Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 44 (1880)
- Issue
- Heft 24 (15.6.1880)
- Date
- 1880-06-15
- Page
- Seite 379 (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
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379 ist erschienen: ^L' p?.-! Q'j?j —,n;r. Poesie ed Epitaffii di I auch seine Selbstbiographie bis zum Jahre 1845, welche je» 8anmei David Luzzatto da Trieste. Opera postuma. (Padoch im gedachten Jahrbuch, da es zu erscheinen aufhörte, dova, Crescini, 1879.) Der Band enthält die Sammlung nicht mehr abgedruckt wurde. Wir erhalten sie hier im von Gedichten und Grabschriften Luzzattos, von denen viele! Originale, durch viele Anmerkungen bereichert. Luzzatto bebereits in verschiedenen Zeitschriften gedruckt waren, andere schreibt sein Leben in einfacher Weise. Es waren keine zum ersten Male veröffentlicht werden. Es sind meist Geaußerordentlichen Begebenheiten, die sein Leben zu einem belegenheitsgedichte, viele an bedeutende Persönlichkeiten gewegten gemacht hätten. Vielmehr ist es besonders sein Entrichtet, auch Uebersetzungen. Jntereffant sind die poetischen wickelungsgang, den er verfolgt, und verzeichnet er gewissen- Ansprachen und Antworten, z. B. zwischen Luzzatto und der Haft, welche Menschen und Schriften auf ihn Einfluß geübt Rahel Morpurgo. Im Ganzen zeichnen sich die Poesien L.'s! und welchen Bestrebungen er sich hingegeben hat. Der uns nicht durch poetischen Schwung oder schöpferische Begabung,, vorliegende Theil reicht nur bis 1816. Lebhaft tritt uns hingegen durch Sprach- und Formgewandheit und durch j das Bild des reich begabten Knaben entgegen, in welchem Innigkeit der Gefühle aus. Die 34 Epitaphien waren meist j äußerst frühzeitig der kritische Geist und die eigene Schaffensnicht bestimmt, auf Grabsteine gesetzt zu werden, sondern j lust erwachten, so daß er schon in frühen Lebensjahren zur drücken die Trauer über die Dahingeschiedenen aus, z. B. Feder griff, und seine Bestimmung zum Schriftsteller erkennauf I. M. Sachs. Die Fürsorge des Herausgebers zeigt bar machte. Dabei hatte er viel mit der Ungunst der Verfich auch darin, daß er die Abfaffungszcit der Gedichte ge- | hältnisse zu kämpfen, die ihm nur wenige Hülfsmittel darnau vermerkt und sie chronologisch geordnet hat. Jedenfalls, boten. Wir hoffen, recht bald die Fortsetzung zu erhalten, ist durch diese Sammlung dem Freunde der tfebräif^cit | Pest, 12. Mai. (Literarische Notizen.) Die Rede, Poesie eine willkommene Gabe geboten, und der Wunsch des| tDetdje Hr. Dr. Ad. Jellinek am 7. Tage des Peffachfestes pietätvollen Herausgebers im Vorwort, daß jene sich an den j gehalten hat, ist unter dem Titel: „Der Kampf Jsrael's" im dargebotenen Gedichten erfreuen mögen, wird um so mehr! Druck erschienen (Wien, Schloßberg). Israels Kampf in erfüllt werden, als sie sich nicht wenig an der oft über-! der Geschichte ist der Kampf der reinen Gottesidee gegen die raschenden Verwendung hebräischer Sprachformen ergötzen j finsteren Götzen der Zeit, der Kampf der göttlichen Gerechtigwerden. — Durch die Güte des Dr. Jesajas Luzzatto er-! keit gegen rohe Gewalt und schreiendes Unrecht. Ter Redner halten wir auch: .4.utodiograpbia di 8. D. Luzzatto, pre- > wendet sich in seiner kernigen Sprache gegen den Raffenhaß, eeduta da alcune Notizie Storico - Letterarie sulla Famigj der jetzt wieder gegen Israel wüthet, und gegen diejenigen, lia Luzzatto a datare dal secolo Decimosesto. (Padova | welche die Juden des Particularismus beschuldigen. Diese Creseini, 1878) — jedoch nur bis p. 68. Ist sie noch Rede wird Allen empfohlen, besonders auch — den Judennicht weiter erschienen? Luzzatto hatte eine historisch-! feinden. — Vom Herrn Rabbiner G. Hoffmann in Baltiliterarische Notiz über die Familie Luzzattos auf den Wunsch j more liegen mehrere Grabreden vor, welche derselbe in den des Herausgebers des Wiener Jahrbuchs für Israeliten von Jsij jüngsten Monaten gehalten. Diese Reden zeichnen sich ebendor Busch verfaßt, und ist dieselbe im Jahrgang 1817 absowohl durch prägnante Kürze, als durch Tiefe und Inniggedruckt. Hier erscheint sie in italienischer Uebersetzung von keit der Empfindung aus. David Lolli. Auf Verlangen deffelben Busch schrieb Luzzatto Ieuil Corresponden;. Brandenburg a. d. H., den 2. Juni 1880. Befreiung von den städtischen Abgaben. Sehr zutreffend ist die Bemerkung, mit der Sic, verehrter Herr Redacteur, den Leitartikel in Nr. 18 Ihres gesch. Blattes beginnen, daß sich in kleinen Ereigniffen, in kurzen Verhandlungen und Abstimmungen der Geist der Zeit und der Korporationen oft mehr abspiegcle, als in großen Begebenheiten und bedeutsamen Debatten. leton. Bon diesem Gesichtspunkte aus, erscheint mir ein Schriftwechsel zwischen dem hiesigen Magistrat und mir der Veröffentlichung werth, von der mich bis jetzt nur der Umstand zurückhielt, daß, um einer falschen Beurtheiluung der Sache vorzubeugen, persönliche Verhältniffe zu berühren sind, deren öffentliche Besprechung meinem Denken und Empfinden widerstrebt. Doch die Rücksicht auf das actuclle Jntereffe der Angelegenheit für weitere Kreise hat mich schließlich zur Veröffentlichung derselben bestimmt. Es ist in dieser gesch. Ztg. wiederholt (Jahrg. 1877, Seite 105 und Jahrg. 1878, S. 180) gezeigt worden, daß hierorts ein humaner Geist vorwaltet. Dieser bekundete sich 24*