Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 44 (1880)
- Issue
- Heft 39 (28.9.1880)
- Date
- 1880-09-28
- Page
- Seite 617 (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
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6i7 ftätigt hier, was wir so oft betont haben, daß es eine reine I praktische Zwecke ins Auge gefaßt: das Rabbiner-Seminar Erfindung der Judenfeinde und eine Voraussetzung stuben-| zu Cincinnati und die Vorbereitungsschule zu New-Bork, zu hockerischer Professoren ist, wenn sie den Juden Rachegej deren Kosten er jährlich 12,000 Dollars beiträgt und über danken für die erlittenen Verfolgungen und eine gehäfsige > die er eine Controle führt, die Wanderpredigt bei kleinen Gesinnung zuschrciben. Wir können vor Gott und der Mensch-! und entlegenen Gemeinden, die Verbreitung des Ackerbaus heit betheuern, daß wir auch nicht eine Ahnung von solchen i unter den Israeliten und die Mithülfc zur Erlangung des Gefühlen und Gedanken in uns tragen, und glauben vielmehr,! Schutzes und der bürgerlichen Rechte für unterdrückte Glaubensgenossen im Oriente. Für das verflossene Jahr stellen sich nun folgende Resultate heraus. Das Rabbiner-Seminar ist im Aufblühen und hat bei der öffentlichen Prüfung gute daß unsere Thaten dies bestätigen'. Italien. Leistungen ergeben; sein nächstes Bedürfniß ist die Errichtung eines eigenen Gebäudes, dessen Kosten auf 100,000 Dollars veranschlagt sind. Dazu reichen die Mittel des Verbandes noch lange nicht aus, und man sucht noch nach einem Wege, die nöthigen Summen herbeizuschaffen, verhandelt jedoch mittlerweile über den Erwerb eines Grundstückes. Tie Aus Italien, im September. Man zählt in ganz Italien ungefähr 40,000 Juden, von denen in Rom 5000, Florenz 24,000, Venedig 2500, Turin 2000, Manma 1900, Ancona 1800, Modena 1700, Ferrara 1450, Verona 1250, Mailand 1200, Padua 050, Casale 800, Neapel 050, Alessandria 000, Reggio 550, Bologna 520, Vercelli 500, Pisa 480, Genua 480, Asti 470 wohnen. Außerdem giebt Wanderpredigt ist in Thätigkeit getreten, verschiedene Prediger es noch viele Städte, in welchen nur eine geringe Anzahl i haben sich bereitwillig dazu gefunden und waren unentgeltlich ansässig ist. (Hier ist Livorno übergangen. Redaction.)! thatig. die Reisekosten wurden meist von den Gemeinden ge- 80 Synagogen dienen dem Gottesdienste. Rom zählt deren! tragen, in welchen sie predigten. Hinsichtlich des Ackerbaues 5, die schönste ist in Livorno, die man von der Verbannung! zeigte es sich, daß es hierzu langer und sorgfältiger Vorder Juden aus Spanien 1492 herdatirt. Außerdem rühmt bereitung bedürfe und so großer Summen, daß mau nicht man die von Vercelli, Modena, Reggio, Casale, Venedig sofort Vorgehen könne, obschon es nicht an Leuten fehlr, die und Ferrara. Es fungiren in ganz Italien 50 Rabbiner,! sich für den Ackerbau bestimmen wollen, wenn ihnen die aber nur ein einziges Journal erscheint: „Vessillio Jsraelittco", nöthigen Vorschüsse geleistet werden können. Hinsichtlich des das der Großrabbiner Servi herausgibt. Äm Senate sitzen letzten Punktes erklärte auf Verwenden der Sekretär des 2 Juden, Herr Tullo Massarani, der sich in Kunst und Wißen» auswärtigen Amtes, daß die Bereinigten Staaten die llnschaft einen Namen erworben, und Herr Isaak Artom, der abhängigkeit Rumäniens nicht eher anerkennen werden, ausgezeichnete Diplomat, welcher der Sekretär Cavours geals bis die Bestimmungen des Berliner Vertrages betreffs wesen. Ter Deputirtenkammer gehören 0 Israeliten an.; der bürgerlichen Gleichstellung erfüllt seien. Tie Zahl der dem Verbände angehörenden Gemeinden hat sich wieder! vergrößert, und der feste Fond des jungen Institutes beträgt New-Pork, im September. OPrivatmitth.) Der ame- '.37,000 Dollars. So können wir der Hoffnung leben, daß rikanisch - israelitische Gemeindebnnd (Union ot' .4morieun dieses schöne Werk der Einigung einer segensreichen Zukunft Hebrew Co-ugre^atious) hat seinen siebenten Jahresbericht: entgegengeht. Der verdienstvolle Präsident ist gegenwärtig vom Juli 1879 bis Juli 1880 veröffentlicht. Derselbe be- Herr Moritz Loth. steht aus den Protokollen der Ausschuß-Sitzungen, nebst dazu Baltimore, im August, (Privatmitth.) Es ist wahr, gehöriger Correspondenz. Der Bericht, welcher durchaus auch in unserem Amerika ist eine große Anzahl jüdischer wahrheitsgetreu gehalten ist und in keiner Weise die Dinge Wohlthätigkeitsanstalten erstanden. Die meisten sind gegenbesser särbt, als sie in Wirklichkeit sind, bezeugt den Fort- > wärrig noch jungen Datums, da selbstverständlich das Beschritt und das Wachsthum des Verbandes, wenn auch die dnrfniß sich erst recht fühlbar gemacht haben mußte. Es Erfolge langsam zeitigen. Wir können den Bestand dieses ist daher auch nicht zu verwundern, wenn viele derselben Vereins nur als ein günstiges Zeugniß der auch in einem; bei dem starken Andrang der Bedürstigen noch mit dem Theile der amerikanischen Judenheit vorhandenen Lebenskraft: Ermangeln ausreichender Geldmittel zu kämpfen haben, und betrachten. Gerade, wo die Elemente aus den verschiedensten während in der Regel die Einrichtungen und Leistungen vor- Weltgegenden zusammengekommen und sortwährend durch; trefflich sind, die Anstrengungen nach genügenden Mitteln neue Einwanderung ergänzt und ausgebreitet werden, ist! sehr eifrig bettieben werden müssen. Bei dem Charakter des eine solche Bereinigung und Zusammenfügung in Zweck und amerikanischen Volkes und Lebens greift man jede Sache Mitteln und bei völliger Freiwilligkeit eine höchst anerkennendkühn an und giebt ihr sofort einen llmfaug, der dem Bewerthe Erscheinung. Der Verband hat gegenwärtig als, dürfnisse entspricht, für den aber die Mittel erst beschafft fein 39 Amerika.