Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 44 (1880)
- Issue
- Heft 21 (25.5.1880)
- Date
- 1880-05-25
- Page
- Seite 333 (sequence 13)
- Language
- German
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333 Juden im Innern des Reichs gelten, in den betreffenden! gleiche Gewissensfreiheit und die Gerechtsame des Bürger- Gouvernements befanden. Wie nun dem genannten Moskauer! thums. Man spricht jetzt nur noch von Toleranz in dem Blatte aus Petersburg geschrieben wird, soll das Ministerium des Innern die Gouverneure in einem Circular aufgefordert -inne, daß die verschiedenen Claffen der Bevölkerung sich gegenseitig in der Ausübung ihrer angestammten Rechte nicht haben, vorläufig, bis zu einer besonderen Entscheidung seitens i hindern; denn glücklicherweise wird die Bigotterie von der des Ministeriums in dieser Angelegenheit, keine Auswei- Regierung der Bereinigten Staaten nicht sanctionirt, die Bersungsmaßregeln gegen die Juden zu ergreifen. — folgung nicht unterstützt, und es wird nur verlangt, daß die Der judenfreundliche „Peterb. Herold" vermuthet, daß wenn unter ihrenk Schutze Lebenden sich nicht herabwürdigen und einige ausländische Juden aus Petersburg ausgewiesen wurvielmehr bei allen Gelegenheiten als gute Bürger sich unterden, der Grund hierzu aller Wahrscheinlichkeit nach in der stützen." Nichtbeobachtung gewisser vom Gesetze vorgeschriebener For- Im Jahre 1816 wurde das Gebäude in Mill Street malitäten seitens der betreffenden Juden zu suchen sei. niedergerisscn und auf demselben Platze ein schöner Bau aufrv * geführt. Im Jahre 1834 wurde die Synagoge nach der o Stelle in Crosby Street verlegt, wo sich gegenwärtig Harrigan Paris, 14. Mai. (Privatmitth.) Die Sammlung zu und Hartes Theater befindet. Im Jahre 1860 wurde sie nach einem Grabmonument für Cremieux beträgt bis jetzt: der 10. Str. verlegt. Die Gemeinde ist noch immer im Be- 14,878 Frcs. Die Alliance erläßt aber auch einen Aufruf ■ sitz des alten Grundsteines der ersten Synagoge in Beaver zu einer besondern Cremieux- Stiftung, bestehend in Schulen Street. Der erste Rabbiner der Synagoge war Saul Braun. Aus ihn folgten Abraham Luceua, Moses Lopez Fonsecca, David Mendcs Machado. Benjamin Periera Mendes, Joseph, in Palästina. Näheres in nächster Nummer. Amerika. Sohn des Jsaac Jcshua Rento, A. Mendes Sexias, Mundo Peixotio, Jsaac Mendes Sexias und I. I. Lyons. Die Nachkommen dieser Rabbiner sind Mitglieder der gegenwärtigen Gemeinde. Dr. Mendes ist der Ansicht, die „Sheerith" Synagoge ist die älteste im Staate und wahrscheinlich die erste, welche in Amerika erbaut wurde. New-Pork, im April. (Zeitgeist.) Am Freitag und Samstag, den 2. und 3. April, wurde in der Sheerith Israel Synagoge in 10. Straße und 5. Avenue die 150. Jahresfeier des Bestehens der Gemeinde festlich begangen. Die alte Synagoge geht bis auf das Jahr 1606 zurück, doch dachte die Gemeinde erst 34 Jahre nach Gründung derselben an die Abhaltung von Festgottesdicnsten anläßlich des Jahres- Bonn, 18. Mai. «Notizen.) Am 22. März Verlages. Der Rabbiner der Gemeinde, Herr H. P. Mendes, schied in Hannover der Tirector der dortigenLehrerbildungshielt eine längere Rede, in welcher er die Geschichte der i anstatt, I)r. S. Frensdorf, im Alter von 72 Jahren. Ter- Synagoge entwickelte. Er erklärte, die ersten Inden seien ver-1 selbe hat sich durch die Herausgabe des Werkes „Schlah muthlich vor etwa 350 Jahren nach Amerika gekommen. Diese Weochlah" und anderer Schriften Verdienste um die Masora ersten Ansiedler stammten aus Spanien und Holland. Erft erworben. Am 26. März ftarb in Triesch (Mähren) Rabbiner im Jahre 1840, als General Stuyvesant Gouverneur von I. Frankfurter im 8i>. Lebensjahre; er bekleidete sein Amt New-Z)ork war, kamen die Juden nach dieser Stadt, wo sie über 50 Jahre. Einige Monate früher segnete Rabbiner indeß keinen freundlichen Empfang fanden. In der Geschichte Joachim Pollak in Trebirsch, der gelehrte Commentator von New-Zjork werden die Juden zuerst ermähnt, als sie um des bekannten homiletischen Werkes „Akedath Jizchak" im die Erlaubniß nachsuchten, hier eine Synagoge, einen Be-, Alter von 81 Jahren das Zeüliche. — Hinsichrlich eines in gräbnißplatz und eine Schule anlegen zu dürfen. Man ge-; Nr. 10 inner Pest den 25. April gegebenen Notiz hat sich stattete ihnen indeß nur die Anlage eines Begräbnißplayes. durch die gerichtliche Untersuchung herausgestellt, oaß der dort- Dr. Mendes verlas sodann einen Brief Washingtons erwähnte Brief an den Stnhlrichter ein fingirter gewesen als Antwort auf ein Schreiben des A. Mendcs Sexias, eines und zwar von einem Juden, der das Verbrechen selbst an alten Rabbiners der Synagoge. Ter Brief war gerichtet an einem Tritten begangen hatte. Tie daraus gezogene Folgevr. Sexias und die Juden von Newport, N. I. Derselbe rung muß deßhalb desavouirt werden. —JnKowno wurde ist in einem klaren Stile geschrieben und G. Washington, jüngst zum ersten Male in Polen ein Jude — derselbe war unterzeichnet. Der Brief ist Eigenthum des Joshua Phillips Arzt de» 3. Ton'schen Infanterie-Regiments und hieß Jahcle» und lautet folgendermaßen: „Tie Bürger der Vereinigten — mit militärischen Ehren beerdigt. — Aus Pest wird uns Staaten haben ein Recht, sich Glück zu wünschen, daß sie geschrieben: Ihr. Siegmund Purjeß jun., Privatdozcnt der Welt ein Beispiel einer erweiterten und liberalen Politik,; an der hiesigen Universität, ist zum ordentl. Professor der die der Nachahmung wcrth ist, gegeben haben. Alle besitzen j Pathologie an der Älausenburger Universität ernannt worden.