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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1880-08-03 · Heft 31 (3.8.1880) · p. Seite 490

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
44 (1880)
Issue
Heft 31 (3.8.1880)
Date
1880-08-03
Page
Seite 490 (sequence 10)
Language
German
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490 Professor an der Rechtsfakultät zu Rennes. — Marq-Foy,! schule nothwendig, und eine solche ist gegenwärtig in Newerster Adjunkt des Maires von Bayonne. — Jacob (Jules), j I)ork errichtet, und wurde jüngst von dem „Verein der ameri- Musikdirektor im 4. Genie-Regiment. Es sind dies 21, eine I konischen jüdischen Gemeinden" unter seinen Schutz genommen. Zahl, die weit über das numerische Berhältniß der noch nicht;>0,000 Juden in Frankreich hinausreicht. — Am 1 h. Juli hat das Leichenbegängnis Jsaac Pereire's stattgesunden. Es fand sich zur Bestattung eine große Bersammlung ausgezeichneter Männer zusammen, welche alle Parteien und höheren Stände repräsentirten, unter Anderen der Unterrichtsminister Ferry. Der Verstorbene hatte verboten, sein Osfizierkreuz der Ehrenlegion auf den Sarg niederzulegen, weshalb jede militärische Begleitung unterblieb. Am Grabe sprachen die Rabbiner Mayer und Lehmann die üblichen Gebete und Reden. Marokko. Madrid, 20. Juli. Die Beschlüße der internationalen Konferenz von Madrid haben sich bereits wirksam erwiesen. Dem „W. Fremdenblatt" wird aus der spanischen Hauptstadt gemeldet, daß nach Berichten aus Tanger der Sultan Sidi Muley Hassan in den nächsten Tagen einen Ferman erlassen wird, in welchem er mit Hinweis aus die an ihn ergangene Aufforderung der europäischen Mächte volle Glaubensfreiheit für feine Staaten verkünden wird. Eine Kopie dieses Fermans wird den europäischen Cabineten zugesendet werden. Amerika. Sie wurde am 10. Februar 1877 mit 18 Schülern auf Kosten der Emanu-El Gemeinde eröffnet, und zwar durch die Rabbiner vr. Adler und Gottheil. Bald stieg die Schülerzahl auf 26, die in drei Classen zu vier, sechszehn, sechs Schülern vertheilt wurden. Hauptlehrer waren vr. M. Mielziner (früber in Copenhagen), Ehrlich und Schnabel. In sechs wöchentlichen Stunden.wurde in Bibel, Mischna und Talmud unterrichtet. Am 5. Mai 1878 fand die erste öffentliche Prüfung statt, und diese fiel so trefflich aus. daß der genannte Verein die Schule unter seinen Schutz nahm und jährlich 1500 Dollars dafür bestimmte. Es macht dies die Hälfte der Kosten aus, deren andere Hälfte die Emanu-El Gemeinde trägt, vr. Adler trat von der Oberleitung zurück und überließ fie Dr. Gottheil, und Dr. Mielziner wurde nach Cincinnati an das College berufen; an seine Stelle trat Herr Louis Schnabel. Die Anstalt zählt jetzt 30 Schüler und hat in ihren drei Claffen resp. sechs, zwanzig und neun Schüler. Man hält die Anstalt von aller Parteirichtung frei. Zu Examinatoren wurden vr. S. Hirsch, vr. M. Lilienthal und vr. L. Mayer gewählt. Gegenstände der Studien sind: die Bibel und biblische Literatur, hebräische Grammatik und Exegese, Targumim und aramäische Grammatik, Mischna und Gemara, ausgewählte Schriften jüdischer Autoren des Mittel alters und jüdische Geschichte. Versteht es die Anstalt, sich dauerhaft auf ihrem Standpunkt zu erhalten, so wird ihr Erfolg für das Judenthum in Nordamerika nach allen Richtungen hin ein erhaltender und segensreicher sein. Rew-Nork, im Juli. (Privatmitth.) Wenn in der Geschichte sich sehr oft die gleichen Erscheinungen und Ereigniffe wiederholen, so entspringt dies daraus, daß eben dieselben Bcdürfniffe auch gleiche Bestrebungen Hervorrufen. Wo das! Bonn, 25. Juli. (Notizen.) Um einen kleinen Blick Judenthum eingewandert ist und sich eine größere Anzahl j in das Chassidische Treiben in Ungarn zu gewähren, theilen seiner Bekenner gesammelt hat, da entsteht auch bald das! wir hier wörtlich eine Notiz der ungarischen Zeitungen mit: Bedürsniß, Männer der Lehre und des Unterrichts nicht blos I „Der Wunderrabbiner Hillel ist dieser Tage aus Kolomea in ihrem Schooße zu besitzen, sondern auch heranzubilden, j in Großwardein eingetroffen, wo er am Bahnhofe von einer Denn wenn auch im Anfang der Einwanderung die nöthigen! großen Schaar Orthodoxen empfangen wurde. Der angeb- Männer. aus dem Mutterlande heran gezogen werden, so liche Zweck seiner Reise ist der Besuch der dortigen Heilbäder, inuß man doch nachgerade unabhängig vom Auslande werden,! doch soll er — nach „Bihar" — auf direkte Aufforderung abgesehen davon, daß durch eigene Bildungsanstalten die einer reichen und sonst sehr intelligenten Familie nach Groß Kenntniß der Religion und eine gründlichere Auffaffung derj Wardein gekommen sein, um an einem fchwerkranken Mitgliede selben eine größere Verbreitung in den verschiedenen Schichten | derselben seine Wunderkraft zu bethätigen. Der fromme Rabbi der Masse findet. Wie dies nun in alten Zeiten in den j soll erklärt haben, daß die Meinung der Aerzte wohl auch Ländern der alten Welt geschah, so geht dies gegenwärtig eingeholt werden könne, doch würde die Heilkraft seiner Gebete in den Vereinigten Staaten vor sich. Es ist bekannt, daß! allein auch genügen, um die Heilung zu bewerkstelligen". (!!) nach vielen Bemühungen in Cincinnati seit einigen.Jahren — Man schreibt aus Hannover: Der im Jahre 1868 in ein rabbinisches College entstanden ist, das jetzt den Namen! Hannover verstorbene L. Rosenthal hatte bekanntlich eine llebrev.' Union College führt. Für dieses College war aber,! glied der Pariser Handelskammer. — Aboucaya, etttcr. um ihm befähigte Schüler zu verschaffen, eine Vorbcrcitnngs-, Dolmetscher der Afrikanischen Armee. — Worms (Emile),

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