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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1880-10-19 · Heft 42 (19.10.1880) · p. Seite 667

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
44 (1880)
Issue
Heft 42 (19.10.1880)
Date
1880-10-19
Page
Seite 667 (sequence 11)
Language
German
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667 verrichtete, vor ihr erschienen und hätte sie mit sich gerufen^ entgegengesetzter Richtung — anschauen. Hierzu kommt, daß es Auf diese Bision hin hatte sie so lebhafte Gewiffensbisse, daß > dieser Dialectik durchaus nicht gelingt, uns durch ihre Teste, die mit ihrem Gatten nicht in bester Eintracht gelebt > finitionen über die Identität der Dinge Aufschluß zu geben, haben soll, aus Reue keine Nahrung zu sich nehmen wollte.! Denn'z. B. daraus, daß wir keine genügende Definition von Stoff Der Arzt trachtete, das abergläubische Weib durch lieber-! haben, zu schließen, daß Kraft und Stoff dasselbe sind, bietet keine redung und Versprechungen von diesem Vorhaben abzubrin-! Uebcrzeugung dar. Doch wir haben an dieser Stelle dieses gen, doch hatten weder diese Mittel, noch die Belehrungen! Philosophiren und dessen scheinbare Ergebnisse nicht zu kritisiren. des Rabbiners den gewünschten Erfolg: das Weib war bin-! Verwahren wollen wir uns nur, wenn dem Monotheismus nen einigen Tagen Hungers gestorben. Bonn, 1. Oct. (Literarische Notizen). „Der Einheitsgedanke. Als Fundamentalbcgriff aller Religionen und Wissendes Judenthums dieser Monismus untergeschoben wird. Tie heilige Schrift beginnt mit dem Worte: „Im Ansang schuf Gott die Welt," und diese Unterscheidung zwischen dem Schöpfer schüft, als Berständigungsbasis unter den Gebildeten aller! und dem Geschaffenen, zwischen dem ewigen Sein und dem Confessionen und Nationen gemeinfaßlich dargestellt von vr. I. I.! Werdenden und Vergänglichen geht durch die ganze h. Schrift, Rülf. Memel 1880, Robert Schmidt." Wir lassen der Begabung,! geht durch das ganze Judenthum und kann durch keine der Geislesgewandtheit, dem redlichen Eifer, sowie der Tüchtig- I dialektische Exegese beseitigt werden. Aus dem zweiten Blatte keit des Verfassers im Ausdruck volle Gerechtigkeit wider-' wird der Unterschied zwischen Seele und Leib begründet fahren, können uns jedoch mit seiner vorliegenden Schrift! und wiederum durch die ganze h. Schrift bis zum Endausnicht einverstanden erklären. Sie enthält einen Versuch, die! spruch Kohelets festgehalten. Auf dem dritten Blatte wird positiven Religionen, insonders auch das Judenthum mit! die „Erkcnntniß des Guten und des Bösen" als die Grund - dem jüngsten Kinde der Philosophie, das in Deutschland läge des sittlichen Wesens und bald darauf (in der Geschichte Monismus, im europäischen Westen Panentheismus genannt > der Sintstuth) als die der ganzen Weltordnung dargcstellt, wird, zu identificiren. Und dies wird in der Jetztzeit eben-: und um diese Erkenntniß und Verwirklichung der dualistischen so wenig gelingen, wie es Spinoza gelang, der doch der! Natur des sittlichen Menschen dreht sich die ganze h. Schrift, eigentliche Urheber der monistischen Anschauungen war. I sie ist der Mittelpunkt des ganzen Judenthums. Uebrigens Rülf geht von dem Gedanken aus, daß der „Dualismus^ würde die monistische Anschauung ganz ebenso wie die duadie Zweiheit der Erkenntniß" (?) die Ursache alles Uebels! listische zu allen möglichen Uebeln Veranlassung geben, weil in der Erkenntniß und im Thun und Lassen der Menschen! eben der Mensch dem Uebel auszuweichen nicht befähigt, nicht gewesen und fortwährend fei, während der „Einheitsgedanke" ■ berufen ist. — „Agenda für jüdische Cultusbeamte. Handd. h. der Gedanke, daß Alles ein- und dasselbe sei, die! buch für alle Casualfälle von der Wiege bis zum Grabe von Gegensätze beseitigen, den moralischen und intellektuellen Prediger L. W o l f f. Halberstadt, Meyer, 1880." Das Buch Frieden herbeiführen werde. Wir jedoch glauben, daß eine! enthält einen Schatz von Anweisungen und Gebeten in deutscher auf dem Wege der Dialectik künstlich hcrvorgebrachte Ab-! und hebräischer Sprache, für alle Verhältnisse und Vorstraction schwerlich die Verschiedenheit der Ansichten, der' kommnisse des Lebens, bei Beschneidung, Barmitzwa, Trauung, Triebfedern und Bestrebungen aufzuheben im Stande sei. Die! Einweihung eines Hauses, einer Synagoge u. s. w. Begräbdualistische Anschauung gründet sich sowohl auf die äußeren j niß u. s. w., selbst verschiedene Arten von NeujahrSwünschen Erscheinungen als auch auf das Wesen des menschlichen Geistes! sind nicht vergessen. So findet sowohl der Cultusbeamte und kann so nicht durch dialectische Künste beseitigt werden.; als der Privatmann, sowohl der Refornicr als der Orthodoxe Daß Ursache und Wirkung, Stoff und Geist, Recht und Un-! hier einen reichen Schatz zu Andacht und Erbauung. „Agudath recht, das ewige Sein und das Werdende und Vergehende u. s. w.! Perachim „Blüthenstrauß". Anthologie deutscher und hebräischer ein und dasselbe seien, wird man im gesunden Menschen-1 Gedichte für Geist und Herz. Uebersetzungen und Originale verstände ebenso wenig wie in der Gefühlswelt des Menschen! von I. S. Wittkower. Altona, Selbstverlag, 1880." Ter heimisch machen, und die Gegensätze treten in Natur und Vers, legt die Hände der hebräischen und der deutschen Muse Menschenwelt in jedem Augenblicke so scharf auf, und mit so verschiedenartiger Wirkung, daß sie dadurch, daß man sie in eine höhere Kategorie auflöst, nicht aus der Welt geschafft werden. Wenn wir wissen, daß Hell und Dunkel nur aus der größeren oder in einander, indem er theils Uebersetzungen aus dem Hebräischen ins Deutsche, theils aus dem Deutschen ins Hebräische gicbt und in beiden Sprachen eine anerkennenswerthe Gewandtheit und Correctheit erweist. Die erste Abtheilung bilden Moralgedichte, die geringeren Menge desselben Lichtes entstehen, bleiben Tag und! zweite Gedanken und Sprüche aus Talmud uud Midrasch, Nackt doch durchaus verschiedene Erscheinungen; und Recht und! die dritte Epigramme, sowohl ernsthafte als scherzhafte, die Unrecht werden darum nicht dasselbe sein, weil wir sie als Bewevierte Gelegenheitsgedichte und die fünfte Grabschriften. ES gungen und Acußcrungen desselben sittlichen Wesens, oder nach ist also ein sehr reichhaltiger und mannichfaltiger „Blüthen- 42"

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