hiesigen Bet ha Midst- Wechsel bis in die Höhe von 70,000 fl. unterzcichnen laffen. rasch unter der Aegidc des Herrn Dr. Jellinek, wurde in diesem Das hindert sic nicht, feine Gesellschaften zu geben und in Semester von Herrn Or. Groß, Rabbiner in Lundcnburg, am 0. der guten Welt vollkommen „acceptirt" zu sein. Eine andere d. eröffnet. Die ungemein zahlreiche Betheiligung ist ein erfrenli- Art von Wucherern befaßt sich nur mit Beamten höheren ches Zeichen für das Jntereffe, welches diesen Borlrägen von und geringeren Ranges. Ein Herr aus dieser Klaffe hat im Leiten des gebildeten jüdischen Publikums entgegengebracht! Jahre 1880 nicht weniger als 80,000 fl. eingeklagt, für die wird. Herr Dr. Groß verstand es aber auch seine Zuhörer zu fesseln und den Abend zu einem recht interessanten zu machen. Er sprach über die Blüthezeit der jüdischen Literatur im maurischen Spanien. In höchst anziehender Weise skizzirte er die günstige Stellung der Juden unter der Herr nur Richter, Beamte, Profefforen n. s. w. haften. Eine andere Klasse bilden die Advokaten-Wucherer. Eine Anzahl von Advokaten betreibt nämlich den Wucher gewerbsmäßig, aber unter fremder Firma, da, wenn die Sache zu erweisen wäre, die Advokatenkammer die Betreffenden ausstoßen würde. schaff der Araber in Andalusien, die Zeit Chasdai Jbn-Schabrntz' Das Gros der Legion der Dreihundert bilden aber die sog. und die Thätigkeit der unter seinem Mäcenate lebenden ersten „Agenten", welche im Kleinen auf eigene Rechnung und im hebräischen Grammatiker und Lericographen, Menahem Jbn Großen auf fremde Rechnung wuchern. Man schätzt ihren Saruk und Tunasch Jbn-Librat, beleuchtete den Streit ihrer „Geschäftsumsatz" alljährlich auf hundert Millionen, denn Schulen und die wohlthätigen Folgen dieses Streites für die ihre Geschäfte erstrecken sich über das ganze Land, nicht nur hebräische Sprachforschung, die Wirksamkeit Samuel Hanagids, über die Hauptstadt." Abuloalids, Gebirols u. A. Tie metrischen Uebersetzungen aus den Dichtungen der Genannten sprachen besonders an. Tie '-w 5' nächsten Borträge werden von den HH. vr. Jellinek, I)r. Friedder Schweiz, Ans. Febr. (Privatmitth. » In länder, Rabbiner I. Karveles und Dr. Schmidt gehalten wer- Basel hat (wie früher Di-. Kayserling) diesen Winter der - Züricher Rabbiner Dr. Kisch in der llniversitätsaula populärv 9 der Erklärung unseres gesch. Corresp. überall bei. wissenschaftliche Borträge ans der Geschichte der Juden gez>ndeß ist doch nicht zu verkennen, dop mit den betreffenden Worten, * . . . . x die ja auch in der großen Lehre -2 Mos. 31, 6. 7. sich wiederfindet, halten, die trotz des nicht niedrigen Erntrittsprelscs von bei- Ä" un°b'ConsestwnSangehSrigen gut besucht waren. Tie Tendenz Ettern ausstellt. Gott läßt die Folgen der menschlichen Handlungen war natürlich eine den Zeitverhältniffen angepaßte, versöhnauch wenn sie sich auf die folgenden Geschlechter,erstrecken. Tie Gemeinde in Basel ist eine geregelte und viel- Dre Kinder des Berichwenders verfallen der Armuth, des Ausichweifen- , » r» den dem Siechthum, desien. der Schande auf sein Haupt häuft der; leicht nicht trotzdem, sondern gerade weil ste keinen eigenen gm°?e»°'D°kh.°W°TÄchL°w"-'d"s?chÄ" Rabbiner hat. friedlich- und glückliche. 8» ««'ich isl dee Messer des Chirurgen, in die Eiterbeule des Sünders einschneiden einige Zeit bedrohte Gemeindefrieden dnrch einen vortrefflichen ÄUN Ä'!L *"*«*• dcrmi. dem ersten Aannar d. I. die -pi»° die,---- „Ausführliche ReUgivuslehre." B. II. S. i ll. ff. Reüakt. Kahels trat, wieder hergesteüt. In Folge N'aucherlei Schwie-