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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1880-07-27 · Heft 30 (27.7.1880) · p. Seite 476

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
44 (1880)
Issue
Heft 30 (27.7.1880)
Date
1880-07-27
Page
Seite 476 (sequence 12)
Language
German
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476 auf, um in einem mit getreuen Abbildungen geschmückten Werte die Ergebnisse seiner langjährigen tiefen Studien zu veröffentlichen. Sv erschien Vvn ihm 1782 — 1)5 auf eigene Kosten die „Allgemeine Naturgeschichte der Fische" in 12 starken Bänden mit 432 gemalten Kupscrtaseln, — ein Werk, welches noch jetzt, wo die Ichthyologie eine veränderte Gestalt erhalten, der Abbildungen wegen geschätzt wird. Bei dem hohen Kostenaufwand, den zumal die Herstellung der Kupscrtaseln erforderte, konnte Dr. Bloch nur mit Hilfe von fürstlichen und anderen begüterten Personen dieses Prachtwerk zu Ende führen: den Namen jedes Gönners findet man aus den Tafeln vom sechsten Bande an vermerkt. 1782 gab Dr. Bloch zugleich besonders, als einen Theil des großen Werkes, eine „Oeconomische Naturgeschichte achtet, gänzlich zurückgeblieben ist. In dem gegenwärtigen schriftstellerischen Jahrhundert, wo jährlich allein in unserm Baterlande an 5000 Schriften erscheinen, erblickt man in fünf Jahren, folglich unter 25000 Titeln kaum, einen, der uns etwas über die Naturgeschichte der Fische verspräche. Es ist allerdings zu verwundern, daß dieser wichtige Theil der Naturgeschichte so wenig bearbeitet wird. Ganze Gesellschaften beschäftigen sich mit der Beförderung der Bienenzucht: verdienen aber die Fische nicht ebenso wohl unsere Aufmerksamkeit; machen sie nicht einen großen Theil unserer Nahrung aus; waren sie nicht zu allen Zeiten ein wichtiger Handelszweig? Diese Betrachtungen über die Verwirrung, welche noch in diesem Theile der Naturgeschichte herrscht, über die vernachlässigte Bearbeitung dcffelben, der Fische Deutschlands" mit 37 Kupfertaseln auf feine |unb die Nützlichkeit der Cultur dieses Fachs, erregten Kosten heraus. Diese vor mir liegenden drei stattlichen j in mir den Entschluß, diesem Mangel, so viel es meine Bände sind in mancher Hinsicht intereffant. Unter den übrigen Geschäfte zulaffen, einigermaßen abzuhelfen. In vornan verzeichneten Subscribenten befinden sich, außer der dieser Absicht suchte ich meine Sommcrerholungen in einem Königin von Preußen und den preußischen Prinzen, die Könige! Fischerdorfe, und sammelte von den Fischern viele nützliche von Dänemark, Schweden und Polen, verschiedene Bischöfe Beobachtungen. Um ferner von den übrigen Landesfischen und Cardinäle, unter den öffentlichen Bibliotheken: die Biblioj gründliche Kenntnisse zu erlangen, suchte ich in allen Provinzen thek der Akademie der Wiffenschaften zu Berlin, die kaiser-| Correspondance, fand sie und bin nun in den Stand gesetzt, liche Bibliothek zu Wien, die der Freimaurerloge zu den drei eine öconomische Naturgeschichte der Fische, vorzüglich Weltkugeln zu Berlin, sowie unter den vielen Privaten „Herr i derjenigen, welche sich in den preußischen Staaten befinden, Moses Mendelssohn." j zu liefern. Ich übergebe dieselbe hiermit einem erleuchteten „In meinen Erholungsstunden," so schreibt Bloch in Publicum zur Beurtheilung :c. :c." Dieses Vorwort zeigt seiner „Borerinnerung" zu diesem bedeutsamen Werke, be- > die Bescheidenheit eines echten Forschers; in derselben klaren, schäftige ich mich mit der Naturgeschichte. Ich betrachte die! gemeinverständlichen Weise ist das Werk selbst geschrieben, mir vorkommenden Gegenstände, lese darüber die vorzüglich-: so daß es noch heute für jeden Laien fesselnd ist. Zu basten Schriftsteller, vergleiche das, was sie davon sagen, mit maliger Zeit, wo noch der Gelehrtenschwulst als Gclehrtendem was ich an denselben wahrnehme, und suche da weiter Weisheit galt, wo die deutsche Sprache in Schrift und Rede nach, wo sie mich verlassen. Ein Zufall führte mich auf die mit Verunstaltungen überwuchert war, wo selbst der große Untersuchung der Fische. Es ward mir nämlich eine große König cs vorzog, in französischer Sprache zu schreiben, vcr- Maräne aus dem Madui-See zugesandt; sogleich nahm ich ^dient der Jude Marcus Elieser Bloch in seiner formgemeinen Linn^ zur Hand, um zu sehen was er davon sage: wandten Hebung der deutschen Sprache und in seinem Streben, zu meiner Verwunderung aber fand ich, daß er eben so wenig auf dem Gebiete der Naturwissenschaften für Bildung und diese, als die kleine Maräne, die doch in der Kurmark, Aufklärung des Volkes zu wirken, in dauernder Erinnerung Schlesien, Pommern und Preußen gar sehr gemein ist, gezu bleiben. kannt hatte. Ties machte mich aufmerksam und bewog mich, Ueber die Beziehungen Doctor Bloch's zu Friedrich unsere übrigen Landessische ebenfalls bei ihm auszusuchen dem Großen hat Professor von Siebold in seinem Buche: und ich bemerkte auch hier, daß ihm unsere Güster und „Die Süßwasserfische von Mitteleuropa," 1863, Seite 5, Giebel, die nicht nur in den angeführten Provinzen, sondern Wahrheit mit Dichtung derartig vermischt, daß erstere ganz auch in ganz Deutschland sehr häufig angctroffen werden, verschwindend ist. Er erzählt, der Doctor Bloch habe sich unbekannt waren; ich fand ferner, daß sich viele Fische, besonders zu seinem Fischwerke von Friedrich dem Großen eine diejenigen, welche zum Karpfengeschlecht gerechnet werden, Unterstützung erbeten und darauf einen eigenhändigen königweder nach dem Linn6 und Artedi, noch nach den älteren lichcn Bescheid erhalten, welcher noch heut im Staatsarchive Ichthyologen bcstinlmen ließen re. . . . Ueberhaupt habe ich befindlich sei. Dieser angebliche Bescheid lautet nach Siebold bemerkt, daß der Theil der Naturgeschichte, welcher die Fische also: „Daß Er sich mit den Fischen beschäftigt, ist mir lieb; in sich begreift, in den neuern Zeiten, der erstaunenden Fortwas Er von meinen Landräthen verlangt, ist dummes Zeug; schritte, so man in den übrigen Fächern gethan hat, ohner-.was vor Fische in der Mark sind, das weiß ich; es sind

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