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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1880-08-03 · Heft 31 (3.8.1880) · p. Seite 491

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
44 (1880)
Issue
Heft 31 (3.8.1880)
Date
1880-08-03
Page
Seite 491 (sequence 11)
Language
German
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491 sehr bedeutende Bibliothek von Hebraicis gesammelt, die aus mehr als 5200 Werken mit einer Bändezahl von 6000 besteht und in ihrer Art nächst der von Oxford und der des British Museums wohl die größte der Welt ist. Es sind für die Bibliothek von verschiedenen Seiten große Gebote gethan, jedoch abgewiesen, weil die Eigenthümer, die jetzt in Amsterdam wohnen, wünschen, daß die Sammlung als ein Ganzes erhalten bleibe zum Andenken an den gelehrten Sammler, der ihrem Zusammenbringen fast sein ganzes Leben gewidmet hatte. Dieser kostbare Bücherschatz ist nun durch die genannten Eigenthümer der Stadt Amsterdam für die Bibliothek der Universität zum Geschenk gemacht worden. — Die in judenfeindlichen Schriften machende Buchhandlung F. W. Grunow in Leipzig hat „Die Juden unter Friedrich dem Großen nach urkundlichen Quellen von Hans Jungfer" herausgegeben. Die Absicht ist einfach, die Dccrete Friedrich II. Gymnasial-Lehrer vr. Wiesner, eine kräftige und gediegene Anrede aus öffentlichem Platze an den Jubilar richtete und Herr Apotheker Hoefer beim Vorbeimarsch des Zuges bengalische Flammen abbrennen ließ. — Man schreibt aus Serajevo, im Juli: Wie das „Serajevocr Amtsblatt" meldet, befinden sich in Bosnien nach der neuesten Volkszählung 448,613 Muhamedaner, 496,761 griechisch-orthodoxe und 209,391 römischkatholische Christen und 342«; Israeliten. Bonn, 11. Juli. (Literarische Notizen.) Eine in ihrer Art neue, nicht etwa durch Schulbehörden eingesührte Schrift bedarf, auch wenn sic längst gefühltem Bedürfnis entspricht, einiger Zeit, bevor sie sich im großen Publikum Bahn bricht. So erging es auch unserem Buche -'bv nyy „Rath des Heils". Eine Mitgabe für das ganze Leben an den israelitischen Confirmanden (Barmizwah) und die israelitische Consirmandin oder beim Austritt aus der Schule von I)r. gegen die Juden für die Gegenwart zum Muster aufzustellen.! Ludwig Philippson. (Baumgärtner's Buchhandlung. Diese Schemen einer, wenn auch nicht lang vergangenen Zeit | 1867.") Dieses aufs amnuthendsie ausgestattete Werk, mit werden ebenso wenig ins Leben zurückgerufen werden können, j einem Stahlstichnach Oppenheim und einem schönen Titelblattc wie Friedrichs Ansichten über den Ausschluß der Bürgerlichen! in Buntdruck, hat die Gunst des Publikums seit einigen aus dem Offizierstande, über den zu verhindernden Erwerb! Jahren in wachsendem Maße gefunden, sodaß die 2000 Ex. von Rittergütern durch Bürgerliche und den ganzen Apparat! fastende Auflage erschöpft, und eine neue unter der Preffe sich des „aufgeklärten Despotismus". Schließlich muß doch auch! befindet, die so weit gefördert ist, daß eine Unterbrechung in der Berf. zugestehen, daß die gegen die Juden erlassenen! der Befriedigung der Aufträge nicht eintritt. In der That Edicte sich zum größten Theile als wirkungslos zeigten. So j möchte wohl, nach den competentesten Urtheilen, eine reichere gegen die Vermehrung der jüdischen Häuser in Berlin, die! und wirkungsvollere Mitgabe für das Leben und alle seine dennoch sichtlich Zunahmen; so die überaus harten Edicte zur! Verhältnisse und Lagen dem jüdischen Jüngling und der Verhinderung jüdischer Einwanderung, die Beschränkung der jüdischen Jungfrau nicht geboten werden. Die Lehren der Schutzbriefe rc. Es waren im Ganzen nutzlose Plackereien > Religion wie der Geschichte, ihre religiösen und sittlichen und Beschränkungen, die, wenn wir den Geist der Zeit ins - Vorschriften und die Erfahrungen des Lebens werden an- Auge fassen, nur Zeugniß der Bornirtheit geben, die, nach j sprechend vorgetragen und eingeschärft und guter Rath crmancherlei Richtungen hin, die Regierung Friedrichs noch bej theilt für den ferneren Lebensgang des Jünglings und der zeichnet. — Man schreibt uns aus Pleß vom 20. Juli:! Jungfrau. Gestern feierte Herr Fedor Muhr hier seinen siebenzigsten! Bonn, 21. Juli. (Literarische Notizen). Die in Nr. Geburtstag und wurde ihm als Anerkennung seiner Verdienste 27 besprochene Abhandlung des I)r. Wolfs in Gothenburg, um städtische und allgemeine Angelegenheiten von Seiten der j über Saadia stand nicht, wie dort irrthümlich angegeben, in der städtischen Behörden ein prachtvoll ausgestattetes Album, mit! Zeitschrift der deutschen morgenländischcn Gesellschaft, sondern den Photographien sämmtlicher Magistrats-, und Stadtverord- ’ im „Magazin für jüdische Literatur". — In W. Sziged neten-Bersammlungs-Mitglieder unter herzlichen Glückwünschen ^Ungarn) soll eine Wochenschrift „Jüdisches Journal" erscheiüberreicht. Herr Muhr gehört seit 26 Jahren dem Stadtneu, welches die allgemeineu politischen Ereignisse in deutscher verordneten-Collegium an und ist seit 16 Jahren dessen Bor- Sprache, aber in hebräischer Quadratschrift, besprechen soll. Im sitzender. Der Vorstand der jüdischen Gemeinde, dessen Vor-j Feuilleton soll für jüdische llnterhaltungslcctüre gesorgt wersitzender er seit 31 Jahren ist, verehrte demselben einen mir! den. — Der „Jllustrirte jüdische Familienkalender" von Inschrift versehenen silbernen Pokal. Ter hiesige Rabbiner, Julius Mayer (.Halberstadt H. Mayers ist in seinem dritten Herr Simon Alexander, über reichteeinen hebräischen und deut-! Jahrgang für das Jahr 5641 erschienen. Dieser Kalender schen Glückwunsch. Als Vorsitzender eines städtischen Wohl-1 scheint sich somit schnell einen genügenden Kreis der Berbreithätigkeits-Curatorium brachten ihm die Mitglieder des Bori tung erworben zu haben. Außer dem üblichen kalendarischen standes am frühen Morgen ein Ständchen, und endlich brachte Inhalt und „Gemeinnützigem", wie „deutscher Wechselstempel, am Abend die städtische Feuerwehr dem Jubilar einen recht! das neue bürgerliche Prozeßverfahren" u. s. w. bringt dieser nsehnlichen Fackelzug, wobei ein Vorstandsmitglied, Herr! Jahrgang „die Antipoden, ein Prager Ghettobild" von' S. 31*

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