Mannheim
Compact Memory

Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1880-02-24 · Heft 8 (24.2.1880) · p. Seite 122

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
44 (1880)
Issue
Heft 8 (24.2.1880)
Date
1880-02-24
Page
Seite 122 (sequence 10)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
97% known words query
IRI
…/3224737-3227285-3227294--37844-3307023
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

1 entity mentions

I 122 Wiener Kommunal-Lose, die zwei Tage später (2. Jänner) 1 beigemischt wird. Eine umfänglichere, alle vierzehn Tage erstattfinden sollte und wie da manch Einer sein Glück machen! scheinende Zeitschrift aus Milwaukee, Wis., liegt uns in ihrer könnte. „Vor einigen Jahren noch — erzählte Reiner mit j erflen Nummer vom 1. Januar vor: „Der Zeitgeist, ein einem Seufzer — hatte ich auch noch ein Kommunal-Los; es israelitisches Familienblatt", herausgegeben von I. S. Moses, ist dahin, wie alles Andere auch. Aber eine Promesse würde j Diese erste Nummer mit ihrer „belletristischen Beilage" faßt ich mir heute kaufen, wenn mir's nicht eben gar so knapp zu-! nicht weniger als 51/« große Bogen. Es versteht sich von sammenginge." — Frau Grünbaum nahm 2 fl. 50 kr. aus! selbst, daß ein so großer Raum in einer Stadt des nördlichen der Lade und sagte: „Ich borge Ihnen das Geld, kaufen Sie!Theiles der Union nicht blos von jüdischen Angelegenheiten eine Promesfe, haben Sie Glück, so bleibt der Gewinnst ungej und aus jüdischen Federn gefüllt werden kann. Jndeß darf schmälert Ihr Eigenthum. Wenn nicht, so steuere ich zu dem man nicht verkennen, daß auf diesem Wege in vielen jüdischen Preise der Promesse die Hälfte bei." Darauf wollte Reiner Familien das Interesse am Judentbume wieder geweckt und nicht eingehen, sondern versprach gleiche Theilung auch des gestärkt wird, und wird dieses Ziel erreicht, so können wir etwaigen Gewinnstes. Die Frage blieb kontrovers, aber denen nur Anerkennung schenken, welche mit Anstrengung aller Reiner kaufte die Promesse und am 2. Jänner — hatte er 50,000 fl. gewonnen. Und nun entspann sich ein edler Wettstreit zwischen dem ehrlichen Mann« und der wackeren Frau; sie wollte nur die 2 fl. 50 kr. nehmen, die ihr rechtlich gebührten, Reiner aber bestand darauf, daß sie die volle Hälfte des Gewinnstes zu beziehen habe. Den Streit schlichtete endlich Herr Grünbaum damit, daß er dem redlichen Manne den Kräfte den Weg dahin geebnet haben. — Durch Erlaß vom 2.'. Dec. hat die Königl. württemb. isr. Oberkirchenbehörde das von I)r. Rothschild Alzey herausgegebene „Gebet- und Religionsbüchlein für die erste isr. Jugend (Breslau bei Hepner)" den Rabbinaten des Landes für Schule und Haus zur Einführung empfohlen. — Die beiden Artikel des Prof. v. Treitschke haben noch weitere Entgegnungen her- Antrag machte, in das Geschäft als Kompagnon einzutreten.! vorgerufen i „Ein Wort an den Herrn Prof. Heinrich v. Treitschke Das beiderseitige Vermögen hielt sich ungefähr die Waage und! von Dr. I. Glück, Landrabbiner (Oldenburg, Schmidt, 1880/' heute firmirt die Handlung, die im Begriffe ist, sich ansehnlich j und unter demselben Titel von Dr. S. Meyer, Redacteur der zu erweitern: M. Grünbaum & Reiner. — Bei den jüngsten! jüdischen Presse, (Berlin, Selbstverlag 1880.) Das erste dieser Unruhen des Volkes gegen die Adligen in Pest wurden zwei > beiden Schriftchen bespricht in ernster und gründlicher Weise Menschen erschossen: ein Kutscher und ein junger 18jähr. ganz besonders die nationale Frage, die er an der Hand der Geunschuldiger Student der Rechte, Adolf Schwarz, der auf seinem schichte als durchaus falsch aufgestellt, nachweist. Die zweite Gange um eine Ecke bog. Letzterer war jüdischer Religion, i bekämpft in sehr scharfer Weise Satz für Satz die Behauptungen — Lord Beaconsfield bat, wie schon seit einigen Jahren,.seinen! Treitschke's, und wenn auch öfters etwas mehr Ruhe und Pächtern wegen der ungünstigen Zeitverhältnisse 20"/.. ihres - Mäßigung zu wünschen gewesen wären, so sind es doch tapfere Pachtzinses erlassen. Dies ist nun nichts besonderes, besonders! Hiebe, die auf den Gegner fallen. Wir empfehlen daher die aber ist, daß die Zeitungen, die es berichten, diesmal nicht Weiterverbreitung beider Brochuren, da sie ihre Wirkung nicht „der Semite" hinzufügen, womit sie sonst den Lord so ftei-1 verfehlen werden. — Aus Amerika auch kommt uns nachträggebig beschenkten. — Bonn, 18. Januar. (Literarische Notizen.) Wenn wir das religiöse Interesse bei unsren nordamerikanischen Glaubensgenossen nach der wachsenden Zahl der in der Union erscheinenden jüdischen Zeitschriften bemessen dürften, so gäbe es kaum eine erfteulichere Erscheinung auf unsrem Gebiete. Wir erhielten soeben die ersten sechs Nummern einer neuen stattlichen Wochenschrift aus New-Uork The American Heb re w, die daselbst seit dem 21. Nov. erscheint. Sie erhebt sich nicht über das lich ein Zeichen des Gedächtnisses an Moses Mendelssohn zu: „Moses Mendelssohn. Eine Gedenkschrift zu dessen 150. Geburtsfeier, von Dr. Benjamin Szold, Rabbiner der Oheb- Schalom Gemeinde in Baltimore (Baltimore, Mühsam 1870)." Das Schriftchen enthält eine Vorlesung, die der Verf. vor der deutschen Gesellschaft in Philadelphia gehalten, und welche eine biographische Skizze vom Leben und Wirken Mendelsohn's in anziehender Weise giebt. Ihr folgt ein „gottesdienstlicher Vortrag", den der Verf. am Geburtstage M.'s in der Synagoge Niveau ihrer meisten Colleginnen, denen es darum zu thun ist,! seiner Gemeinde hielt, indem er an den bekannten Spruch: ihren Glaubensgenossen eine leichte, anziehende Lectüre zu ver-1 „Unser Lehrer, ein Licht Jsrael's, eine feste Säule, ein starker schaffen, wo dann den, das Judenthum betreffenden Themen und; Hammer" anknüpft, und ihn geistreich auf M. anwendet. — Nachrichten eine Menge anderer Dinge aus der Tagesgeschichte!

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.