Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 44 (1880)
- Issue
- Heft 11 (16.3.1880)
- Date
- 1880-03-16
- Page
- Seite 170 (sequence 10)
- Language
- German
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r i: 170 anweisen, in Sachen der Regelung der israelitischen Religions- Angelegenheiten einen Gesetzentwurf einzubringen.?». Die >ub 1 genannte Durchführung»'Commission der ungarischen und siebenbürgischen israelitischen autonomorthodoxen Confession bittet mit Bezug aus die frühere Petition wiederholt um die Erfüllung der gerechten und berechtigten Wünsche der orthodoxen Judenschaft. 4. Die Waitzner, 5. die Szarvaser, 6. die Losonczer, 7. die Waag-Nenstadtter israelitische -Religions-Gemeinde birten, das Gesuch der Orthodoxen außer Acht zu lassen; die von den Neologen gebetene legislatorische Regelung der Religions-Angelegenheiten möge gar nicht zur Sprache gebracht werden; die Provente des israelitischen Landesfonds mögen mit Außerachtlassung aller autonomen Organe und mit Ausschluß jedweder bezirksweisen oder allgemeinen Organisation auf Antrag der staatlichen Schul-Jnspektoren zur Subvention der geordneten israelitischen Volksschulen ohne Partei-Unterschied verwendet werden. erinnert zu werden, daß es hier jemals ein Ghetto gegeben hat. Und die Anwohner jener Gaffe werden die Umtaufe derselben gewiß nicht ungern vernehmen." Unser Stadlvorstand ist hierauf mit größter Bereitwilligkeit eingegangcn und hat sofort die Judengassc nach einem benachbarten den Namen „Ritter" führenden Hause in eine „Rittergasse" umgetauft. Vivat ssguentes! Dr. Levi. O esterrei ch-Ungarn. Pest, im Febr. Der Schul-Inspektor des Szabolcser Viomitals har, wie „Ellenör" mittheilt, neuerdings mehrere! jüdische Winkelschuten — 6 in Nagykällo und 2 in Tissa-1 Dobos — schließen lassen und verfügt, daß die schulpflichtigen Kinder die dortigen öffentlichen Schulen so lange zu besuchen haben, bis nicht die betreffenden israelitischen Gemeinden im Stande sein werden, aus ihren Mitteln eine ordentliche, den gesetzlichen Anforderungen entsprechende Schule zu errichten. Pest, 24. Februar. (Privatmitth.) Ob es dem Einfluffe irgend eines Mordechai oder eines Haman zu verdanken ist — seitdem aber über den israelitischen Schulfond gestritten wird, kommt diese Angelegenheit entweder unmittelbar vor oder nach Purim im ungarischen Abgeordnetenhause zur Berhand- Frankreich, lung. Für dieses Mal ist die Debatte auch nach Purim an-; beraumt. Wie werden sich die Weisen des Landes über diese! Paris, 26. Februar. (Privatmitth.) Es ist wahrlich keine Frage auch nur orientireu können. Es liegen nicht weniger! Großthuerei, sondern wird uns einfach von unsren Gegnern als sieben Petitionen vor, dieselben bieten ein trauriges Bild abgenöthigt, wenn wir auf die Weise hinzeigen, in welcher der Parteiungen. Diese sieben Petitionen sind folgende:! die französische Staatsregiernng ohne jede Berücksichtigung 1. Die Durchführungs-Commission der ungarischen und der Confession auch ihre israelitischen Capacitäten in den siebenbürgischen israelitischen autonom-orthodoxen Con-! Staats-Carri^ren vorschreiten läßt und befördert. So in der fession bittet, „daß der israelitische Landesfond zwischen den'Armee, so in Civil. Wir haben erst 'jüngst mehrere Beförbeiden Confessionen im Wege freundschaftlicher Vereinbarung,! derungen von Lfficicrcn jüdischer Religion zu den höchsten oder falls diese nicht gelänge, im Wege richterlicher Entschei-! Stellen in der Armee gemeldet. In diesen Tagen wurde düng aufgctheilt, oder aber unter Aufrechthaltung der Ber-! auch der Oberstlieutcnant im Stabe, Samuel, zum Chef des waltung des Fonds durch die Regierung, die Provente des-! zweiten Bureau des Generalstabes im Kriegsministerium selben nach Maßgabe des freundschaftlichen Vergleichs, event.' ernannt. Andererseits wurden in die zur Revision der frandcs richterlichen Urtheils für Zwecke der beiden israelitischen j zösischen Pharmokopoa crnannnte Commission zwei Juden zu Confessionen verwendet werden mögen. Bis zur diesfälligen j Mitgliedern gewählt, die Dl). Germain Sse und Hayem, beide endgiltigcn Entscheidung möge von jeder meritorischen Ber-! Professoren der medicinischen Facultät von Paris. — - Auch fügung betreffs Verwendung des in Rede stehenden Bermö-! das Organ Gambetta's, La Republique franoaiso, läßt sich gens Umgang genommen, die Provente aber unter beide! spaltenlange Correspondenzen aus Berlin über die Wühlereien israelitische Confessionen in gleichen Proportionen getheilt gegen die Juden schreiben, z. B. in der Nummer vom werden. Ferner bittet die Durchführungs-Commission, es wolle! 15. Februar. Bei genauerer Prüfung wird es mir glaubals Beschluß ausgesprochen werden, daß das Rabbinen-Seminar Haft, daß diese Berichte aus derselben Feder wie die der nicht als Staats-Anstalt zu betrachten sei."! „Temps" fließen. Denn es sind ziemlich ganz dieselben Ge 2. Der Präsident der israelitischen Landes - Canzlei genstände, und die in gleicher Weise in beiden Journalen zur bittet, das Abgeordnetenhaus möge, da in unserem Vater- Sprache kommen. Es ist auch durchaus kein eigentlich judenlande nur eine israelitische Confession anerkannt ist, auf eine fteundlicher Ton. der angeschlagen wird, sondern mehr ein meritorische Erledigung des Gesuches um Theilung des israelideutschfeindlicher. Denn es werden mit einem gewiffen Betischen Landes - Schulfonds mit Rücksicht auf die rechtliche Hagen gerade die, sollen wir sagen schmählichsten oder lächer- Natur dieses Fonds nicht eingehen, sondern die Regierung lichsten Auswüchse der Pamphletisten den Lesern vorgeführt l .v